Lesung und Gespräch – “Feministisch leben!” – Mit Sara Ahmed

Freitag, 22. Juni, 18h @ aquarium am Südblock, Skalitzerstraße 6, 10999 Berlin.

Wichtige Info: Die Veranstaltung ist ausgebucht. Ab jetzt setzen wir alle, die sich nach dem 15. Mai angemeldet haben auf eine Warteliste. Diejenigen, die sich ab dem 15. Mai 2018 registriert haben werden unter Umständen die Veranstaltung per Liveübertragung im Nebensaal verfolgen können. Bitte seid mindestens 15 Minuten vor Beginn der Veranstaltung vorort. Ab 18:05 Uhr werden nicht in Anspruch genommene Plätze an Personen, die auf der Warteliste stehen weitergegeben.
Wenn ihr keine Nachricht bei der Anmeldung vor dem 15. Mai bekommen habt, bedeutet es, dass ihr angemeldet seid.

Die Veranstaltung findet in englischer Lautsprache statt. Näheres dazu: www.xartsplitta.net/en/sara-ahmed/

Bei Bedarf kann eine Übersetzung ins Deutsche angeboten werden.

Wir bitten um verbindliche Anmeldung bis zum 15.06.2018 unter: www.xartsplitta.net/anmeldung/

Wer sich intensiver mit den Inhalten des Buches auseinandersetzen möchte ist gerne eingeladen zwischen März und Juni  am  gemeinsamen Lesen, Besprechen, Anknüpfen  teilzunehmen. Näheres dazu hier: www.xartsplitta.net/gemeinsam-lesen/

Näheres zu Sara Ahmed findet ihr auch unter ihrer Seite: www.saranahmed.com/

 

DGS Kurs mit Diana Spieß – 15.09.-17.11. 2018

Wir freuen uns den neuen DGS I Kurs mit Diana Spieß vorstellen zu können. Der Kurs hat 10 Termine vom 15. September bis 17. November 2018 und findet jede Woche am Samstag von 13-14:30 Uhr in den Räumen von xart splitta statt. In dieser ersten Kursstufe lernen die Teilnehmenden grundlegende Kenntnisse zur Deutschen Gebärdensprache wie das Fingeralphabet, Vokabeln, Fragewörter, Zahlen und einfache Sätze. Außerdem werden die Teilnehmenden in drei wichtigen Grundtechniken der Deutschen Gebärdensprache eingeführt: die visuelle Wahrnehmung, die Mimik und die nonverbale sowie gestische Kommunikation.

 

Zu Diana Spieß:

Bist DU taub? ICH bin es! „GEBÄRDENSPRACHE IST SPANNEND, VIELFÄLTIG UND WOW!“

Diana Spieß wuchs in einer tauben und gebärdensprachnutzenden Familie
als taub Geborene auf. Sie ist auf dem Gebiet der Gebärdensprache
Muttersprachlerin. Von frühster Kindheit an bestand ihr Interesse an
einem Austausch mit der hörenden Welt. Nach einer Ausbildung und der
beruflichen Tätigkeit als Sozialpädagogische Assistentin,
qualifizierte sie sich erfolgreich zur Gebärdensprachdozentin. Seit dem
ist sie neben vielen anderen Sozialen- und Schulprojekten im Bereich der
Gebärdensprachvermittlung sehr aktiv.

Homepage: www.lebendige-gebaerden.de

Kursanmeldung:

Die Teilnahmegebühr für den gesamten Kurs beträgt: 80,-€
Wir möchten auch Menschen die Teilnahme ermöglichen, die den Kurs aufgrund ihrer finanziellen Lage nicht bezahlen können. Dafür haben wir zwei Plätze. Weitere Informationen könnt Ihr unter contac@xartsplitta.net erhalten. Der Anmeldeschluss ist der 24. August 2018.

Verbindlich Anmeldung mit Überweisung der Gebühr bitte an: contact@xartsplitta.net

Kontoverbindung: xart splitta e.V.
IBAN: DE35 4306 0967 1143 0866 00
BIC: GENODEM1GLS
GLS Bank Bochum
oder über paypal an contact@xartsplitta.net

WICHTIG: Gebt bitte als Verwendungszweck “DGS-Kurs Spende” an.

 

Symposium: Neue Perspektiven auf Erinnerung(en).Narrative.Zukunft

Aus: “Decolonial Tours” (www.anguezomo-bikoro.com). © Jüdisches Museum Berlin, Foto: Jule Roehr

5. und 6. Juli 2018

Flyer_Neue_Perspektiven

In diesem zweitägigen Symposium, bestehend aus Vorträgen, Workshops, Gesprächsrunden und Performances, soll es darum gehen Rassismus und andere Formen von derzeit in Deutschland vorhandenen gesellschaftlich und institutionell produzierten Ausschlüssen & Diskriminierungen, sowie den Widerständen dagegen, durch eine ausdrücklich historische Perspektive zu betrachten und zu analysieren. Die Frage nach der Rolle von Archivierung und Dokumentation im Kontext von rassismus- & diskriminierungskritischen sowie anti- und dekolonialen Widerstandstrategien soll ins Zentrum gerückt werden und der „Blick zurück“ in diesem Kontext Basis und Ausgangspunkt für potentielle Ausblicke in die Zukunft sein. Wichtige Fragen, die in diesem Kontext gestellt werden sind:

  • Müssen neue Formen der Interventionen, der Bündnisschließung, der Handlungsstrategien im Umgang mit Diskriminierung, Hass und politisch motivierter Gewalt in all ihren Formen gefunden werden?
  • Was können wir aus vergangenen Erfahrungen und Praktiken lernen?
  • Wie kann Erinnerung zugleich ein Blick in die Zukunft sein?
  • Und welche Rolle spielt hier eine Zusammenarbeit von Akademiker*innen, Aktivist*innen, Künstler*innen,… über verschiedene Generationen hinweg?

Das Symposium soll ebenso aufzeigen, inwieweit eine historische Perspektivierung Ansätze für ein besseres Begreifen und die Analyse gegenwärtiger gesellschaftlicher Verhältnisse bieten kann. Gleichzeitig sollen Lösungsmöglichkeiten und Handlungsspielräume entwickelt werden. Nicht zuletzt soll mit dem Symposium auch der Versuch unternommen werden die gewaltvolle koloniale Geschichte der Archivierung zu beleuchten und diese mit Gegennarrativen zu durchbrechen.

Wir freuen uns auf ein Keynote-Gespräch mit Nikita Dhawan, Fatima El-Tayeb und Macarena Gómez-Barris (Moderation: Emilia Roig), auf den Publikations-Launch von Geschichte Schreiben (Neue Rundschau 2018/2), herausgegeben von Sharon Dodua Otoo und Manuela Bauche, sowie auf viele, weitere Gäste.

Näheres zum Programm hier: www.xartsplitta.net/programm_neue_perspektiven/


Eine Veranstaltung von: xart splitta e.V.

In Kooperation mit und veranstaltet im:

Nachbarschaftshaus Urbanstraße, Urbanstraße 21, 10961 Berlin. Anfahrt: www.nachbarschaftshaus.de/kontakt/anfahrt/

 

Gefördert von:

Senatsverwaltung für Kultur und Europa

 

Mit freundlicher Unterstützung von:

 

Publikations-Launch!

Sita Ngoumou: 14. Juli 1884

Geschichte Schreiben (Neue Rundschau 2018/2), hg. von Sharon Dodua Otoo und Manuela Bauche

Donnerstag, 5. Juli, 17 Uhr im Rahmen des Symposiums “Neue Perspektiven”

(www.xartsplitta.net/symposium-neue-perspektiven/)

Hegemoniale Geschichtserzählungen – etwa über den Kolonialismus – geraten zuletzt zunehmend ins Wanken, werden umgeschrieben und neu perspektiviert. Das geschieht aber nicht von selbst, sondern wird auch durch die jahrelangen Kämpfe von Aktivist*innen, beispielsweise Initiativen Schwarzer Menschen und weiterer People of Colour, vorangetrieben. Wie lässt sich Geschichte anders schreiben? Ist historisches Unrecht vergleichbar? Lässt sich Geschichte nicht auch dezentriert und komplex erzählen?

Für die neueste Ausgabe der Zeitschrift Neue Rundschau (S. Fischer Verlag) haben die Autorin Sharon Dodua Otoo und die Historikerin Manuela Bauche Schriftsteller_innen, Künstler_innen und Akademiker_innen nach ihren Visionen vom “Geschichte Schreiben” gefragt. Im Launch stellen Otoo und Bauche  – gemeinsam mit Clementine Ewokolo Burnley, Anna Kim, Philip Kojo Metz, Musa Okwonga, Sita Ngoumou und Isidora Randjelović, die einige der insgesamt dreißig Beitragenden sind –  das Heft vor.

Ablauf

  • Einführung | Sharon Dodua Otoo & Manuela Bauche”One Day for the Owner” | Clementine Burnley
  • “1000 Pages” | Philip Kojo Metz
  • “Alfreda Noncia Markowska“ | Isidora Randjelović
  • “14 Juli 1884” & “Selbstbildnis–Fremdbildnis” | Sita Ngoumou
  • “Unbequeme Geschichte” | Anna Kim
  •  “Black Gravity“ und mehr | Musa Okwonga

Beitragende

Sharon Dodua Otoo schreibt Geschichten. Sie ist Schwarze Britin, Mutter, Aktivistin, Autorin und Herausgeberin der englischsprachigen Buchreihe “Witnessed” in der edition assemblage. Ihre neueste Veröffentlichung “die dinge, die ich denke, während ich höflich lächle…” und “Synchronicity. Zwei Novellen” erschein 2017 in Fischer Verlag. Sie hat mit dem Text “Herr Gröttrup setzt sich hin” den Ingeborg-Bachmann-Preis 2016 gewonnen.

Manuela Bauche rekonstruiert Geschichte. Sie ist Historikerin und hat zur Geschichte des deutschen Kolonialismus geforscht und veröffentlicht. Ihre Dissertation Medizin und Herrschaft. Malariabekämpfung in Kamerun, Ostafrika und Ostfriesland (1890–1919) erschien 2017 im Campus-Verlag. Als Referentin für politische Bildung hat sie zudem Projekte zur Auseinandersetzung mit Kolonialgeschichte geleitet, als Aktivistin engagiert sie sich für eine aktive Erinnerung an deutschen Kolonialismus, u.a. mit www.kolonialismusimkasten.de. Derzeit forscht sie am Museum für Naturkunde Berlin über die Geschichte naturkundlicher Expeditionen im Kalten Krieg.

Clementine Ewokolo Burnley lebt als Wahl-Berlinerin in der Stadt, in der auch ihr erster Roman Scatterchild spielt. Geboren in der ehemaligen deutschen Kolonie Kamerun und aufgewachsen in Großbritannien, beschäftigt sich die Autorin und Medienwissenschaftlerin in ihrer Arbeit mit den Themen Verlust, Überleben und Interkulturalität. Sie hat u.a. veröffentlicht bei edition assemblage, Teamangelica Press, im Versal Journal, in The Feminist Wire und im Parabola Magazine. 2017 war sie nominiert für den Bristol Short Story Prize und Finalistin für das Miles Morland Stipendium. Sie twittert unter @decolonialheart.

Anna Kim, geboren 1977 in Südkorea, lebt und arbeitet in Wien und Berlin. Letzte Veröffentlichungen: “Anatomie einer Nacht” (2012), “Fingerpflanzen” (2017) und “Die große Heimkehr” (2017). Für ihr Werk erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien, zuletzt den Literaturpreis der Europäischen Union 2012.

Isidora Randjelović Studium der Sozialpädagogik/Sozialen Arbeit und jahrelange Tätigkeit als Sozialpädagogin im Bereich der Jugendhilfe und in der politischen Bildungsarbeit. Gegenwärtig leitet sie das Feministische Romnja Archiv RomaniPhen in Berlin. Nebenberuflich lehrt sie an der Alice-Salomon-Hochschule zu Rassismus und Migration. Inhaltliche Arbeitsschwerpunkte und Publikationen fokussieren den Rassismus gegen Rom*nja und Sinte*zza sowie deren bürgerschaftliches Engagement und aktuelle soziale Bewegungen, Empowermentperspektiven, kritische Soziale Arbeit und feministische Analysen. Sie engagiert sich in der IniRromnja, einem Netzwerk Berliner Sinti- und Romafrauen*.

Musa Okwonga ist Dichter, Journalist und Musiker. Er studierte Jura in Oxford, bevor er eine Laufbahn als Rechtasanwalt aufgab, um Dichter zu werden. Er gewann die WHSmith Young Writers Competition 1996 und schrieb zwei Bücher über Football, wobei das erste, “A Cultured Left Foot”, für den William Hill Sports Book of the Year Award 2008 nominiert war. Er schreibt für The Economist, The New York Times, The New Statesman, Al-Jazeera, Foreign Policy, and The Guardian. Musa Okwongas Musik wird gespielt von BBC Radio One, BBC6 Music and Xfm, das Q Magazine nannte den Sänger “a globe-trotting Mike Skinner” und er ist eine Hälfte des future blues outfit BBXO. (Übersetzung Petra Gropp)

Philip Kojo Metz; Nach dem Studium der Fotografie studierte Philip Kojo Metz Bildhauerei an Akademie der bildenden Künste in München und schloss als Meisterschüler ab. In den Jahren nach der Akademie erlangte er zahlreiche nationale und internationale Förderungen und Stipendien ist inzwischen in internationalen Ausstellungen vertreten. Sein Projekt “Adler Afrika”, aus dem die hier vorgestellte Arbeit stammt, fand in den letzten Jahren international Beachtung. Sein zentrales Thema ist in diesem Arbeitszyklus, vor einem authentischen Hintergrund die Geschichte Deutschlands in verschiedenen afrikanischen Ländern zu erforschen – sozusagen einem “verborgenen” Teil der deutschen Geschichte. Philip Kojo Metz lebt und arbeitet in Berlin.

Sita Ngoumou ist praktizierende Frauenärztin im Saarland und seit 2007 parallel als bildende Künstlerin tätig. Sie ist in Yaoundé (Kamerun) aufgewachsen, Tochter eines kamerunischen Vaters und einer deutschen Mutter. Ihre Bilder erzählen Geschichten, die u.a. von Identität und Transkulturalität handeln. Dafür bedient sie sich verschiedener Techniken. Sie bevorzugt die Malerei und das Zeichnen, verwendet aber auch Siebdruck, Kollagen und digitale Bildtechniken.