Tschüss 2020!

Liebe Communities, Freund*innen, Unterstützer*innen, Interessierte,

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist goodbye_bild_team_2020-300x240.jpg

ein Jahr geht zu Ende, das auf vielen Ebenen schwierig und für uns alle herausfordernd war. Ein Jahr, in dem uns nochmals vor Augen geführt wurde, wie wichtig ein solidarisches Zusammenarbeiten unserer jeweiligen Communities ist, aber auch wie gut dieser Community-Zusammenhalt, trotz aller Widrigkeiten, funktionieren kann. Für uns wurde in diesem Jahr die Resilienz, das Durchhaltevermögen und die Kraft unserer Communities verstärkt deutlich.

Wie so viele Organisationen und Projekte haben wir unsere Arbeit in diesem Jahr hauptsächlich in digitaler Form weitergeführt. Dabei haben wir zwar gemerkt, dass Präsenzräume für unsere Arbeit und die Themen, mit denen wir uns beschäftigen unentbehrlich sind, wurden uns jedoch auch der Vorteile digitaler Formate bewusst. Dies gilt vor allem im Hinblick auf Barrierreduzierung, weshalb wir auch jenseits von Covid-19 im nächsten Jahr und perspektivisch digitale Angebote durchführen werden.   

Dem werdet ihr vor allem im Rahmen unseres neuesten, von der BpB geförderten, Projektes begegnen. Dieses haben wir erst im November diesen Jahres gelauncht – mit viel Herz, Freude und Aufregung.
The Living Archives ist eine online Plattform zur Dokumentation, Archivierung und Weitergabe von Wissen aus und für BIPoC Communities. Wir sind gespannt auf die Weiterentwicklung dieses Projektes mit und für euch. Mehr dazu findet ihr hier: www.thelivingarchives.org.

Der Großteil unserer Arbeit hat sich 2020 um das durch die LADS geförderte Projekt #CommunitiesSolidarischDenken gedreht. Wir freuen wir uns, euch unsere Jahresabschlussbroschüre vorstellen und damit einen kleinen Einblick in die Themen geben zu können, mit denen wir uns bei #CommunitiesSolidarischDenken befasst haben.

Hier gilt unser großer Dank allen Beteiligten! Insbesondere den Teilnehmenden der Fokusgruppengespräche des Projektes, sowie Elliot Blue für die schöne Zusammenarbeit, in dessen Rahmen unsere Drachen der Legion of Community Superpowers entstanden sind.

Im Rahmen von #CommunitiesSolidarischDenken und darüber hinaus konnten wir auch viele tolle Kooperation in diesem Jahre eingehen, u.A. mit BIWOC* Rising. Dabei ist dieser wunderschöne Film von Mizu Sugai zu Safer Spaces entstanden.

Mit den neuen deutschen organisationen haben wir unsere Projektabschlussveranstaltung In.Solidarity im November dieses Jahres durchgeführt und freuen uns auch hier über die bereichernde Zusammenarbeit. Die Dokumentation dieser Veranstaltung findet ihr ab dem nächsten Jahr auf The Living Archives.

In der Kooperation mit Afrofilm and Diasporic Realities wurde die tolle Reihe Afrofilm initiiert und monatlich Filme afrodiasporischer Realitäten gezeigt. Der nächste und letzte dieses Jahres findet morgen, am 17.12., statt! Mehr Informatonen findet ihr hier. Auch im nächsten Jahr könnt ihr euch auf Weiteres von Afrofilm freuen.

Für unsere Körper war dieses Jahr auch etwas dabei: Mit It’s About Our Booties gab es eine Körperempowermentreihe für dicke_fette Schwarze, Indigene, of Colour Körper mit Behinderung(en).

Und nicht zuletzt konnten wir in diesem Jahr auch zusätzlich zu DGS I einen DGS II Kurs mit Diana Spieß und dem Team von Lebendige Gebärden durchführen und hoffen diesen auch 2021 erneut anbieten zu können.

Nun bleibt vorerst nichts weiter zu sagen, als Danke! Danke für euren Support, eure Gedanken, eure Ideen. Danke, aber auch Respekt an euch alle für eure Stärke, Kreativität und Resilienz in diesen Pandemiezeiten. Wir wünschen euch – mehr denn je – erholsame freie Tage und Zeit zum Ausruhen und Durchatmen. Wir freuen uns auf ein hoffentlich etwas weniger herausforderndes neues Jahr und wünschen euch allen viel Kraft und alles Gute für den Jahreswechsel und für 2021.
 
Alles Liebe eurer xart splitta Team
 
Juli, Marissa, Therese und Iris

Broschüre 2020

#CommunitiesSolidarischDenken – Überlegungen zu nachhaltiger Community-Zusammenarbeit

2020 ist das Jahr, in dem wir uns bei xart splitta schwerpunktmäßig mit dem Projekt #CommunitiesSolidarischDenken beschäftigt haben. Nicht nur geht es hier um einen Versuch, Community-übergreifend zu arbeiten, sondern auch bewusste Community-Verbindungen zu schaffen. Dazu gehört, Unterschiede und Gemeinsamkeiten in unseren Communities zu thematisieren, um dadurch Handlungsstrategien für Community-übergreifende Zusammenarbeit (weiter) zu entwickeln.

Dies haben wir für euch in unserer Broschüre #CommunitiesSolidarischDenken – Überlegungen zu nachhaltiger Community-Zusammenarbeit zusammengefasst, welche hier als download verfügbar ist.

Wenn ihr eine Print-Version haben möchtest kontaktiert uns unter contact@xartsplitta.net.

Broschüre #CommunitesSolidarischDenken 2020

The Living Archives

Credits: bureau zanko

The Living Archives ist eine online Plattform, die der Dokumentation, Archivierung und Bereitstellung von in BIPoC Communities entstandenen Inhalten und Wissen dient. Überdies soll die Seite als Lernportal für diese Communities genutzt werden, um dieses Wissen zu teilen und zu ergänzen.

Ziel des Projektes ist es gebündelt Inhalte und Wissen, welches innerhalb von BIPoC Kontexten generiert wird/wurde, festzuhalten und zugänglich zu machen.
xart splitta versteht The Living Archives als „Resistant Knowledge Project“ (Patricia Hill Collins – dt: „Widerstands Wissensprojekt“). Archivierung und Dokumentation werden in diesem Kontext als dekoloniale Handlungen verstanden – Konzepte und Praktiken des Archivierens werden hier in Hinblick auf deren kolonialen, rassistischen und heteronormativen Entstehungskontext neu- bzw. umdefiniert und als Mittel des „Gegenerzählens“ verwendet.

Erste Inhalte für die Seite werden sich zunächst aus der laufenden Arbeit xart splittas sowie vor allem aus Texten, Gesprächen und  Inhalten speisen, die im Rahmen des Projektes “Passing it On” entstanden sind. Ein Projekt, welches 2019 von xart splitta unter der Leitung von Nicola Lauré alSamarai und Iris Rajanayagam durchgeführt wurde und in dessen Kontext die Idee für die online Plattform entstand.

Überdies sollen weitere Inhalte im Austausch mit unterschiedlichen Einzelpersonen und Communities generiert werden. The Living Archives bleibt so ein stetiges Work-in-Progress und wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteur*innen bei der weiteren Gestaltung und Entwicklung der Seite.


Flyer The Living Archives 2020 zum Download


The Living Archives wird gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb, hier gilt unser besonderer Dank Peggy Piesche.

Afrofilm Screening #5 I Diasporic Realities: Afro-Childhood

Donnerstag, 25. Februar 2021

**Das Screening wird online stattfinden!**

Willkommen zur fünften Vorführung von Afrofilm & Diasporic Realities: Afro-Childhood!

Afrofilm ist eine selbstorganisierte monatliche Vorführung von Filmen, die das Leben und die Erfahrungen von afrikanischen und afro-descendent Menschen aus verschiedenen geographischen Regionen erzählen. Wir werden Filme für uns selbst zeigen, was bedeutet, dass die Vorführung für ein geschlossenes Publikum für afro und afro-descendent Menschen ist.

Es gibt viel zu wissen und von uns allen zu lernen, und wir denken, dass Filme ein relevanter und effizienter Weg sind, dies zu ermöglichen.

*In Wolof und Französisch ohne Untertitel*

Seid dabei bei der Vorführung von La petite Vendeuse de Soleil von Djibril Diop Mambéty und beendet den Abend gemeinsam mit uns in einer Gesprächsrunde, um Wissen über Schwarze (Lebens)Realitäten, mit denen wir noch nicht vertraut sind, zu teilen, um uns auszutauschen und um miteinander in Verbindung zu treten.

Dieses Mal besonders: Im Anschluss an den Film gibt es eine Story Time Runde, alle Teilnehmer:innen sind dazu eingeladen ihre lieblings Kindheitsgeschichten zu teilen.

La petite Vendeuse de Soleil (Die kleine Verkäuferin der Sonne) -1999:
Länge: 45min
Sili Laam, ein 12-jähriges Mädchen, ist mit seinen zwei Krücken auf dem Weg in die Hauptstadt Dakar, um etwas Geld für den Unterhalt seiner Familie zu verdienen. Ein Junge nimmt sie mit seinem Pferdegespann mit.

Djibril Diop Mambéty war ein senegalesischer Filmregisseur, Schauspieler, Redner, Komponist und Dichter. Mambéty wurde in einer muslimischen Familie in der Nähe von Dakar, der senegalesischen Hauptstadt, geboren und war Wolof. Obwohl er nur zwei Spielfilme und fünf Kurzfilme drehte, erhielten sie internationale Anerkennung für ihre originelle und experimentelle Filmtechnik und ihren nichtlinearen, unkonventionellen Erzählstil.

Der Film ist in Wolof und Französisch und hat leider keine Untertitel.

Das Screening wird online stattfinden.
Bitte meldet euch an unter afroscreening@tutanota.com. Afrofilm Screening ist ein Safer Space für Schwarze Menschen, bitte schreibt bei der Anmeldung ein paar Worte über euch  – Vielen Dank!

Mehr Informationen über Afrofilm Screening sind auf Instagram zu finden: @afro.film.


Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Projektes #CommunitiesSolidarischDenken statt.