Stellenausschreibung für die Projektleitung bei xart splitta

xart splitta e.V. sucht – vorbehaltlich der Finanzierung – ab dem 01. September 2021 bzw. zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Person zur Projektleitung und Geschäftsführung.

xart splitta ist eine Berliner Organisation mit einem Schwerpunkt auf die Themen Intersektionalität, post- und dekoloniale Theorie und Praxis, Erinnerungskulturen sowie Empowerment.

Die Stelle ist zunächst bis Dezember 2022 befristet, eine Verlängerung wird angestrebt. Es handelt sich um eine Teilzeitstelle mit 30-33 Stunden wöchentliche Arbeitszeit und einer Bezahlung in Anlehnung an 13 TVL.

Anforderungsprofil

  • Hochschulabschluss (M.A., Magister oder vergleichbar) bspw. in den Fächern Geschichte, Sozialwissenschaften, Kulturwissenschaften, Ethnologie, Politik, Gender Studies oder Vergleichbares
  • Mindestens ein Jahr Erfahrung in der Leitung von Projekten und im Projektmanagement
  • Mindestens ein Jahr Erfahrung in der Konzeption und Weiterentwicklung von Veranstaltungsprogrammen
  • Sehr gute Kenntnisse zu den Themen Intersektionalität, Black Feminist Thought, rassismus- und diskriminierungskritische Theorie und Praxis, post- und dekoloniale Theorie und Praxis, Empowerment sowie Kenntnisse zu den damit verbundenen aktuellen wissenschaftlichen und öffentlichen Diskursen
  • Erfahrung im Transfer und in der Verbindung von Theorie und Praxis
  • Erfahrung und gute Kenntnisse in den Bereichen Controlling, Finanzverwaltung und Buchhaltung, Akquise und Verwaltung von Drittmitteln sowie in der Vereinsarbeit
  • Sehr gute Erfahrung in Community-basierter Arbeit und mit kollaborativen Methoden der Projekt- und Programmentwicklung
  • Erfahrung sowohl mit dem Arbeiten in Teams als auch mit eigenständigem und eigeninitiativem Arbeiten
  • Vertraut mit der Arbeit und Reflektion in einem BIPoC Team und Vorstand
  • Sehr gute Kenntnisse der englischen Sprache in Wort und Schrift
  • Sehr gute Kenntnisse im Verfassen von öffentlichkeitswirksamen Texten
  • Erfahrungen mit Öffentlichkeitsarbeit

Überdies erfordert die Stelle:

  • Ein hohes Maß an Empathie und Einfühlungsvermögen
  • Kreativität und Flexibilität
  • Ein hohes Maß an strukturiertem und zielgerichtetem Arbeiten
  • Sehr gute Kenntnisse im Umgang mit MS-Office, gängigen Online-Conferencing-Tools und allen gängigen Social Media Kanälen
  • Wertschätzende Kommunikation

Aufgabengebiete umfassen unter anderem:

  • Projektleitung des von der Berliner Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung (LADS) geförderten Projektes #CommunitiesSolidarischDenken
  • Co-Leitung des von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) finanzierten Projektes The Living Archives
  • Programmentwicklung und damit verbunden die Einwerbung von Drittmitteln
  • Konzeption und Durchführung von Einzelveranstaltungen und Projekten
  • Personalverantwortung
  • Kommunikation mit dem Vorstand des Vereins als auch mit der Berliner Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung der Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung
  • Lobbyarbeit
  • Netzwerkarbeit
  • Vertretung des Vereins und seinen Projekten nach außen

Wir möchten insbesondere queere BIPoC zu einer Bewerbung ermutigen!

Aussagekräftige Bewerbungen mit allen üblichen Anlagen bitte bis zum 29.07.2021 als eine PDF an: contact@xartsplitta.net.

Weitere Informationen zum Verein unter: www.xartsplitta.net.

Die Bewerbungsgespräche finden voraussichtlich am 02. und 03.08.2021 statt.

Wir freuen uns auf eure Bewerbungen!

OFFENER BRIEF: Atlanta – War da was?

In Solidarität mit den rassistisch und sexistisch angegriffenen Asiatischen Communities veröffentlichen auch wir hier den offenen Brief vom 16. April 2021 der Projektgruppe des Asian Film Network (BAFNET), Deutsche Asiat*innen Make Noise (DAMN*), DIASPOR.ASIA, ichbinkeinvirus.org und korientation. Netzwerk für Asiatisch-Deutsche Perspektiven e.V.:

For Daoyou Feng, Hyun Jung Grant, Suncha Kim, Soon Chung Park, Xiaojie Tan and Yong Ae Yue 

Offener Brief 

Atlanta – War da was?
Gegen anti-asiatischen Rassismus und gesellschaftliches Schweigen! Für interkommunale Solidarität und dekoloniales Gedenken!

Heute genau vor einem Monat wurden am 16. März 2021 sechs asiatische Migrantinnen aus China und Korea sowie zwei weiße Klient*innen in drei asiatischen Massagesalons in Atlanta (Georgia) durch einen jungen weißen christlichen Fundamentalisten ermordet. Aktive aus asiatisch-diasporischen Communities veranstalteten am 23. März 2021 eine Gedenkfeier für die Opfer der rassistischen und sexistischen Attacken an der Friedensstatue gegen sexualisierte Gewalt an Frauen in Berlin. Außerdem fand  am 28. März 2021 eine Kundgebung vor dem Brandenburger Tor gegenüber der U.S.-Botschaft statt.

Wir sind diverse Menschen mit unterschiedlichen Geschichten aus verschiedenen asiatisch-deutschen Communities wie aus anderen asiatischen Diasporen. Wir solidarisieren uns aus einer transnationalen Perspektive mit den asiatisch-amerikanischen Communities. Mit unserem politischen Handeln wollen wir einen Beitrag leisten, anti-asiatischen Rassismus sichtbarer zu machen und unsere Perspektiven dagegen setzen. Dies kann nur im Zusammenhang mit der Bekämpfung von anderen Formen von Rassismus sowie Sexismus und Klassismus erfolgen! 

Mit Bestürzung müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass die gesellschaftspolitische Bedeutung dieses anti-asiatischen Massenmords weder in den USA und noch weniger in Deutschland tatsächlich anerkannt wird. Politisch wurde das Massaker an unschuldigen und unbewaffneten Opfern bisher nicht als terroristischer Anschlag gewertet und strafrechtlich auch nicht als “racial hate crime” verfolgt. Dabei steht außer Frage, dass die Mordtat geplant war und mit menschenverachtender Brutalität auf asiatische Frauen in asiatisch-diasporischen Räumen zielt. Angesichts der Tragweite dieses Ereignisses sind wir enttäuscht und wütend, aber nicht überrascht, dass ein Großteil der deutschen Medien nur spärlich über dieses Ereignis berichtet und unzureichend über historische wie gesellschaftliche Hintergründe informiert. Auch die deutsche Politik und Gesellschaft hat diese Morde nicht zur Kenntnis genommen. Damit setzt sich eine Tradition fort, in der anti-asiatischer Rassismus in der Gesellschaft systematisch unterschätzt, meist institutionell negiert und immer noch zu oft unsichtbar gemacht wird.

Wir weigern uns, als Sündenbock für die Corona-Pandemie instrumentalisiert zu werden. Mehr als 3.750 Angriffe gegen Asian Americans wurden seit Anfang 2020 in den USA verzeichnet. Auch in Deutschland sind verbale und körperliche Angriffe auf asiatisch wahrgenommene Menschen sprunghaft angestiegen. Dass erst jetzt mit der statistischen Erhebung zu anti-asiatischem Rassismus begonnen wird, ist bezeichnend. Dabei ist anti-asiatischer Rassismus auch in Deutschland kein neues Phänomen. Spätestens mit der deutschen Kolonialisierung chinesischer und pazifischer Gebiete im 19. Jahrhundert etablierte sich in Deutschland ein systemischer anti-asiatischer Rassismus. Die rassistischen Pogrome 1991 in Hoyerswerda und 1992 in Rostock-Lichtenhagen, sowie die Ermordung etwa von Nguyễn Ngọc Châu und Đỗ Anh Lân 1980 in Hamburg, Phan Văn Toản 1997 in Fredersdorf, Duy-Doan Pham 2011 in Neuss und die Vergewaltigung sowie der Mord von Yangjie Li 2016 in Dessau verweisen auf historische Zusammenhänge. Unser Engagement gegen anti-asiatischen Rassismus ist grundlegend mit anti-rassistischen Kämpfen und historischen Erfahrungen von anderen Communities of Color verbunden. Dazu gehört beispielsweise die Auseinandersetzung mit dem NSU-Terror, dem Anschlag von Hanau oder unser Support für die Black Lives Matter-Bewegung. 

Ein Jahr nach dem rassistischen Terroranschlag in Hanau gibt es immer noch keine bundespolitische Gesamtstrategie gegen Rassismus. Weiterhin bleibt unklar, wie die vom Kabinettausschuss gegen Rechtsextremismus und Rassismus vorgelegten Maßnahmen umgesetzt werden sollen. Auch die Blockade des Demokratiefördergesetzes durch die CDU bringt einmal mehr zum Ausdruck, dass dem Kampf gegen Rechtsextremismus und Rassismus keine Priorität eingeräumt und das Engagement von zivilgesellschaftlichen Organisationen nicht gewürdigt wird. 

Weiterlesen …OFFENER BRIEF: Atlanta – War da was?

Broschüre 2020

#CommunitiesSolidarischDenken – Überlegungen zu nachhaltiger Community-Zusammenarbeit

2020 ist das Jahr, in dem wir uns bei xart splitta schwerpunktmäßig mit dem Projekt #CommunitiesSolidarischDenken beschäftigt haben. Nicht nur geht es hier um einen Versuch, Community-übergreifend zu arbeiten, sondern auch bewusste Community-Verbindungen zu schaffen. Dazu gehört, Unterschiede und Gemeinsamkeiten in unseren Communities zu thematisieren, um dadurch Handlungsstrategien für Community-übergreifende Zusammenarbeit (weiter) zu entwickeln.

Dies haben wir für euch in unserer Broschüre #CommunitiesSolidarischDenken – Überlegungen zu nachhaltiger Community-Zusammenarbeit zusammengefasst, welche hier als download verfügbar ist.

Wenn ihr eine Print-Version haben möchtest kontaktiert uns unter contact@xartsplitta.net.

Broschüre #CommunitesSolidarischDenken 2020

It’s About Our Booties – BLACK ENERGY – Workshop 6

With Paula Azeviche and Ford Kelly

19th & 20th of September 2020 // 11 – 18 h

Dieser Workshop wird in englischer Lautsprache stattfinden, die Workshopleitenden sprechen auch: deutsch, spanisch und portugiesisch (Lautsprachen).

You can find information about registration here for German or here for English. Please check this out before you register. Deadline for registration is 13.09.2020.


What does Black Energy mean to us in the context of Black Rage, Black Rest, Black Spirituality and Black Love?

This Workshop is about harvesting our energy as Black Trans*, Inter, Non_binary, Genderqueer, Agender People where we will explore ways in which this energy effects us as we use movement, sounds, meditations, discussions and experimentations as well as drawing and sharing music to guide us within Black Energy.

Black Energy is a experience that will give us internal tools to navigate our external worlds. It is a preparation for how important it is to find our own energy, and how our own energy can transform our own world. 

It is an exercise for self empowerment, growth, healing, resilience, creativity and give us strength to exist as Black Bodies in movement. 


For: Black People, all bodies welcome.

The workshop will take place in English spoken language. The facilitators also speak German, Spanish and Portuguese (spoken language). 

This is an online workshop.


 Paula Azeviche holds a Master’s degree in Ethnology and African Studies from the Faculty of Humanities, 2011 and a Bachelors degree in Education from the Faculty of Education, 2007. Her experience is concentrated in the field of human sciences, with special emphasis on racism and antiracism praxis in education and diversity. She is a pedagogical consultant and art educator.

Ford Kelly is a Black Alien Queer Trans* Artist / Facilitator who lives and works in Berlin. Ford’s experience is concentrated between the fields of design, Cultural Production and dance/movement research. All with a focus on Black Queer Spaces in Berlin.


Diese Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes #CommunitiesSolidarischDenken statt und wird gefördert durch die LADS.

It’s About Our Booties – Do it the Body Positive Way! – Workshop 2

Körperdiverse Reaktionen auf Körpernormierungen

Mit SchwarzRund

05. & 06. September 2020 // 11 – 18h

Informationen zur Anmeldung findet ihr hier. Bitte guckt euch dies vor einer Anmeldung an. Anmeldeschluss ist der 23.08.2020.

**Danke an Matthew Harrison für das Video in Gebärdensprache!**


Körperdivers in dieser Gesellschaft fühlt sich ganz unterschiedlich an, je nachdem ob du zusätzlich Rassismus, cis_hetero_Sexismus, Klassismus und Diskriminierung mit Bezug auf Körper und Psyche erfährst. Körperdiversität; groß, klein, dünn, dick, (Cis)-Norm- Schön oder eben nicht, queer-dresscode erfüllend, femme oder butch… all dies wirkt sich auf unser Erleben des Alltags aus, Körper werden genormt, die dadurch produzierten Ausschlüsse hinterlassen Verletzungen, bringen aber auch eine Vielfalt von Handlungsansätzen mit sich.
Wie wird Gesundheit und Schönheit konstruiert und was sind die Auswirkungen für Schwarze Menschen und PoC? Woher kommen eigentlich die Konzepte, die uns so täglich nerven und wer profitiert davon? Hattet ihr Momente, wo ihr euch stark gefühlt habt? Wie können wir uns selbst und andere unterstützen?

Die Ziele des Workshops sind das Teilen von Erfahrungen, um dann daraus Handlungsstrategien zu entwickeln und uns unserer Handlungsmacht bewusster zu werden.


Für: Schwarze Menschen/Indigene Menschen/Personen of Color, die behindert werden. Schlanke & dicke_fette Körper sind gleichermaßen willkommen.

Dieser Workshop wird in deutscher Lautsprache gehalten. Meldet euch bei uns, wenn ihr eine Übersetzung in die Deutsche Gebärdensprache benötigt!
Der Workshop wird online stattfinden.


SchwarzRund kam als Schwarze Deutsche Dominikaner*in mit drei Jahren nach Bremen, lebt seit über einem Jahrzehnt in Berlin. Seit 2013 publiziert sie auf ihrem Blog schwarzrund.de und in diversen Magazinen und Anthologien. Mehrdimensionale Lebensrealitäten inner- und außerhalb von Communitys verhandelt sie in Performance-Texten, Gemälden, Vorträgen, Visual DJ-Sets, Zines und Workshops. Ihr akademischer Forschungsschwerpunkt sind Interventionsformen. 2016 erschien ihr a

froqueerer Roman BISKAYA, derzeit arbeitet sie an ihrem nächsten großen Romanding.

 

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