It’s About Our Booties

Körperempowerment für queere, dicke_fette,
Schwarze Menschen/Indigene Menschen/People of Color, die behindert werden

August 2020 – Oktober 2020

In dieser Veranstaltungsreihe geht es um deinen Körper!

**Danke an Matthew Harrison für die Videos in Gebärdensprache!**

 

In acht Workshops werden unterschiedliche Programme für intersektionales Körperempowerment angeboten. Gemeinsam kann sich hier ausgetauscht und Strategien entwickelt werden, um sich körperlich positiv auf sich selbst zu beziehen.

Häufig sind Körper, die von der cis-binären Gendernorm abweichen Diskriminierungen unterschiedlicher Art ausgesetzt und haben kaum Zugang zu körperbezogenen Empowerment Angeboten, die sie mitdenken oder sogar in den Fokus rücken. Daher richten sich diese Workshops alle an queere Personen, vor allem hinsichtlich einer nicht cis-binären Gender Verortung.

Doch auch innerhalb queerer Communities finden sich Normierungen und Ausschlüsse, da auch diese meist von einer weißen, ableisierten und schlanken Schönheitsnorm dominiert wird und somit eine bestimmte (Körper)Ästhetik innehaben. It’s About Our Booties schafft Räume, in denen Diskriminierungen auch intersektional mitgedacht werden.

Alle Workshops sind kostenfrei. Wenn du kannst und magst – wir freuen uns immer über eine Spende. Mehr Informationen dazu findest du hier.


Was gibt’s zu beachten?

 

Finde deinen Workshop: Hier geht es um safer spaces! Bitte respektiere den Raum und schau in welchem Angebot du dich wiederfindest und in welchem nicht. Beispielsweise: Schwarze Menschen, Indigene Menschen und Personen of Color können selbstverständlich einen Workshop besuchen in dem auch weißen Personen willkommen sind. Wenn du allerdings nicht von Rassismus betroffen bist, bitte respektiere den safer space und melde dich zu einem der Workshops an, die für alle offen sind.

Außerdem: Wir wissen, dass dick_fett zu sein auch mit Behinderung(en) durch diese Gesellschaft einhergehen können. Wir möchten Raum schaffen für alle Auseinandersetzungsprozesse, Identifizierungen und Positionen, deswegen sind die Positionen dick_fett und behindert werden hier manchmal auch getrennt.
Bei Fragen/Unsicherheiten – wende dich gerne an uns!

Die Reihe richtet sich im Allgemeinen an Menschen, die mit einer cis-binären gender Identität brechen (wollen). Trans*, nicht-binär, genderqueer, genderfluid wären da einige zu nennende Identitäten. Die Reihe ist hier jedoch sehr offen gestaltet. Wir möchten Raum bieten in dem gender außerhalb der Norm gedacht, erlebt, ausprobiert und kreiert werden kann.

Es stehen DGS-Dolmetscher*innen bereit, schreib uns in deiner Anmeldung, wenn du eine Übersetzung in die Deutsche Gebärdensprache benötigst.

Alle Workshops werden online stattfinden.

Bitte melde dich an über contact@xartsplitta.net. Schreibe uns bitte ein wenig über dich selbst und deine Positionierung, an welchem Workshop du teilnehmen möchtest und welche Unterstützung du noch benötigst!

Wir freuen uns auf dich!


Hier kommst du zu den Workshops (die Workshops sind in chronologischer Abfolge, lass dich also nicht verwirren):

 

Workshop 1 – We are here to be alive! – Mit Ginnie Bekoe & Tsepo Bollwinkel – 15. & 16. August 2020

Workshop 4 – We are here to be alive! – Mit Ginnie Bekoe & Tsepo Bollwinkel – 22 & 23. August 2020

Workshop 2 – Do it the Body positiv Way! – Mit SchwarzRund – 05. & 06. September 2020

Workshop 7 – Refraim Fat-Reclaim Movement – Mit Mäks – 12. & 13. September und 03. & 04. Oktober 2020

Workshop 6 – BLACK ENERGY – With Paula Azeviche and Ford Kelly – 19th & 20th of September 2020

Workshop 5 – Do it the Body positiv Way! – Mit SchwarzRund – 26. & 27. September 2020

Workshop 3 – Do it the Body positiv Way! – Mit SchwarzRund – 10. & 11. Oktober 2020

Workshop 8 – Dein Körper_Deine Sexualität! – Mit Nino Mar Seliz – 17. & 18. Oktober 2020


In Kooperation mit:                                     Gefördert durch:

                  und  

Nonfiction-Schreibworkshop mit Nicola Lauré al-Samarai

4. Juli – 26. September 2020

Who we become has so much to do with the experiences we had, and how we survived. (Amy Tan)

Schreiben kann ein Werkzeug sein. Es kann uns und andere empowern. Wir können uns in die Geschichte „einschreiben“ und unterschiedlichste Perspektiven sichtbar machen. Schreiben kann Widerstand und Überleben sein.

Und dennoch kann Schreiben schwerfallen, denn wir befinden uns in Strukturen, in denen das, was wir schreiben, in Frage gestellt, überschrieben oder ignoriert wird. Das Wissen und die Artikulationsfähigkeit von Schwarzen Menschen und People of Colour erfährt kaum Anerkennung und wird selten wertgeschätzt. Häufig stoßen wir gegen Mauern. Das führt zu Blockaden, Frust und Resignation; es verändert unser Schreiben oder zwingt uns vielleicht sogar dazu, auf Distanz zu gehen.

Im Nonfiction-Schreibworkshop möchten wir einen Raum schaffen, um über das Schreiben als Ausdrucksform zu sprechen. Mit welchen Möglichkeiten, aber auch mit welchen Hürden sind wir beim Schreiben konfrontiert? Wie kann der individuelle Prozess des Schreibens zur Selbstermächtigung werden? Ist Schreiben per se “politisch”? In insgesamt sechs Sitzungen werden wir uns gemeinsam und begleitet von Nicola Lauré al-Samarai der Entwicklung und dem Verfassen von eigenen Nonfiction-Texten sowie der Reflexion unserer verschiedenen Schreibprozesse widmen. Der Austausch mit den anderen Kursteilnehmenden ist zentraler Bestandteil des Workshops.

Der Fokus des Angebots liegt auf unterschiedlichen Textformen – z.B. wissenschaftlich, journalistisch, essayistisch. Bitte beachtet jedoch, dass es sich hierbei nicht um einen Creative Writing Workshop handelt!

Informationen zur Teilnahme und Anmeldung

Der Workshop findet an folgenden Terminen, jeweils ab 10h statt:

Samstag, 4.7.

Samstag, 18.7.

Samstag, 15.8.

Samstag, 29.8.

Samstag, 12.9.

Samstag, 19. oder 26.9.(endgültiger Termin wird noch bekannt gegeben)

Eine Anmeldung ist nur möglich, wenn ihr die Teilnahme an allen sechs Sitzungen gewährleisten könnt.

Für die Anmeldung benötigen wir ein kurzes Motivationsschrieben, in denen ihr die folgenden Fragen beantwortet:

  • Warum möchte ich an diesem Workshop teilnehmen?
  • Welche Formen des Schreibens interessieren mich?
  • Mit welchen Themen befasse ich mich aktuell schwerpunktmäßig in meinen Texten?
  • Mit welchen Themen möchte ich mich in meinem Schreiben gerne in Zukunft beschäftigen?

Anmeldungen und Fragen bitte bis zum 22. Juni 2020 an: contact@xartsplitta.net

Der Kurs findet auf deutscher Lautsprache statt.


Nicola Lauré al-Samarai ist Geschichts- und Kulturwissenschaftlerin. Zu ihren Interessenschwerpunkten gehören Schwarze und Diaspora-Studien, Critical Race Feminism(s), Konzepte von Kreolisierung und Poetiken der Beziehung sowie dekolonisierende Erinnerungs- und Kulturpolitiken im Kontext von Intersektionalität und Erfahrung. Sie arbeitet als Autorin, Lektorin, Vermittlerin und Kuratorin. Sie war u.a. an folgenden Projekten beteiligt: Labor 89: Andere Perspektiven auf die Wendezeit (2019/2020), Grenzgänger*innen: Schwarze und Osmanische Präsenzen in der Metropole Berlin um 1700 (2018/2019), Decolonize ’68 (2018), conzepte. Neue Fassungen politischen Denkens (2010/2011), Homestory Deutschland. Schwarze Biografien in Geschichte und Gegenwart (2005–2012).


Im Rahmen des Projektes: #CommunitiesSolidarischDenken

#CommunitiesSolidarischDenken

Pattern by www.colourlovers.com/lover/timanttimaarit

 

Gefördert durch die LADS (Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung des Berliner Senats für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung) liegt unser Fokus ab 2020 auf der Frage wie wir #CommunitiesSolidarischDenken können.

 

Näheres dazu findet ihr bald unter den Menüpunkten Veranstaltungen und Projekte.


Was heißt für uns #CommunitiesSolidarischDenken?

 

  •  Räume: Um gemeinsam Wissen als marginalisierte Communities hervorzubringen, zu ergründen & zu teilen; voneinander und miteinander zu lernen und zu verlernen.

 

  • Cross-Community: Miteinander und über Communities hinweg „Teile & Herrsche“ Mechanismen zu durchbrechen. Stattdessen Anerkennung & Empowerment mit und durch unsere verschiedenen und spezifischen Erfahrungen.

 

  • Allianzen: Für Bündnispolitiken und für die Entwicklung gemeinsamer Strategien, um sowohl auf unsere unterschiedlichen sowie gemeinsamen Realitäten aufmerksam zu machen.

 

  • Intersektional: Vielschichtig und mehrdimensional arbeiten; Leerstellen, Un_sichtbarkeiten und Überschreibungen hervorheben und mitdenken.

 

  • Historisch: Geschichtliche Verwobenheiten und Kontinuitäten deutlich machen – für ein solidarisches und transnationales Handeln.

 

  • Nachhaltig: Dokumentation und Veröffentlichung unserer Prozesse und Ergebnisse.

Wir sehen uns in Deutschland sowie international mit stetig wachsenden rechtspopulistischen und rassistischen Tendenzen konfrontiert. Für uns sind die kontinuierliche Entwicklung neuer Perspektiven, Denkräume und Handlungsmöglichkeiten ein Weg damit umzugehen. Wichtig ist uns dabei, dass  unterschiedliche Formen von Diskriminierungen und Rassismen explizit benannt und in ihren geschichtlichen und strukturellen Verwobenheiten thematisiert und analysiert werden. Diese Arbeit innerhalb intersektionaler Bündnisse und Solidaritäten umzusetzen ist somit zentraler Ausgangspunkt.

Wir möchten Räume schaffen, in denen wir gemeinsam Wissen hervorbringen, austauschen und weitergeben können. Dadurch wollen wir hegemoniale Diskurse, die marginalisierte Perspektiven auf Geschichte, geschichtliche Entwicklungen und gegenwärtige Situationen zum Schweigen gebracht, überschreiben oder ausgelöscht haben, irritieren und durchbrechen. Die Momente und Strategien des Zusammenkommens und des (gemeinsamen) Widerstands im Kontext von Unterdrückungs- und Marginalisierungsverhältnissen sind für Analyse und Praxis bedeutsam.

Ein weiterer zentraler Baustein des Projektes ist die Eruierung der notwendigen Rahmenbedingungen für erfolgreiche Bündnispolitiken und Allianzen. Dies bedeutet zunächst auch bestimmte Repräsentationsmechanismen und Un_Sichtbarkeiten kritisch zu hinterfragen: Welche Perspektiven und Erzählungen werden wahrgenommen und welche verschwiegen oder überschrieben? Wo sind Leerstellen und wie können wir sie benennen? Eben diese Erzählungen gilt es nachzuspüren, wahrzunehmen und zu (re)zentrieren.

Für die Gestaltung und Durchführung des Projektes arbeiten wir eng mit unterschiedlichen Communities, in denen wir zum Teil selber verortet sind, zusammen. Bereits an einem frühen Stadium der Konzeptionierung arbeiten wir mit Hilfe von partizipativen Methoden, um so die Multiperspektivitäten und Mehrdimensionalitäten, die ein solches Vorhaben mit sich bringen muss, wiederspiegeln zu können.

 

Für Fragen, Kontakt und alles weitere: contact@xartsplitta.net

 

                  

Das Jahr neigt sich dem Ende…

2019 war ein sehr intensives Jahr für uns. Es haben viele schöne Dinge stattgefunden (einige Eindrücke findet ihr hier) und es gab einige strukturelle Veränderungen. Unter anderem haben wir jetzt einen tollen neuen Vorstand und auch unser Team hat mit Juliana Kolberg eine wunderbare neue Kolleg*in gefunden.

Wie viele von euch schon wissen, gab es 2019 leider auch schlechte Nachrichten. Uns wurden, nach langjähriger Förderung, die Gelder ab Februar 2020 gestrichen. Mehr dazu findet ihr hier.

Aber: die Hoffnung stirbt zuletzt und wir haben noch einen Hoffnungsschimmer. Wir halten euch auf dem Laufenden.

Bis dahin bedanken wir uns bei allen, die xart splitta zu dem machen/gemacht haben was es ist und insbesondere auch für die vielen bestärkenden, solidarischen und unterstützenden Resonanzen, die wir in Reaktion auf unsere Erklärung bekommen haben. Ohne euch wäre xart splitta nicht das was es ist. Wegen und mit euch wird es evtl. weitergehen…

Nun wünschen wir erstmal erholsame Tage und einen guten Start ins neue Jahr!

Euer xart splitta Team und Vorstand
_________________________________________________