Passing it On

04. März – 16. November 2019

Schwarze Klassiker*innen/ Klassiker*innen of Colour lesen –

Denkansätze verstehen – Bewegungsgeschichte/n diskutieren

Eine generationsübergreifende Weiterbildungs- und Veranstaltungsreihe
von und für rassismuserfahrene Menschen

Wie wird Wissen innerhalb politischer Bewegungen, über politische Bewegungen sowie zwischen verschiedenen Generationen und Kontexten von Schwarzen Communities und Communities of Colour weitergegeben? Gibt es bewegungspolitisches Wissen, das uns fehlt und wenn ja, welchen Einfluss hat dieses manchmal fehlende Wissen auf unsere heutigen politischen Konzepte und Handlungspraxen? Was macht es mit unserer Fähigkeit, uns intern kritisch zu reflektieren? Wie können wir uns unsere verschiedenen Wissens(be)stände generationsübergreifend vermitteln und gemeinsam besprechen?

Aus diesen Fragen, Überlegungen und Bedürfnissen heraus entstand die Idee für »Passing it On«.

»Passing it On« ist für die Dauer eines Jahres angelegt und besteht aus drei Teilen. Die Lesereihe »Closer Reading – Genauer betrachtet…« findet einmal im Monat statt und bietet die Möglichkeit, bewegungspolitische Texte zu unterschiedlichen Schwerpunktthemen gemeinsam zu lesen und zu diskutieren. Sie wird ergänzt von öffentlichen Diskussionsveranstaltungen, die alle drei Monate stattfinden. Dabei soll jeweils ein Schwerpunktthema mit drei bis vier Expert*innen aus verschiedenen Schwarzen Communities und Communities of Colour vertieft werden. Die eingeladenen Gastredner*innen sind immer auch Aktivist*innen, Denker*innen, Praktiker*innen und Zeitzeug*innen in einem. Den Abschluss von »Passing it On« bildet eine zwei-tägige Winter School, in der die gemeinsam erarbeiteten Kernthemen generations- und communityübergreifend diskutiert werden.

Ziel des Projekts ist es, Praxis(erfahrungen) und Theorie(bildungen) und miteinander zu verbinden. Wir möchten individuelle und kollektive Handlungsweisen in marginalisierten Communities in Geschichte und Gegenwart gemeinsam erarbeiten, sie erkunden und Raum schaffen, um sie anzuschauen. Ein Schwerpunkt soll darauf liegen, bewegungsgeschichtliches Wissen zugänglich zu machen, um sich dieses Wissen (wieder) anzueignen, es selbstbestimmt weiterzugeben und zu nutzen.


Die Lesereihe »Closer Reading – Genauer betrachtet…«

Ein wichtiger Teil unserer verschiedenen Wissens(be)stände findet sich dokumentiert in Texten. Viele dieser Texte sind nicht (mehr) zugänglich, weil sie zur grauen Literatur gehören oder vergriffen sind; andere Texte werden nicht (mehr) gelesen, weil sie im Laufe der Jahre überschrieben worden sind und es manchmal schwierig ist, sie ›auszugraben‹. Doch spielen gerade solche Texte eine besondere Rolle, denn sie liefern uns nicht nur Überlegungen und gedankliche Anhaltspunkte, sondern sind gleichzeitig bewegungsgeschichtliche Zeitzeugnisse. Und nicht zuletzt füllen sie auch Leerstellen des Austausches, denn nicht immer können wir auf eine kollektive generationsübergreifende mündliche Weitergabe von Wissen zurückgreifen. Die Lesereihe ist deshalb zeitlich chronologisch angelegt. Das bedeutet, die Texte, die wir in den einzelnen Sitzungen lesen werden, umfassen einen Zeitraum von vier Jahrzehnten, beginnend in den 1970er Jahren. Deutschland als Hauptbezugspunkt nehmend, geht es dabei um folgende inhaltliche Schwerpunkte:

1. 1970er bis Anfang der 1990er Jahre: Schwarze Communities und Communities of Colour – Ausgangspositionen – Begegnungen – Erkundungen

2. Die 1990er Jahre Bündnispolitiken – innere und äußere Konfliktlinien – bewegungspolitische Veränderungen

3. Die 2000er Jahre: Theoretische Grundlagen und Vielschichtigkeiten – Unterschiedlichkeiten in Schwarzen Communities und Communities of Colour – Wissensweitergabe und Wissensblockaden

4. Seit 2010: Was wissen wir (nicht) und warum? – Wissens(be)stände Schwarze Menschen und People of Colour in der gemeinsamen Erforschung

Wir wollen die Erfahrungs- und Wissens(be)stände, die wir mitbringen, auf neue Weise ›in Bewegung‹ versetzen. Es soll darum gehen, unsere Stimmen und Perspektiven als Ausgangspunkt zu nehmen und machtvolle Diskurse – auch innerhalb diskriminierungserfahrener Communities – zur Diskussion zu stellen und zu durchbrechen. Wir werden uns mit Texten befassen, die verschiedene Erfahrungen und Kämpfe reflektieren und die auf einem machtkritischen Ansatz basieren. Der Großteil der Texte wird auf Deutsch oder in deutscher Übersetzung gelesen. Hierzu zählen auch Beiträge aus der grauen Literatur (z.B. privat gedruckte Flugblätter und Manifeste) sowie Filme und Werke in anderer Textform (z.B. Gedichte, Essays, Kurzgeschichten oder Autobiografien). Die Texte sind in der Regel gut verständlich.

Der Lesereihe richtet sich an alle Interessierten. Er findet bewusst außerhalb eines universitären bzw. akademischen Settings statt. Ein intersektionaler Ansatz bildet die Basis für das gesamte Projekt. Fragen, die im Rahmen des Lesereihe gestellt werden, sind u.a.:

•          Welche Rolle spielt das kollektive Erinnern an die Erfahrungen von emanzipatorischen Bewegungen, wie bspw. der Bürgerrechtsbewegung von Sinti*zze und Romn*ja oder der Schwarzen Frauen*bewegung (in Deutschland) für unser Denken und Handeln heute? Wie haben diese Bewegungen auf  queer-feministische intersektionale Bewegungspolitiken und Aktivismen gewirkt? Wie sind sie miteinander verflochten?

•          Wie können wir die verschiedenen historischen Erfahrungsbestände von Widerstands- und Befreiungsbewegungen sichern, aus ihnen lernen, sie aber auch konstruktiv kritisieren, um unsere eigene Praxis zu verändern? Welchen Einfluss haben veränderte Kommunikationsformen – z.B. durch Social Media Aktivismus – auf die Art und die Inhalte des Wissens und der Wissensweitergabe zwischen Generationen?

•          Wie können wir solidarische Begegnungs- Lern- und Denkräume herstellen, in denen Menschen verschiedener Generationen und Communities zusammenkommen, über Gemeinsamkeiten und Widersprüche politischer Bewegungen diskutieren und die Ergebnisse dieser Diskussionen fruchtbar machen?

 

Die Lesetreffen finden von März bis November 2019 an jedem ersten Montag des Monats statt. Die regelmäßige Teilnahme an den Sitzungen wird vorausgesetzt. Die erste Sitzung am 4. März 2019 und alle darauffolgenden Treffen finden jeweils von 18-20 Uhr bei xart splitta statt. Materialien werden von uns zur Verfügung gestellt. Das Projektteam wird die monatlichen Treffen planen und eine Vorauswahl der zu lesenden Literatur treffen, die ggf. von den Teilnehmenden modifiziert und/oder ergänzt werden kann.

Anmeldung zur Lesereihe

Bei Interesse bitten wir um ein kurzes Motivationsschreiben von nicht mehr als einer Seite. Folgende Fragen sollten dabei als Orientierung dienen:

·       Worin begründet sich Dein Interesse an der Teilnahme am Kurs?

·       Was ist Dein Bezug zum Thema?

·       Was erhoffst Du Dir von der Teilnahme am Kurs?

Schickt Euer Motivationsschreiben bitte bis zum 17. Februar 2019 an rajanayagam@xartsplitta.net. Fragen bitte an: contact@xartsplitta.net.

Wir freuen uns auf Euch!

Iris Rajanayagam, Nicola Lauré al-Samarai, Fallon Cabral, Zara Zandieh


Informationen zu den Diskussionsveranstaltungen

Die Diskussionsveranstaltungen finden bei xart splitta statt.

  • 1. April 2019, 19h: Bewegungsgeschichte*n re/visited – 1970er bis Anfang der 1990er Jahre: Schwarze Communities und Communites of Colour:  Ausgangspositionen – Begegnungen –Erkundungen. Näheres hier.

Save the Date Winter School!

Den Abschluss der Reihe bildet eine zwei-Tägige Winter School, die am 15. und 16. November 2019 im Nachbarschaftshaus Urbanstraße, in Berlin-Kreuzberg stattfindet.

Nähere Informationen zu den Diskussionsveranstaltungen sowie zur Winter School findet ihr demnächst hier.

»Passing it On« wird von der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb gefördert.

 

 

DGS Kurs I mit Diana Spieß Frühling 2019

Dienstags, 19h, 05. März – 28. Mai 2019

Nach der großen Nachfrage im letzten Jahr, freuen wir uns auch dieses Jahr einen  DGS I Kurs mit Diana Spieß anbieten zu können. Der Kurs umfasst 10 Termine vom 05. März – 28. Mai 2019 und findet jede Woche Dienstags von 19:00 -20:30 Uhr in den Räumen von xart splitta statt (am 16.04. und 23.04 entfällt der Kurs) . In dieser ersten Kursstufe lernen die Teilnehmenden grundlegende Kenntnisse zur Deutschen Gebärdensprache wie das Fingeralphabet, Vokabeln, Fragewörter, Zahlen und einfache Sätze. Außerdem werden die Teilnehmenden in drei wichtigen Grundtechniken der Deutschen Gebärdensprache eingeführt: die visuelle Wahrnehmung, die Mimik und die nonverbale sowie gestische Kommunikation.

Bei Interesse und Fragen zu Kosten und Anmeldung, könnt Ihr Euch noch bis zum 22.2.2019 bei uns anmelden: contact@xartsplitta.net.

 

Zu Diana Spieß:

Bist DU taub? ICH bin es! „GEBÄRDENSPRACHE IST SPANNEND, VIELFÄLTIG UND WOW!“

Diana Spieß wuchs in einer tauben und gebärdensprachnutzenden Familie als taub Geborene auf. Sie ist auf dem Gebiet der Gebärdensprache Muttersprachlerin. Von frühster Kindheit an bestand ihr Interesse an einem Austausch mit der hörenden Welt. Nach einer Ausbildung und der beruflichen Tätigkeit als Sozialpädagogische Assistentin, qualifizierte sie sich erfolgreich zur Gebärdensprachdozentin. Seit dem ist sie neben vielen anderen Sozialen- und Schulprojekten im Bereich der Gebärdensprachvermittlung sehr aktiv.

Homepage: www.lebendige-gebaerden.de

What’s Up With Class?!

Nicht: ​Race vs. ​Klasse
Sondern: ​Race und ​Klasse!

Mittwoch 15. Mai 2019
9:30h – 18:00h

Ort: Nachbarschaftshaus Urbanstraße, Urbanstraße 21, 10961 Berlin.
Anfahrt: www.nachbarschaftshaus.de/kontakt/anfahrt/

Wir möchten das Gespräch über Klasse zurückfordern, denn jedes Gespräch über Klasse ist nicht vollständig, wenn wir nicht auch über Race, Gender, Behinderung, sexuelle Orientierung, Nationalität und Migrationsstatus sprechen.  In dieser ganztägigen Veranstaltung soll es darum gehen, einen Raum für Austausch zu eröffnen, um das Thema  Klasse/Klassismus aus einer intersektionalen Perspektive anzugehen. In unterschiedlichen Inputs, Workshops und Gesprächsrunden soll eine Reihe von Themen behandelt werden, bei denen es  um das Ineinandergreifen von Race und Klasse geht; dabei werden weitere Diskriminierungs- und Unterdrückungskategorien  mitgedacht. Thematische Schwerpunkte wären:

★ Verknüpfung von Kolonialismus, Rassismus und Kapitalismus
★ Care-Arbeit
★ Reproduktive Gerechtigkeit
★ Öffentlicher Raum

Bei allen Unterthemen geht es insbesondere um Fragen von Partizipation, Aus- und Einschlüssen sowie Zugangsbarrieren im  Kontext von Race und Klasse.  Unser Anliegen ist es, gewöhnliche Gespräche zum Thema Klassismus explizit um die Kategorie Race/Migration zu erweitern.  Es geht uns darum zu verdeutlichen, wie in unterschiedlichsten Bereichen sowohl auf institutioneller als auch auf struktureller  und alltäglicher Ebene Race und Class als soziale Kategorien miteinander verwoben sind.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation von xart splitta, dem Center for Intersectional Justice und dem Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung und wird zusammen mit dem Nachbarschaftshaus Urbanstraße (NHU) durchgeführt.

Sie findet im Rahmen des Shared Spaces Verbundprojekts der Heinrich-Böll-Stiftung statt.

Ablauf

9:30 – 10:00  Anmeldung

10:00 – 10:10  Begrüßung von xartsplitta und Center for Intersectional Justice (CIJ)

10:10 – 11:10  Erzählungen über Klasse mit
★ Emine Aslan
★ Sandra Selimović (Schauspielerin, Regisseurin und Sängerin)
★ Tuğba Tanyılmaz & Ed Greve (i-Päd und Migrationsrat Berlin)

11:15 – 12:00  Input zur Geschichte von Klasse, Migration, (Post)Kolonialismus und Rassismus mit Amel Ouaïssa

12:00 – 13:00  Mittagessen

13:00 – 14:30  Care-Arbeit
★ Input von Collectif 360° und Diskussion
★ Paralleler Workshop durchgeführt von Tuğba Tanyılmaz & Ed Greve

14:35 – 16:05  Reproduktive Gerechtigkeit
★ Input von Dinah de Roquet-Bons (Transgender Europe, Int. Committee on the Rights of Sex Workers in Europe & Global Network of Sex Work Projects) und Diskussion
★ Paralleler Workshop durchgeführt von Aylin Turgay (Alice-Salomon-Hochschule)

16:10 – 17:40  Öffentliche Räume
★ Input von Céline Barry (Each One Teach One und Kampagne “Ban Racial Profiling”) und  Diskussion
★ Paralleler Workshop durchgeführt von Saboura Naqshband (Berlin Muslim Feminists) & Amina Aziz (Podcasterin “Mit freundlichen Grüßen”)

17:40 – 18:00  Abschluss

19:00  Filmvorführung von “Remue-Ménage Dans La Sous-Traitance”

Kurzbeschreibung zum Film:
März 2002, Paris. Reinigungskräfte, die in Accor-Hotels arbeiten, streiken. Die meisten Streikenden  sind Frauen westafrikanischer Herkunft und kämpfen zum ersten Mal in ihrem Leben für ihre Rechte.  Der Film, der über einen Zeitraum von 4 Jahren gedreht wurde, skizziert verschiedene Kämpfe, bei  denen mit wenigen Ressourcen, aber einem zähen Willen, kollektiv organisierte Individuen das  Gesetz der Unterwürfigkeit, das in der Welt der Arbeit, insbesondere in der Arbeit unter Vertrag  genommen wird, durchbrechen.

**Wir weisen darauf hin, dass im Rahmen der Veranstaltung Foto-, Ton- und Filmaufnahmen für Veröffentlichungen der  Veranstalter*innen gemacht werden können.

Die Teilnahme zur Veranstaltung ist kostenfrei.
Anmeldung zur Veranstaltung ist erforderlich. Hier geht’s zur Anmeldung.

Programmflyer hier

Dissolving Territories Teil II

4+ Flughafen

Mittwoch, 22. Mai 2019, 19h, @ aquarium am Südblock

Gastgesprächspartnerin: Nahed Awwad

© Google Maps

Flughäfen werden oft als sogenannte nicht-Orte umschrieben. Doch was genau bedeutet dies?

Kein Flughafen der Welt kann heutzutage ohne eine Armada von Menschen, die hinter, vor und unter den Kulissen des regulären Flughafenbetriebs schuften, funktionieren. Flughäfen sind mittlerweile kapitalistische (privat) unternehmen, die nicht nur die Mobilität von Millionen von Menschen ermöglichen, sondern auch den Lebensunterhalt von Millionen von Menschen erwirtschaften. In vielen Orten sind Flughäfen wichtige Arbeitgeber*innen, die zehntausende von Menschen beschäftigen. Für sie ist der Flughafen weder ein

Durchgangstor noch ein Transitort ist: er ist ein Fixpunkt in ihrem Leben.

Doch nicht alle, die Flughäfen als Teil ihres Arbeitsalltags zählen, dürfen diese durch die gläsernen und futuristischen Eingänge schreiten, durch die reisende den Ort betreten und erfahren. Menschen, die im Niedriglohnsektor in Flughäfen arbeiten, beschreiten diesen durch zahllose Hintertüren, durch die sie auch wieder lautlos verschwinden sollen. hierzu gehören auch tausende von tamilischen Arbeiter*innen.

Sie sind heute als Putzkräfte, Gepäckabfertiger*innen oder Sicherheitsbeamt*innen in Flughäfen weltweit beschäftigt. ihre Hautfarbe oder vermeintliche Herkunft wurde zu ihrer uniform. Viele von ihnen sind ehemalige Asylbewerber*innen, die der rassistischen Verfolgung und dem Völkermord an dem tamilischen Volk in Sri Lanka mit Flugzeugen entkommen sind. Sie arbeiten heute oft genau an den Orten, an denen sie damals als reisende ohne Retourticket ankamen.

Was bedeutet es wenn Menschen, die damals Flughäfen betraten, um nirgends anzukommen, heute die reisen mobiler, privilegierter Staatsbürger*innen ermöglichen? Wenn Flughäfen nicht-Orte sind, sind sie dann nicht-Menschen?

Im Rahmen der Veranstaltung zeigen wir Ausschnitte aus dem Film »5 Minutes from Home« von Nahed Awwad: www.nahedawwad.com/5-minutes-from-home/

Die Veranstaltung findet in englischer Lautsprache statt. Der Veranstaltungsort ist barrierefrei.

Nahed Awwad ist eine unabhängige Filmemacherin; sie hat mit bekannten palästinensischen Filmemacher*innen, lokalen palästinensischen Fernsehsendern und später internationalen Netzwerken zusammengearbeitet. Im Jahr 2004 erhielt sie ihr Filmdiplom von der Europäischen Filmhochschule in Dänemark und hat acht Dokumentarfilme zwischen Experimental-, Kurz- und Spielfilm veröffentlicht. Awwads Filme wurden auf verschiedenen internationalen Filmfestivals gezeigt, darunter das HotDocs Filmfestival, Kanada 2013, das Dubai International Film Festival 2012, das Vision du Reel Film Festival, Nyon, Schweiz 2005 und 2008 und das Cannes Film Festival 2008 (Cinema Sud). Im Jahr 2009 erhielt sie den International Trailblazer Tribute -Middle East Trailblazer in MIPDOC.

»Dissolving Territories« Teil II wird gefördert von der Berliner Landeszentrale für politische Bildung.


Im zweiten Teil von »Dissolving Territories« werden aus einer dezidiert tamilischen Perspektive unterschiedliche Fragen im Kontext der gewaltvollen Vertreibung von Staatsgebieten und der Schaffung von neuer sozialen Landschaften, Infrastrukturen und Kommunikationskanäle beleuchtet und diskutiert. «Dissolving Territories« bemüht sich in der Bearbeitung und Analyse dieser Fragen gezielt eelam-tamilische Stimmen und Ansätze in den Mittelpunkt zu rücken; Stimmen und Lebenswelten, die seit jeher von ungehört bleiben. Mit dieser Reihe wollen wir Erinnerungskulturen und die Konstruktion von Narrativen durch die Linse eines tamilischen Standpunktes betrachten und damit den Versuch unternehmen, sowohl territorial und kulturgeographische Fragen zu erörtern, als auch lokale Mythen rund um die Themen Flucht und Widerstand in Deutschland zu dekonstruieren.