Online-Präsentation „The Living Archives“

Credits: bureau zanko

Donnerstag,  19.11.2020, 18h

 

„The Living Archives“ ist eine online Plattform, die der Dokumentation, Archivierung und Bereitstellung von in BIPoC Communities entstandenen Inhalten und Wissen dient. Überdies soll die Seite als Lernportal für diese Communities genutzt werden, um dieses Wissen zu teilen und zu ergänzen. In dieser Veranstaltung wird das Projekt erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Wir freuen uns auf ein Grußwort von Peggy Piesche (Bundeszentrale für politische Bildung – Diversität, Intersektionalität und Dekolonialität  – D.I.D.) und auf zwei eröffnende Impulsvorträge von Fatima El-Tayeb (University of California, San Diego) und Encarnación Gutiérrez Rodríguez (Justus-Liebig-Universität, Gießen). Im Anschluss kommen wir im Rahmen der Vorstellung von „The Living Archives“ mit Arike Oke (Black Cultural Archives, London), Tayo Awosusi-Onutor (RomaniPhen Archive, Berlin), und Nicola Lauré al-Samarai (Historikerin, Autorin, Kuratorin) ins Gespräch.

Ziel des Projektes ist es gebündelt Inhalte und Wissen, welches innerhalb von BIPoC Kontexten generiert wird/wurde, festzuhalten und zugänglich zu machen.
xart splitta versteht „The Living Archives“ als „Resistant Knowledge Project“ (Patricia Hill Collins). Archivierung und Dokumentation werden in diesem Kontext als dekoloniale Handlungen verstanden – Konzepte und Praktiken des Archivierens werden hier in Hinblick auf deren kolonialen, rassistischen und heteronormativen Entstehungskontext neu- bzw. umdefiniert und als Mittel des „Gegenerzählens“ verwendet.

Erste Inhalte für die Seite werden sich zunächst aus der laufenden Arbeit xart splittas sowie vor allem aus Texten, Gesprächen und  Inhalten speisen, die im Rahmen des Projektes “Passing it On” entstanden sind. Ein Projekt, welches 2019 von xart splitta unter der Leitung von Nicola Lauré alSamarai und Iris Rajanayagam durchgeführt wurde und in dessen Kontext die Idee für die online Plattform entstand.

Überdies sollen weitere Inhalte im Austausch mit unterschiedlichen Einzelpersonen und Communities generiert werden. „The Living Archive“ bleibt so ein stetiges Work-in-Progress und wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteur*innen bei der weiteren Gestaltung und Entwicklung der Seite.

Programm

18:00: Grußwort Peggy Piesche (Bundeszentrale für politische Bildung – Diversität, Intersektionalität und Dekolonialität  – D.I.D.)

18:15: Vorstellung „The Living Archives“ mit Iris Rajanayagam und Juliana Kolberg (xart splitta)

18:30: Impulsvorträge: Fatima El-Tayeb und Encarnación Gutiérrez Rodríguez

19:15-20:45: Panelgespräch mit Arike Oke, Tayo Awosusi-Onutor und Nicola Lauré al-Samarai. Moderation: Iris Rajanayagam

Die Veranstaltung findet in deutscher und englischer Lautsprache statt.

Anmeldungen bitte bis zum 17.11.2020 an: contact@xartsplitta.net

Die Zugangsdaten zur Veranstaltung werden am 18.11.2020 an alle angemeldeten Personen verschickt.

Der Link zur Seite wird ab dem 19.11.2020 unter www.xartsplitta.net verfügbar sein.

„The Living Archives“ wird gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb.

 


Referent*innen

Arike Oke ist die Direktorin des Black Cultural Archives, in London.  Sie ist seit über 15 Jahren im Bereich des Erinnerungskultur und Heritage tätig. Sie war u.a. am Projekt “Connecting Histories” in Birmingham, UK sowie am Aufbau des Archivs der “Wellcome Collection” tätig und hat den ersten Black History Month in Hull mitveranstaltet. Sie ist Vorstandsmitglied der strategischen Initiative “Unlocking Archives” der National Archives, Richmond, UK und ist Fellow des Programms “Museums and Resilient Leadership” des Arts Council England. https://blackculturalarchives.org/

Tayo Awosusi-Onutor ist Sängerin, Autorin, Regisseurin, Politische Aktivistin, Mutter und lebt in Berlin. Sie bezeichnet sich selbst als Afro-Sintezza. Ihre Musik interpretiert siein Englisch, Deutsch und Romanes. Außerdem leiht sie ihre Stimme Film und TV als Synchronsängerin und -sprecherin. Tayo studierte Germanistik und Multimedia. Sie ist Vorstandsmitglied von RomaniPhen e.V. und Mitglied der IniRromnja. Sie beschäftigt sich mit den Themen Bildung, Geschichte und Bürgerrechtsbewegung.
2017 veröffentlichte sie die Dokumentation „Phral mende – Wir über uns. Perspektiven von Sinti und Roma in Deutschland.“ Tayo engagiert sich darüber hinaus politisch in verschiedenen Communities
of Colour. Weitere Informationen finden sich unter www.tayo-online.de und www.romnja-power.de

Encarnación Gutiérrez Rodríguez ist Professorin für Soziologie an der Justus-Liebig-Universtität, Giessen. In Lehre und Forschung beschäftigt sie sich mit Fragen der globalen Ungleichheiten und deren lokalem Ausdruck insbesondere in Deutschland, Spanien und Großbritannien. Ihr Interesse gilt außerdem den (post)marxistischen und dekolonialen Perspektiven auf feministische und queere Epistemologie und deren Anwendung in den Bereichen Migration, Arbeit und Kultur. Derzeit arbeitet sie über affektive Arbeit/Materialitäten, institutionellen Rassismus, rassistischen Kapitalismus und die Kolonialität der Migration. Sie ist u.a. Mitglied des Beirats von “Wagadu. A Journal of Transnational Women’s and Gender Studies” und der Forschungsgruppe Migration und Menschenrechte. Sowie Herausgeberin der Reihe Anthem Studies in Decoloniality and Migration.

Nicola Lauré al-Samarai ist Geschichts- und Kulturwissenschaftlerin. Zu ihren Interessenschwerpunkten gehören Schwarze und Diaspora-Studien, Critical Race Feminism(s), Konzepte von Kreolisierung und Poetiken der Beziehung sowie dekolonisierende Erinnerungs- und Kulturpolitiken im Kontext von Intersektionalität und Erfahrung. Sie arbeitet als Autorin, Lektorin, Vermittlerin und Kuratorin. Sie war u.a. an folgenden Projekten beteiligt: Labor 89: Andere Perspektiven auf die Wendezeit (2019/2020), Grenzgänger*innen: Schwarze und Osmanische Präsenzen in der Metropole Berlin um 1700 (2018/2019), Decolonize ’68 (2018), conzepte. Neue Fassungen politischen Denkens (2010/2011), Homestory Deutschland. Schwarze Biografien in Geschichte und Gegenwart (2005–2012).

Fatima El-Tayeb ist Professorin für Literatur und Ethnic Studies an der University of California, San Diego. In ihrer Arbeit widmet sie sich der Dekonstruktion von strukturellem Rassismus im „farbenblinden“ Europa und zentriert Widerstandsstrategien unter rassifizierten Communities. Neben zahlreichen Artikeln publizierte sie UnDeutsch. Die Konstruktion des Anderen in der postmigrantischen Gesellschaft (transcript 2016), Anders Europäisch. Rassismus, Identität und Widerstand im vereinten Europa (University of Minnesota Press 2011) und Schwarze Deutsche. Der Diskurs um „Rasse“ und nationale Identität 1890– 1933 (Campus 2001).

In.Solidarity – Rückblicke, Einblicke und Ausblicke auf Communityzusammenarbeit

Freitag, 20.11.2020, 10-17h

Im Rahmen der Veranstaltung „In.Solidarity“ beschäftigen wir uns aus einer communityübergreifenden Perspektive und auf verschiedenen Ebenen mit dem Thema Solidarität. Wir werden das Thema aus einer historischen Perspektive betrachten, die gegenwärtige Situation beleuchten und mögliche Zukunftsvisionen entwerfen.

Einen Fokus legen wir auf das widerständige Moment communityübergreifender Solidarität. Diese wollen wir anhand geschichtlicher Verwobenheit und entlang von gemeinsamen und geteilten Kämpfen nachvollziehen. In diesem Kontext gehen wir der Frage nach, welche Möglichkeiten Solidarität bietet, um Machthierarchien abzubauen und „Teile und Herrsche“-Mechanismen entgegenzuwirken.

Gleichzeitig werden wir uns mit Machthierarchien und diskursiven Leerstellen innerhalb unserer Communities auseinandersetzen und dabei – neben kollektiven Erinnerungen – auch spezifische (historische) Erfahrungen einzelner Communities in den Blick nehmen. In diesem Zusammenhang wenden wir uns den Themen Community Organising, mediale (Unter-/Miss-) Repräsentation von Communities, Konflikte und Marginalisierung(en) und (gemeinsame) Wissensproduktion zu.

Zum Auftakt der Veranstaltung geben Vanessa E. Thompson, Tayo Awosusi-Onutor und Ed Greve in einem eröffnenden Panel einen Rückblick auf Kämpfe rassifizierter Communities in Deutschland und diskutieren die Entwicklungen der vergangenen 10 Jahre bis heute.

In vier darauffolgenden parallelen Workshops gibt es die Möglichkeit, sich gemeinsam mit Aktivist*innen und Wissenschaftler*innen mit unterschiedlichen Dimensionen communityübergreifender Solidarität auseinanderzusetzen.

In einem Abschlusspanel werden die Inhalte der Workshops zusammengeführt und Ideen für alternative Zukunftsvisionen ausgetauscht.

Programm:

10:00: Grußwort: Iman Attia (xart splitta) und Karim El-Helaifi (ndo)

10:30-12:15: Panelgespräch: „Gemeinsame Geschichte_n – damals und heute…?“ mit Vanessa E. Thompson, Tayo Awosusi-Onutor und Ed Greve. Moderation: Fatima El Sayed

12:15-13:15: Pause

13.15-15:30: Vier parallel stattfindende Workshops:

Workshop 1: Comm.Unity Organising – Strategien, Möglichkeiten und Herausforderungen

Workshop 2: Re.Presentation – Solidarität und mediale Repräsentation

Workshop 3: Know.Ledge – Wissensproduktion und Wissenstransfer

Workshop 4: Com.Petitions & Con.Flicts – Solidarischer Umgang mit Konflikten und Konkurrenzen

15:30-15:45: Pause

15:45-16:15: Lesung des Migrantenstadls

16:15-17:00: Abschlusspanel:„Solidarische Visionen für morgen” mit Emine Aslan, Thu Hoài Tran, Sarah Ahmed und Danna Bader. Moderation: Iris Rajanayagam

Workshopbeschreibungen:

Workshop 1: Com.Unity Organising – Strategien, Möglichkeiten und Herausforderungen
Moderation: Emine Aslan

Dieser Workshop bietet die Möglichkeit, sich mit Strategien, Möglichkeiten aber auch Herausforderungen des Community Buildings auseinanderzusetzen. Dabei soll der Begriff „Community“ an sich unter die Lupe genommen werden. Was heißt für uns als Individuen „Community“ oder in unserer Arbeit Community-nah/Community-orientiert tatsächlich und wie gehen wir im Rahmen der Entwicklung von Identität und Zugehörigkeit mit dem Spannungsfeld Fremdmarkierung und Selbstpositionierung um? Es wird danach gefragt, wie Spaltungsversuche und „Divide and Rule“-Mechanismen identifiziert und ihnen entgegengewirkt werden kann. Nicht zuletzt könnte im Kontext dieses Workshops auch das Thema „Safer Spaces“ angeschnitten und darüber nachgedacht werden, inwieweit eine kritische Betrachtung dieses Konzepts wichtig für ein erfolgreiches und nachhaltiges Community Building ist.

 

Workshop 2: Re.Presentation – Solidarität und mediale Repräsentation
Moderation: Thu Hoài Tran

Dieser Workshop setzt sich einerseits mit der Repräsentation bestimmter Communities in den Medien auseinander und geht der Frage nach, warum einige Communities stärker sichtbar sind als andere und wie der Unter- oder Missrepräsentation solidarisch entgegengewirkt werden kann. In diesem Zusammenhang werden praktische Beispiele und Handlungsoptionen vorgestellt und darüber diskutiert, welche Möglichkeiten es gibt, gemeinsame Themen zu setzen und marginalisierte Perspektiven in medialen Räumen sichtbar zu machen.

 

Workshop 3: Know.Ledge – Wissensproduktion und Wissenstransfer
Moderation: Sarah Ahmed

In diesem Workshop wird die communityübergreifende und kollaborative Wissensproduktion und deren Transfer in den Blick genommen. Dabei werden wir uns mit folgenden Fragen beschäftigen: Welche communityübergreifenden Wissensbestände gibt es schon? Wie sind sie entstanden? Wie können marginalisierte Perspektiven und Erfahrungen den dominanten Diskurs irritieren? Wie können wir gemeinsam Geschichte(n) schreiben, ohne diskursive Dominanzen zu reproduzieren?

 

Workshop 4: Com.Petitions & Con.Flicts – Solidarischer Umgang mit Konflikten und Konkurrenzen Moderation: Danna Bader

Auch wenn Communities für viele von uns Orte sind, in denen wir uns sicher fühlen können, sind diese „Räume“ nicht selten auch Orte, in denen Konflikte und Konkurrenzen stattfinden. Dies gilt sowohl innerhalb von spezifischen Communities als auch zwischen unterschiedlichen Communities. Das durch intersektionale Diskriminierung und gesellschaftliche Marginalisierung herbeigeführte, permanent erhöhte Stresslevel und die existenziellen Ängste, die damit zusammenhängen, tragen dazu bei, dass solche Konflikte und Konkurrenzen zusätzlich befördert werden. Hinzu kommen vermeintlich oder tatsächlich gegensätzliche Interessen und Prioritäten. In diesem Workshop wollen wir uns konkret mit den Themen Konflikte und Konkurrenzen beschäftigen. Wie können Konflikte adressiert werden, ohne zu eskalieren? Wie kann das Potential von Konflikten konstruktiv genutzt werden? Wie können wir trotz dieser Konflikte solidarisch sein? Und schließlich: inwieweit ist auch Scheitern notwendig, damit wir uns als Communities gemeinsam weiterentwickeln können?

 

Zur Lesung des Migrantenstadls

Vom Blog zum Buch zur Performance. Seit nunmehr 9 Jahren denken, schreiben, kuratieren und gestalten Tunay Önder und Imad Mustafa gemeinsam unter dem Label migrantenstadl. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit setzen sie sich mal kritisch-analytisch, mal dadaistisch-künstlerisch mit gesellschaftlichen Fehlentwicklungen auseinander: Allzu deutschen Zuständen, Rassismus-, Integrations- oder Heimatdiskursen setzen sie aktuelle Berichte aus der Peripherie, Wörterayntöffe und Manifeste entgegen, die eine postmigrantische Gesellschaft von unten entwerfen, in der die Perspektiven marginalisierter Menschen Hauptsache sind und nicht Beiwerk. http://dasmigrantenstadl.blogspot.com/

Anmeldung:

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist nur mit vorheriger Anmeldung möglich. Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt.

Anmeldungen bitte bis zum 16.11.2020 an unter In.Solidarity_xartsplitta@neue-deutsche-organisationen.de

Bitte bei der Anmeldung angeben:

Vorname Nachname, ggf. Organisation (für die Ihr tätig seid), Nummer des Workshops, an dem Ihr teilnehmen möchtet.

Wichtiger Hinweis: Die Workshops sind als Safer Space konzipiert und nur für BIPoC zugänglich. Die Panels sind für alle Interessierten geöffnet.

Die Veranstaltung findet online und in deutscher Lautsprache statt. Die Zugangsinformationen verschicken wir am 19.11.2020 an alle angemeldeten Personen.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit den neuen deutschen organisationen und im Rahmen des Projektes #CommunitiesSolidarischDenken statt.

Gefördert von:

 


Workshopmoderator*innen

Credits: Maria von Usslar

Sarah Ahmed studierte Islamwissenschaften und Arabistik an der Universität Wien. Ihre Forschungs- und Lehrtätigkeiten liegen in Feldern und Schnittstellen der Black Feminist Studies, Critical Race Theories, Diaspora und Religion, mit besonderem Fokus auf Rassismuskritik, Migrationsforschung und Black Europe. Sarah gibt zudem Trainings zu den Themen Empowerment und Critical Whiteness.
Seit 2020 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Uni Bremen im Fachbereich Erziehungs- und Bildungswissenschaften tätig. Auch bearbeitet Sarah Ahmed die Thematik des Rassismus sowie die Frage von Identität und Zugehörigkeit von BIPoC in Kurzgeschichten, Gedichten, Spoken Word-Auftritten und in Form von Videoinstallationen.

 

Emine Aslan schließt derzeit ihre Masterthesis zu „Silencing von muslimischen Frauen in feministischen Diskursen“ ab. Emine engagiert sie sich seit über sieben Jahren in anti-rassistischen und aktivistischen Kontexten und setzt hierbei den Fokus auf Empowerment-Arbeit und intersektionale Lebensrealitäten. Emine hat in den letzten Jahren mehrere Kampagnen zu den Überschneidungen von Rassismen und Sexismen mitinitiiert sowie zahlreiche Workshops und Vorträge zu diesen Themen gehalten. Für die Online-Kampagne #ausnahmslos wurde Emine mit dem Clara Zetkin Preis für politische Intervention ausgezeichnet. In Online- sowie Printmedien veröffentlichte Emine zahlreiche Artikel zu unterschiedlichen Diskriminierungsformen. In wissenschaftlichen Veröffentlichungen beschäftigte Emine sich bisher insbesondere mit Wissensproduktionen aus soziologischer und postkolonialer Perspektive. Aktuell lebt und Emine in Frankfurt am Main und ist dort als wissenschaftliche Mitarbeiter*in tätig.

 

Danna Bader: MA interkulturell Konflikt Management, “Gender Relations in Conflict Zones, Experiences of Israeli and Palestinian Women”. Danna Bader ist eine systemische Beraterin, und arbeitet als Supervisorin, Organisationsentwicklerin und Coach. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Diversität bewusste Arbeit, Anti Diskriminierung, Anti rassistische Arbeit und Konfliktbearbeitung.  Danna hat langjährige Berufserfahrung im Kontext zivilgesellschaftlicher Organisationen und in der politischen Bildung, unteranderen auch in Führungspositionen, Projektmanagement, Entwicklung und Durchführung von Bildungskonzepten, qualitative Forschung, Leitung internationaler Konferenzen, Projektfinanzierung, und Projektplanung. Sie hat mehrere pädagogische Materialen konzipiert, entwickelt und mit vielfältigen Zielgruppen durchgeführt. https://praxisreflexion-berlin.de/

 

Thu Hoài Tran: Sozialwissenschaftler*in, Theaterschaffende*r & Bildungsvermittler*in, forscht und arbeitet zu Themen der Migration, Empowerment und Intersektionalität. Tran ist Vorstandsmitglied von TakeOver. – ein Verein zur intersektionalen Kampagnenarbeit. Darüber hinaus ist Tran Teil des bildungsLab, einen Zusammenschluss von migrantischen Frauen und Frauen of Color, die Theorie vermitteln, produzieren und in die hegemonial pädagogischen und künstlerischen Konzepte intervenieren. Tran schreibt und publiziert Beiträge u.a. über die Notwendigkeit einer Dekolonialisierung des Stadttheaters. In der aktuellen Spielzeit wird Thu Hoài Tran gemeinsam mit Elisabeth Kuzel eine Hausproduktion mit dem Titel WomxnofColor am Berliner Ringtheater realisieren. Das intersektionale Performance Projekt unternimmt den Versuch, Widerstands- und Solidaritätspraxen in der rassistisch sexistischen Gesellschaft performativ zu erproben.
Referent*innen

Credits: Chanel Kah Yin Liang @chakahlia

Ed Greve ist politischer Referent im Migrationsrat Berlin mit Schwerpunkt Antidiskriminierung, Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit. Er ist außerdem als Bildungsreferent und Trainer im Projekt i-PÄD – Intersektionale Pädagogik tätig. Inhaltliche Schwerpunkte sind u.a. LSBTIQ-Rechte, Barrierefreiheit, machtkritische Bildung. www.migrationsrat.de www.i-paed-berlin.de

 

Credits: Stephanie Ballantine

Tayo Awosusi-Onutor ist Sängerin, Autorin, Regisseurin, Politische Aktivistin, Mutter und lebt in Berlin. Sie bezeichnet sich selbst als Afro-Sintezza. Ihre Musik interpretiert sie in Englisch, Deutsch und Romanes. Außerdem leiht sie ihre Stimme Film und TV als Synchronsängerin und -sprecherin.
Tayo studierte Germanistik und Multimedia. Sie ist Vorstandsmitglied von RomaniPhen e.V. und Mitglied der IniRromnja. Sie beschäftigt sich mit den Themen Bildung, Geschichte und Bürgerrechtsbewegung. 2017 veröffentlichte sie die Dokumentation „Phral mende – Wir über uns.
Perspektiven von Sinti und Roma in Deutschland.“ Tayo engagiert sich darüber hinaus politisch in verschiedenen Communities of Colour. Weitere Informationen finden sich unter www.tayo-online.de und www.romnja-power.de

 
Credits: Alexander Vorbrugg

Vanessa E. Thompson ist wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Vergleichenden Kultur- und Sozialanthropologie an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder). Ihre Forschungs- und
Lehrschwerpunkte sind kritische Rassismus- und Migrationsforschung, Black Studies, intersektionale Ungleichheits- und Geschlechterforschung, postkolonial/dekolonial-feministische Theorien und Methodologien, Abolitionismus und transformative Gerechtigkeit. Sie engagiert sich in rassismuskritischen, abolitionistischen und intersektionalen Bewegungen und ist u.a. Mitglied in der Internationalen Unabhängigen Kommission zur Aufklärung der Wahrheit über den Tod von Oury Jalloh.

Das Migrantenstadl

Tunay Önder verschuldete sich erfolgreich mit ihrem Studium der Soziologie, Politik und Ethnologie und ist seither als Arbeitsmigrantin zwischen verschiedenen Parallelgesellschaften wie Wissenschaft, Pädagogik und Theater tätig. Ihr Hauptinteresse gilt der herrschaftsfreien Migrationsgesellschaft und wie man sich ihr redend, schreibend und handelnd nähern kann. Auf der letzten Wiesbaden Biennale 2018 kuratierte und veranstaltete sie den Migrantenstadl als 10-tägiges Happening.

 

Imad Mustafa verschuldete sich nicht ganz so hoch. Mag Hip Hop und Umm Kulthoum, ebenso wie Politologie und Soziologie. Arbeitete u.a. als freier Autor und Redakteur für verschiedene Medien. Zur Zeit Lehrbeauftragter und Forscher an der Universität Erfurt. Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte: Protestforschung, Rechtspopulismus und Rassismus, Politischer Islam, Islam in Deutschland und deutschen Medien.

Afrofilm Screening #2 I Diasporic Realities

Donnerstag, 12. November 2020

**Das Screening wird online stattfinden!**

Willkommen zur zweiten Vorführung von Afrofilm & Diasporic Realities!

Afrofilm ist eine selbstorganisierte monatliche Vorführung von Filmen, die das Leben und die Erfahrungen von afrikanischen und afro-descendent Menschen aus verschiedenen geographischen Regionen erzählen. Wir werden Filme für uns selbst zeigen, was bedeutet, dass die Vorführung für ein geschlossenes Publikum für afro und afro-descendent Menschen ist.

Es gibt viel zu wissen und von uns allen zu lernen, und wir denken, dass Filme ein relevanter und effizienter Weg sind, dies zu ermöglichen.

*In Wolof und Französisch ohne Untertitel*

Seid dabei bei der Vorführung von La petite Vendeuse de Soleil von Djibril Diop Mambéty und beendet den Abend gemeinsam mit uns in einer Diskussionsrunde, um Wissen über Schwarze (Lebens)Realitäten, mit denen wir noch nicht vertraut sind, zu teilen, um uns auszutauschen und um miteinander in Verbindung zu treten.

La petite Vendeuse de Soleil:
Sili Laam, ein 12-jähriges Mädchen, ist mit seinen zwei Krücken auf dem Weg in die Hauptstadt Dakar, um etwas Geld für den Unterhalt seiner Familie zu verdienen. Ein Junge nimmt sie mit seinem Pferdegespann mit.

Djibril Diop Mambéty war ein senegalesischer Filmregisseur, Schauspieler, Redner, Komponist und Dichter. Mambéty wurde in einer muslimischen Familie in der Nähe von Dakar, der senegalesischen Hauptstadt, geboren und war Wolof. Obwohl er nur zwei Spielfilme und fünf Kurzfilme drehte, erhielten sie internationale Anerkennung für ihre originelle und experimentelle Filmtechnik und ihren nichtlinearen, unkonventionellen Erzählstil.

Der Film ist in Wolof und Französisch und hat leider keine Untertitel.

Das Screening wird online stattfinden.
Bitte meldet euch an unter afroscreening@tutanota.com

Mehr Informationen über Afrofilm screenings sind auf Instagram zu finden: @afro.film.

DGS II Kurse mit dem Team von Lebendige Gebärden I Sommer/Herbst 2020

**Diese Kurse findet online statt!**

Dienstags, 8. September – 17. November 2020, 19:00-20:30h

und

Mittwochs, 9. September – 18. November 2020, 17:00-18:30h

 

Wir freuen uns in diesem Jahr auch DGS II Kurse mit Diana Spieß und dem Team von “Lebendige Gebärden” anbieten zu können.
 
Der erste Kurs (Gruppe A) findet vom 8. September bis 17. November 2020 wöchentlich, Dienstags von 19-20:30h online statt. (Am 10. November findet kein Kurs statt!)
Der zweite Kurs (Gruppe B) findet vom 9. September bis 18. November 2020 wöchentlich, Mittwochs von 17-18:30h online statt. (Am 11. November findet kein Kurs statt!)
 
Beide Kurse umfassen 10 Termine.
Informationen zum Kurs:
 
In diesem Kurs bekommst Du einen weiteren Einblick in die Gehörlosenkultur. Natürlich machen wir auch mit der Gebärdensprache weiter. Die Vokabeln, die du schon bei DGS I gelernt hast, werden wiederholt, um sicherzugehen, dass du nichts vergessen hast. Dazu lernst du viele neue Vokabeln für Farbe, Gefühle und Emotionen. Ein großes Thema bei DGS II ist Zeit: das heißt viele Gebärden für Wochentage, Monate und andere Zeitangaben. Zudem erfährst du wie man Uhrzeiten auf DGS ausdrückt. Da kommt auch die Zeitlinie hinzu; sie ist ein wichtiger Teil der Grammatik der DGS, denn man drückt damit Tempus aus. Die Struktur von Aussage- und Entscheidungsfragesätzen wird geübt und, die im Kurs gelernten Gebärden und Strukturen werden auch durch Dialogübungen gestärkt.

Bitte beachtet folgende Hinweise:

– Personen, die nicht an einem DGS I Kurs bei xart splitta bzw. Lebendige Gebärden teilgenommen haben, müssen die Absolvierung der vorigen Niveaustufe(n) oder entsprechende Vorkenntnisse durch ein Skype-Interview nachweisen, um am DGS II Kurs teilnehmen zu können.

– Eine Teilnahmebescheinigung kann von Lebendige Gebärden nur ausgehändigt werden, wenn eine Teilnahme am Kurs von 70% oder höher vorliegt.

– Eine dolmetschende Person wird bei Kursbeginn anwesend sein.

– Nach der Einführung erhalten Teilnehmende die Unterrichtsmaterialen per E-Mail und im Chat bei Zoom, welche im Nachinein ausdruckt werden können. Das Unterrichtsmaterial ist nur für Teilnehmende Personen bestimmt und darf nicht an Dritte weitergegeben werden.

Bei Interesse, Anmeldung und Fragen zu weiteren Teilnahmebedingungen, schreibt bitte bis zum 2. September 2020 eine Email an: contact@xartsplitta.net.


Zu Diana Spieß:

“Bist DU taub? ICH bin es! GEBÄRDENSPRACHE IST SPANNEND, VIELFÄLTIG UND WOW!”

Diana Spieß wuchs in einer tauben und gebärdensprachnutzenden Familie als taub Geborene auf. Sie ist auf dem Gebiet der Gebärdensprache Muttersprachlerin. Von frühster Kindheit an bestand ihr Interesse an einem Austausch mit der hörenden Welt. Nach einer Ausbildung und der beruflichen Tätigkeit als Sozialpädagogische Assistentin, qualifizierte sie sich erfolgreich zur Gebärdensprachdozentin. Seit dem ist sie neben vielen anderen Sozialen- und Schulprojekten im Bereich der Gebärdensprachvermittlung sehr aktiv.

Weitere Infomationen zu Diana Spieß und Lebendige Gebärden unter: www.lebendige-gebaerden.de