Informationen zu den Referent*innen

Edna Bonhomme ist eine antikoloniale Aktivistin, Historikerin, Schriftstellerin, Kuratorin und Pädagogin. Edna promovierte in Geschichte/Wissenschaftsgeschichte an der Princeton University und ihre Arbeit befragt Krankheit, Geschlecht, Überwachung und Verkörperung. Ihre Multimedia-Stücke sind in Galerieräumen in Prag und Wien erschienen. Als Schwarze, queeres, feministisches und postkoloniales Subjekt wird ihr Aktivismus und ihre Projekte von diasporischen Futurismen, Kräuterheilungen und bionischen sein geleitet.

Clementine Ewokolo Burnley ist in der ehemaligen deutschen Kolonie Kamerun geboren und aufgewachsen. Sie lebt heute in Berlin und Limbe, Kamerun. Sie ist Schriftstellerin, Dichterin, Aktivistin und Mutter. Seit 2000 arbeitet Clementine als (kritische) Entwicklungskooperationsforscherin und Beraterin in England, Italien und Deutschland. In ihrem Leben und Werk lernt Sie stetig von den Personen um sich herum mit Vergnügen durch Diskriminierung erlittene Schäden zu überwinden.

Jihan Dean

Saraya Gomis Lehrende und Lernende

Moshtari Hilal studierte in Hamburg Nahost-Studien und Politik mit den Schwerpunkten Postkoloniale Theorie und feministische Geistesgeschichte. Mit ihrem oft semi-autobiographischen Werk will sie ein Verständnis für die Komplexität marginalisierter Identitäten schaffen und eine alternative Bildsprache anbieten. Ihre Porträts untersuchen die Möglichkeiten von Schönheit und Geschichtenerzählen in einem politischen Umfeld durch Gesichter. Die Arbeiten von Moshtari Hilal wurden in Deutschland, Afghanistan, Dänemark, Schweden, den USA und Kanada gezeigt und auch in lokalen und transnationalen Publikationen wie The Carton, OOMK, Missy Magazine, das Kursbuch und Das Wetter veröffentlicht.

Christiane Hutson wurde als junge Erwachsene Schwarze Hetera of Color in der Familiengründungsphase sichtbar krank. Vor diesem Hintergrund gaben ihr die Überlegungen aus der Postkolonialen Theorie, dem Disability Justice Aktivismus, den Queer und Gender Studies, sowie aus den Disability Studies Bezugsrahmen, Referenzpunkte und Perspektiven an die Hand, die sie auf zweierlei Weise nutze: Zum einen (rein praktisch) um ihre erste Schwangerschaft durchzusetzen. Zum anderen um den Erfahrungen be_hinderter und kranker People of Color einen Ort geben zu können, an dem diese Erfahrungen mitgeteilt / miteinander geteilt werden können. Um diesen Ort geht es Christiane Hutson, wenn sie in ihren Artikeln, Vorträgen, Lehrveranstaltungen und Workshops die Verwobenheit von Rassismus und Ableism veranschaulicht.

Zuher Jazmati ist Aktivist, Campaigner und DJ. Er ist in Berlin geboren und ist in Saudi Arabien aufgewachsen. Er hat in Marburg und Kairo seinen B.A. gemacht und an der London School of Economics (LSE) seinen M.Sc. in Empires, Colonialism and Globalisation absolviert. Zur Zeit ist er Campaigner bei der deutsch-syrischen NGO Adopt a Revolution und Vorstandsmitglied bei TakeOver – Verein für intersektionale Kampagnenarbeit. Seine Spezialgebiete sind (die Intersektionen von) antimuslimischer Rassismus, Queerfeintlichkeit, Dekolonisierung und koloniale Kontinuitäten.

Katja Kinder ist Schwarze deutsche Erziehungswissenschaftler*in. Sie ist stellverstretende Geschäftsführer*in der RAA Berlin und ist Mitbegründerin von ADEFRA. Freiberuflich ist sie u. a. seit über 20 Jahren als Empowerment- Trainerin und transkulturelle Konfliktmediatorin mit einer Schwarzen intersektional-feministischen und rassismuskritischen Perspektive tätig.

Saideh Saadat-Lendle leitet den Antidiskriminierungs- und Antigewaltbereich der Lesbenberatung Berlin e.V. – LesMigraS. Sie ist Psychologin, Diversity-Trainerin und freiberufliche Dozentin zu den Schwerpunkten Mehrfachdiskriminierung, Rassismus, Geschlecht/Gender, sexuelle Lebensweisen, sowie Sprache und Diskriminierung.

Saboura Naqshband studierte Arabistik, Politikwissenschaft und Sozial- und Kulturanthropologie in London, Kairo und Berlin. In Berlin und bundesweit ist sie als Antidiskriminierungs- und Empowerment-Trainerin tätig, v.a. für  Vereine von und für LSBTI*Q-Geflüchtete und Migrant*innen, und als Übersetzerin für w_orten und meer, Verlag für antidiskriminierendes Handeln. Sie arbeitet v. a. zu den Themen (anti-muslimischer) Rassismus, Muslimischer Feminismus und Religion, Gender und Sexualität und übersetzte Lana Sirris 2017 erschienenes Buch „Einführung in islamische Feminismen“ ins Deutsche.

Onur Suzan Nobrega ist Dozentin am Institut für Soziologie, Schwerpunkt Kultur und Migration der Goethe-Universität Frankfurt. Sie promovierte an der Goldschmiede der University of London in Medien und Kommunikation mit einer Arbeit zum Thema »Postmigrantisches Theater und kulturelle Vielfalt in den Künsten« (»Postmigrant Theatre and Cultural Diversity in the Arts: Race, Precarity and Artistic Labour in Berlin«). Vor und neben der Wissenschaft arbeitete sie als Journalistin (die taz), Tourmanagerin für das schwarzdeutsche Musikprojekt Brothers Keepers, Kuratorin für das Postmigrantische-Theater Ballhaus Naunynstraße Berlin und als Projektpartnerin, Organisatorin und Dozentin für das Museum für Gegenwartskunst und für das Community College der Kunsthalle Mannheim für die Bereiche Kunst, Medien und Kreativwirtschaft.

Rena Onat ist Kunst- und Medienwissenschaftlerin und interessiert sich für Queer of Color Kritik in der visuellen Kultur. Sie positioniert sich als türkeistämmige Femme of color und arbeitet zurzeit an ihrer Doktorarbeit zum Thema „Strategien des Widerstands, des Empowerments und des Überlebens in den Werken queerer Künstlerinnen of Color im deutschen Kontext”. Sie ist Lehrbeauftragte an der Alice-Salomon-Hochschule Berlin und war bis Mai 2019 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Medienwissenschaft an der HBK Braunschweig und davor wissenschaftliche Mitarbeiterin im Helene-Lange-Kolleg Queer Studies und Intermedialität an der Uni Oldenburg.

Isidora Randjelović ist Dipl. Sozialpädagogin und Sozialarbeiterin. Sie ist Leiterin des feministischen Romnja* Archiv RomaniPhen. Sie schreibt über Verflechtungen im Schnittpunkt von race und gender so wie Bewegungen und Selbstorganisation und engagiert sich in der IniRromnja. Isidora Randjelović ist Lehrbeauftragte an der Alice-Salomon Hochschule Berlin und Mitglied des Vorstands von RomaniPhen e.V.

Sasha Marianna Salzmann ist Dramatikerin, Essayistin, Kuratorin und Romanautorin. Sie studierte Szenisches Schreiben an der Berliner Universität der Künste. Ihr Stück Muttermale Fenster blau wurde 2012 mit dem Kleist-Förderpreis, ihre Arbeit Muttersprache Mameloschn 2013 mit dem Ehrenpreis vom Publikum der Mülheimer Theatertage ausgezeichnet. Sie ist seit der Spielzeit 2013/14 Hausautorin am Gorki und war bis 2015 Künstlerische Leiterin des Studio Я. Ihre Theaterstücke sind international aufgeführt und mehrfach ausgezeichnet. 2016 war sie die Mitinitiatorin von Desintegration, einem Kongress zeitgenössischer jüdischer Positionen im STUDIO Я. Ihr 2017 erschienener Debütroman AUSSER SICH, der  von einem Zwillingspaar handelt, das erst in einer kleinen Zweizimmerwohnung im Moskau der Postsowjetjahre aufwächst und dann in einem Asylbewerberheim in der westdeutschen Provinz, wurde u a. mit dem Mara-Cassens-Preis gewürdigt.