DGS 1 Kurs mit dem Team von Lebendige Gebärden I Frühling 2020

**Dieser Kurs findet online statt!**

Dienstags, 19:30h, 21. April – 30. Juni 2020
und
Mittwochs, 18:00h, 22. April – 01. Juli 2020

Auch in diesem Jahr, freuen wir uns einen DGS I Kurs mit Diana Spieß und dem Team von “Lebendige Gebärden” anbieten zu können. Jeder Kurs umfasst 10 Termine vom 21. April – 01. Juli 2020 (außer 23. Juni und 24. Juni) und findet jede Woche Dienstags von 19:30 – 21:00h und Mittwochs von 18:00 – 19:30h online statt. In dieser ersten Kursstufe lernen die Teilnehmenden grundlegende Kenntnisse zur Deutschen Gebärdensprache wie das Fingeralphabet, Vokabeln, Fragewörter, Zahlen und einfache Sätze. Außerdem werden die Teilnehmenden in drei wichtigen Grundtechniken der Deutschen Gebärdensprache eingeführt: die visuelle Wahrnehmung, die Mimik und die nonverbale sowie gestische Kommunikation.

Bei Interesse, Anmeldung und Fragen zu Teilnahmebedingungen, schreibt bitte bis zum 19. April 2020 eine Email an: contact@xartsplitta.net.


Zu Diana Spieß:

“Bist DU taub? ICH bin es! GEBÄRDENSPRACHE IST SPANNEND, VIELFÄLTIG UND WOW!”

Diana Spieß wuchs in einer tauben und gebärdensprachnutzenden Familie als taub Geborene auf. Sie ist auf dem Gebiet der Gebärdensprache Muttersprachlerin. Von frühster Kindheit an bestand ihr Interesse an einem Austausch mit der hörenden Welt. Nach einer Ausbildung und der beruflichen Tätigkeit als Sozialpädagogische Assistentin, qualifizierte sie sich erfolgreich zur Gebärdensprachdozentin. Seit dem ist sie neben vielen anderen Sozialen- und Schulprojekten im Bereich der Gebärdensprachvermittlung sehr aktiv.

Homepage: www.lebendige-gebaerden.de

#CommunitiesSolidarischDenken

Pattern by www.colourlovers.com/lover/timanttimaarit

 

Gefördert durch die LADS (Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung des Berliner Senats für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung) liegt unser Fokus ab 2020 auf der Frage wie wir #CommunitiesSolidarischDenken können.

 

Näheres dazu findet ihr bald unter den Menüpunkten Veranstaltungen und Projekte.


Was heißt für uns #CommunitiesSolidarischDenken?

 

  •  Räume: Um gemeinsam Wissen als marginalisierte Communities hervorzubringen, zu ergründen & zu teilen; voneinander und miteinander zu lernen und zu verlernen. 

 

  • Cross-Community: Miteinander und über Communities hinweg „Teile & Herrsche“ Mechanismen zu durchbrechen. Stattdessen Anerkennung & Empowerment mit und durch unsere verschiedenen und spezifischen Erfahrungen.

 

  • Allianzen: Für Bündnispolitiken und für die Entwicklung gemeinsamer Strategien, um sowohl auf unsere unterschiedlichen sowie gemeinsamen Realitäten aufmerksam zu machen.

 

  • Intersektional: Vielschichtig und mehrdimensional arbeiten; Leerstellen, Un_sichtbarkeiten und Überschreibungen hervorheben und mitdenken.

 

  • Kontinuitäten: Aus historischer Perspektive für ein solidarisches und transnationales Handeln.

 

  • Nachhaltig: Dokumentation und Veröffentlichung unserer Prozesse und Ergebnisse. 

Wir sehen uns in Deutschland sowie international mit stetig wachsenden rechtspopulistischen und rassistischen Tendenzen konfrontiert. Für uns sind die kontinuierliche Entwicklung neuer Perspektiven, Denkräume und Handlungsmöglichkeiten ein Weg damit umzugehen. Wichtig ist uns dabei, dass  unterschiedliche Formen von Diskriminierungen und Rassismen explizit benannt und in ihren geschichtlichen und strukturellen Verwobenheiten thematisiert und analysiert werden. Diese Arbeit innerhalb intersektionaler Bündnisse und Solidaritäten umzusetzen ist somit zentraler Ausgangspunkt.

Wir möchten Räume schaffen, in denen wir gemeinsam Wissen hervorbringen, austauschen und weitergeben können. Dadurch wollen wir hegemoniale Diskurse, die marginalisierte Perspektiven auf Geschichte, geschichtliche Entwicklungen und gegenwärtige Situationen zum Schweigen gebracht, überschreiben oder ausgelöscht haben, irritieren und durchbrechen. Die Momente und Strategien des Zusammenkommens und des (gemeinsamen) Widerstands im Kontext von Unterdrückungs- und Marginalisierungsverhältnissen sind für Analyse und Praxis bedeutsam.

Ein weiterer zentraler Baustein des Projektes ist die Eruierung der notwendigen Rahmenbedingungen für erfolgreiche Bündnispolitiken und Allianzen. Dies bedeutet zunächst auch bestimmte Repräsentationsmechanismen und Un_Sichtbarkeiten kritisch zu hinterfragen: Welche Perspektiven und Erzählungen werden wahrgenommen und welche verschwiegen oder überschrieben? Wo sind Leerstellen und wie können wir sie benennen? Eben diese Erzählungen gilt es nachzuspüren, wahrzunehmen und zu (re)zentrieren.

Für die Gestaltung und Durchführung des Projektes arbeiten wir eng mit unterschiedlichen Communities, in denen wir zum Teil selber verortet sind, zusammen. Bereits an einem frühen Stadium der Konzeptionierung arbeiten wir mit Hilfe von partizipativen Methoden, um so die Multiperspektivitäten und Mehrdimensionalitäten, die ein solches Vorhaben mit sich bringen muss, wiederspiegeln zu können.

 

Für Fragen, Kontakt und alles weitere: contact@xartsplitta.net

 

                  

Das Jahr neigt sich dem Ende…

2019 war ein sehr intensives Jahr für uns. Es haben viele schöne Dinge stattgefunden (einige Eindrücke findet ihr hier) und es gab einige strukturelle Veränderungen. Unter anderem haben wir jetzt einen tollen neuen Vorstand und auch unser Team hat mit Juliana Kolberg eine wunderbare neue Kolleg*in gefunden.

Wie viele von euch schon wissen, gab es 2019 leider auch schlechte Nachrichten. Uns wurden, nach langjähriger Förderung, die Gelder ab Februar 2020 gestrichen. Mehr dazu findet ihr hier.

Aber: die Hoffnung stirbt zuletzt und wir haben noch einen Hoffnungsschimmer. Wir halten euch auf dem Laufenden.

Bis dahin bedanken wir uns bei allen, die xart splitta zu dem machen/gemacht haben was es ist und insbesondere auch für die vielen bestärkenden, solidarischen und unterstützenden Resonanzen, die wir in Reaktion auf unsere Erklärung bekommen haben. Ohne euch wäre xart splitta nicht das was es ist. Wegen und mit euch wird es evtl. weitergehen…

Nun wünschen wir erstmal erholsame Tage und einen guten Start ins neue Jahr!

Euer xart splitta Team und Vorstand
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Erklärung zur Beendigung der Förderung von xart splitta

Liebe Unterstützer*innen, liebe Communities, liebe Freund*innen, lieber Besucher*innen, liebe alle,

leider müssen wir Euch mitteilen, dass unsere langjährige Grundförderung für das Jahr 2020 nicht verlängert wurde. Das bedeutet, wir werden im Februar 2020 unsere Arbeit beenden müssen. Wir sind fassungslos, traurig und wütend. Mit xart splitta schließt ein weiterer Raum, der einen Fokus auf intersektionalem Empowerment, Dekolonisierung und das (Re-) Zentrieren marginalisierter Perspektiven legt und von Schwarzen Menschen und People of Colour geleitet und gestaltet wird.

Was passiert ist:

Im Zuge der zahlreichen strukturellen wie personellen Veränderungen, die xart splitta im Jahr 2019 durchlaufen hat, wurde zuletzt auch ein neuer Vorstand gewählt und einberufen. Damit wurde xart splitta zum ersten Mal seit Bestehen des Vereins ein Raum, in dem ausschließlich BPoC das organisationale wie Inhaltliche Geschehen bestimmen.

Im Zuge dieser Änderungen wurde mehrmals versucht, Kontakt zu der Stiftung, die unsere Grundförderung stellte, aufzunehmen beziehungsweise Informationen bezüglich dieser zu erhalten. Aus Gründen, die uns vorenthalten wurden, wollte diese Stiftung anonym bleiben. Im Sommer diesen Jahres wurde xart splitta über ein altes Vorstandmitglied, welches direkten Kontakt zur fördernden Stelle hatte, aufgefordert, für das Förderjahr 2020 einen Weiterfinanzierungsantrag zu stellen. Dies haben wir getan. Der Antrag beinhaltete eine detaillierte Aufstellung der für das Jahr 2020 geplanten Vorhaben. Inhaltlich haben wir uns in Bezug auf diese Planung an unsere grundlegenden Ansätze und Zielsetzungen gerichtet: die Fortführung unserer bildungspolitischen, intersektionalen Empowermentangebote sowie der Ausbau unserer Vernetzungsarbeit und unserer diversen Kooperationen.

Uns wurde keine nachvollziehbare Begründung für den Entzug unserer langjährigen Förderung genannt. Leider reihen wir uns also nun in das momentane Projektsterben diverser zivilgesellschaftlicher intersektionaler und rassismus- und diskriminierungskritischer Vereine ein. Darüber hinaus schließt mit uns auch ein Raum, der inklusive der Toilette rollstuhlgerecht ist und immer offen war für die Nutzung externer affiliierter Gruppen. Unser Raum wurde jährlich von über zwanzig verschiedenen politischen Initiativen und Organisationen genutzt.

Trotz und neben unserer Erschütterung und Wut sind wir auch sehr dankbar. Und zwar für die Vielzahl an Menschen, die auf die eine oder andere Art und Weise dazu beigetragen haben, dass xart splitta zu dem geworden ist, was es mittlerweile ist: Ein Ort, an dem Intersektionalität und Dekolonisierung nicht nur theoretisch besprochen, sondern auch praktisch durch und mit den vielfältigen Perspektiven, die die Mitarbeiter*innen sowie viele weitere Personen hineingebracht haben, umgesetzt wurde.

Was nun ansteht:

Derzeitig bemühen wir uns, in der sehr knappen Zeit, die uns bis zum Jahresende bleibt, doch noch andere Mittel und Wege zu finden, um xart splitta am Leben zu erhalten. Da wir jedoch gerade nichts Konkretes in der Hand haben, wollten wir euch bereits jetzt über unsere Situation und das mögliche Ende von xart splitta informieren.

Wenn ihr konkrete Fragen dazu oder Anregungen habt, wie es nun weitergeht oder was wir vorhaben, kontaktiert uns gern (bis einschließlich Januar 2020) unter: contact@xartsplitta.net. Drückt uns die Daumen und schickt uns gern alle positiven Gedanken und Unterstützungen, die ihr euch vorstellen könnt.

Mit viel Dankbarkeit und Hoffnung,

xart splitta Team und Vorstand