Erklärung zur Beendigung der Förderung von xart splitta

Liebe Unterstützer*innen, liebe Communities, liebe Freund*innen, lieber Besucher*innen, liebe alle,

leider müssen wir Euch mitteilen, dass unsere langjährige Grundförderung für das Jahr 2020 nicht verlängert wurde. Das bedeutet, wir werden im Februar 2020 unsere Arbeit beenden müssen. Wir sind fassungslos, traurig und wütend. Mit xart splitta schließt ein weiterer Raum, der einen Fokus auf intersektionalem Empowerment, Dekolonisierung und das (Re-) Zentrieren marginalisierter Perspektiven legt und von Schwarzen Menschen und People of Colour geleitet und gestaltet wird.

Was passiert ist:

Im Zuge der zahlreichen strukturellen wie personellen Veränderungen, die xart splitta im Jahr 2019 durchlaufen hat, wurde zuletzt auch ein neuer Vorstand gewählt und einberufen. Damit wurde xart splitta zum ersten Mal seit Bestehen des Vereins ein Raum, in dem ausschließlich BPoC das organisationale wie Inhaltliche Geschehen bestimmen.

Im Zuge dieser Änderungen wurde mehrmals versucht, Kontakt zu der Stiftung, die unsere Grundförderung stellte, aufzunehmen beziehungsweise Informationen bezüglich dieser zu erhalten. Aus Gründen, die uns vorenthalten wurden, wollte diese Stiftung anonym bleiben. Im Sommer diesen Jahres wurde xart splitta über ein altes Vorstandmitglied, welches direkten Kontakt zur fördernden Stelle hatte, aufgefordert, für das Förderjahr 2020 einen Weiterfinanzierungsantrag zu stellen. Dies haben wir getan. Der Antrag beinhaltete eine detaillierte Aufstellung der für das Jahr 2020 geplanten Vorhaben. Inhaltlich haben wir uns in Bezug auf diese Planung an unsere grundlegenden Ansätze und Zielsetzungen gerichtet: die Fortführung unserer bildungspolitischen, intersektionalen Empowermentangebote sowie der Ausbau unserer Vernetzungsarbeit und unserer diversen Kooperationen.

Uns wurde keine nachvollziehbare Begründung für den Entzug unserer langjährigen Förderung genannt. Leider reihen wir uns also nun in das momentane Projektsterben diverser zivilgesellschaftlicher intersektionaler und rassismus- und diskriminierungskritischer Vereine ein. Darüber hinaus schließt mit uns auch ein Raum, der inklusive der Toilette rollstuhlgerecht ist und immer offen war für die Nutzung externer affiliierter Gruppen. Unser Raum wurde jährlich von über zwanzig verschiedenen politischen Initiativen und Organisationen genutzt.

Trotz und neben unserer Erschütterung und Wut sind wir auch sehr dankbar. Und zwar für die Vielzahl an Menschen, die auf die eine oder andere Art und Weise dazu beigetragen haben, dass xart splitta zu dem geworden ist, was es mittlerweile ist: Ein Ort, an dem Intersektionalität und Dekolonisierung nicht nur theoretisch besprochen, sondern auch praktisch durch und mit den vielfältigen Perspektiven, die die Mitarbeiter*innen sowie viele weitere Personen hineingebracht haben, umgesetzt wurde.

Was nun ansteht:

Derzeitig bemühen wir uns, in der sehr knappen Zeit, die uns bis zum Jahresende bleibt, doch noch andere Mittel und Wege zu finden, um xart splitta am Leben zu erhalten. Da wir jedoch gerade nichts Konkretes in der Hand haben, wollten wir euch bereits jetzt über unsere Situation und das mögliche Ende von xart splitta informieren.

Wenn ihr konkrete Fragen dazu oder Anregungen habt, wie es nun weitergeht oder was wir vorhaben, kontaktiert uns gern (bis einschließlich Januar 2020) unter: contact@xartsplitta.net. Drückt uns die Daumen und schickt uns gern alle positiven Gedanken und Unterstützungen, die ihr euch vorstellen könnt.

Mit viel Dankbarkeit und Hoffnung,

xart splitta Team und Vorstand

 

 

Filmscreening und Q&A: Forget Winnetou! – Loving in The Wrong Way

Donnerstag, 21. November 2019, 19h

Diese Veranstaltung findet in englischer und teilweise deutscher Lautsprache statt.

An event by the filmmaker Red Haircrow, guest speaker Karin Louise Hermes.

November is Native American Heritage Month, a national holiday in the USA. But there and here in Germany, the dehumanization and objectification of Indigenous peoples, and the minimization or erasure of historical acts and issues continues. Colonial behaviors and practices that are connected to the most serious, even life threatening problems humanity now faces.

Germany is well known for its cultural appropriation and ideation of American Indians. Misinformation, stereotypes and Eurocentric narratives are widespread. “Playing Indian” as a costume or a lifestyle has been normalized for generations, largely with the help or excuse of Karl May’s work.

Whether one agrees with such practices or not, most don’t recognize it for what it is: #Colonialism2019 and Systemic Racism. Why are Native and Indigenous issues too often left out of conversations on racism in Germany? Why do so many people, even anti-racism or social justice activists continue to tokenize/primitize Indigenous peoples and/or leave them out of conversations on how to survive and create a better world for all peoples?

What truly is intersectional activism and why is it critically important for Indigenous peoples, the history of their treatment and contemporary reality to take stage alongside any and every other action on anti-colonialism, anti-racism and climate crisis? What can you do? What should you do? How can we work together?

We’re going to talk about it with our guest speaker Karin Louise Hermes.


Film description “Forget Winnetou! – Loving in The Wrong Way”:

The same mentality that ignores indigenous rights to self-representation are often those who also stereotype and gaslight GLBTIIQ people, women, the disabled or economically challenged, especially people of color just for desiring change and equality. It is basically saying, “My gratification is more important than your dignity, your rights or even your life.” This is a main facet of rape culture. It is intersecting oppression.

Most films about Natives concentrate on European narratives or indigenous experience in North America but there are Natives abroad and being “loved in the wrong way” in “Indian crazy” Germany has many forms. Germany is a microcosm of struggles taking place across the world both against and for decolonization; for correcting white privilege and supremacy that’s divided and helped destroy our world. We explore the roots of racism, colonialism, and appropriation in Germany from a rarely considered perspective: the Native American they claim to adore.

Vimeo with all trailers and videos by Red Haircrow: https://vimeo.com/redhaircrow

Further information: https://forgetwinnetou.com/
http://forgetwinnetou.de/

The film is in spoken English/German with German subtitles.


Karin Louise Hermes is a Filipina-German academic based in Berlin, Germany. Karin has participated in, organized and reported on many inter-sectional political issues at climate crisis conferences, during direct actions and demonstrations and other endeavors on Indigenous self-representation, ending racism and colonialism. She holds a MA in Pacific Island Studies from the University of Hawai’i, and is a PhD candidate in American Studies at Humboldt-Universität Berlin. One of her articles, “Why I protest” can be found here.

Red Haircrow is an award-winning writer, educator, psychologist and filmmaker of Native (Chiricahua Apache/Cherokee) and African American heritage who holds a Master’s in Native American Studies MSU Bozeman, a BSc in Psychology and counsels selectively. Their research foci include Native/indigenous inter-generational historic trauma, Autistic Spectrum Disorder and Asperger’s Syndrome, GLBTIIQ needs and suicide prevention.
Member of NAISA, APA, 2017-2019 Secretary for the Native Research Network & 2019-2020 Society of American Indian Psychologists Mentorship Program, Committee Liaison. Red remains active in Native American and intercultural education and cultural competency on both sides of the Atlantic. Currently based in Berlin, Germany, through their multimedia consultation company, Flying With Red Haircrow Productions, Red explores and pursues opportunities for collaboration in education, film, art, music and more.

Allgemeine Informationen -Winter School

Anmeldung

Um uns die Planung zu erleichtern bitten wir um eine Anmeldung unter folgendem Link: www.eventbrite.de/e/passing-it-on-winter-school-registrierung-75641123637 . Eine Teilnahme ohne Anmeldung ist jedoch möglich!

 

Sprachen

Mit Ausnahme des Panels Nr. III wird die gesamte Winter School auf deutscher Lautsprache stattfinden. Für das englische Panel wird es Simultanübersetzung in deutsche Lautsprache geben. Es tut uns leid, dass wir keine DGS-Übersetzung anbieten können.

 

Kinderbetreuung

Wir können für den 16.11. ab 12h Kinderbetreuung anbieten. Bitte teilt uns bei Bedarf eine Woche vor der Veranstaltung unter contact@xartsplitta.net folgende Informationen mit:

· Anzahl der Kinder

· Alter der Kinder

· Bevorzugtes Pronomen der Kinder

· Ggf. Allergien oder Lebensmittelunverträglichkeiten

· Sonstige für die Betreuung relevante Informationen

 

Essen

Wir freuen uns über ein vegan/vegetarisches Mittagessen von Amma Catering

 

Veranstaltungsort

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Nachbarschaftshaus Urbanstraße statt.

Anschrift: Urbanstraße 21, 10961 Berlin. Das Nachbarschaftshaus ist zum größten Teil Rollstuhlgerecht. Es werden nur die Rollstuhlgerechten Räume verwendet. Eine Rollstuhlgerechte Toilette ist vorhanden.

 

Näheres zu Anfahrt: www.nachbarschaftshaus.de/kontakt/anfahrt/

——

Konzeption und Leitung: Iris Rajanayagam & Nicola Lauré al-Samarai

Mitarbeit: Fallon Tiffany Cabral und Zara Zandieh sowie die »Closer Reading«-Gruppe

Helping Hand: Latifa Hahn

Dolmetschung: Meldody Ledwon und Jennifer Sophia Theodor

Kinderbetreuung: Hannah Abdullah und Lawina Koffi

Nähere Informationen zum Projekt unter: www.xartsplitta.net/passing-it-on/

Kategorien Allgemein

Informationen zu den Referent*innen – Winter School

Edna Bonhomme ist eine antikoloniale Aktivistin, Historikerin, Schriftstellerin, Kuratorin und Pädagogin. Edna promovierte in Geschichte/Wissenschaftsgeschichte an der Princeton University und ihre Arbeit befragt Krankheit, Geschlecht, Überwachung und Verkörperung. Ihre Multimedia-Stücke sind in Galerieräumen in Prag und Wien erschienen. Als Schwarze, queeres, feministisches und postkoloniales Subjekt wird ihr Aktivismus und ihre Projekte von diasporischen Futurismen, Kräuterheilungen und bionischen Sein geleitet.

Clementine Ewokolo Burnley ist in der ehemaligen deutschen Kolonie Kamerun geboren und aufgewachsen. Sie lebt heute in Berlin und Limbe, Kamerun. Sie ist Schriftstellerin, Dichterin, Aktivistin und Mutter. Seit 2000 arbeitet Clementine als (kritische) Entwicklungskooperationsforscherin und Beraterin in England, Italien und Deutschland. In ihrem Leben und Werk lernt Sie stetig von den Personen um sich herum mit Vergnügen durch Diskriminierung erlittene Schäden zu überwinden.

Jihan Jasmin Dean ist Sozialwissenschaftlerin, Bildungsarbeiterin und eine von vier Admins der Mailingliste „Move on up!“, einem People of Color-Raum. Seit 2018 ist sie Geschäftsführerin eines Thüringer Jugendverbands (www.thueringen.bdp.org). Sie arbeitet an einer Dissertation zum Thema „Rassifizierung, Subjektivierung und Bündnispolitik in Deutschland nach 1989“. Darin befasst sie sich anhand von Selbstzeugnissen mit den Communities von Rom*nja und Sinte*zze, muslimischen Migrant*innen, Schwarzen Menschen und Jüd*innen in den ersten Jahren nach dem Mauerfall. Welche internen Prozesse haben diese Communities damals durchlaufen? Wie haben sie sich aufeinander bezogen und welche Ansätze zu Bündnissen zwischen ihnen gab es? Jihan Jasmin Dean ist überzeugt davon, dass die Beschäftigung mit Community-Geschichte(n) zu einem besseren Verständnis aktueller Prozesse beitragen kann.

Saraya Gomis Lehrende und Lernende

Moshtari Hilal studierte in Hamburg Nahost-Studien und Politik mit den Schwerpunkten Postkoloniale Theorie und feministische Geistesgeschichte. Mit ihrem oft semi-autobiographischen Werk will sie ein Verständnis für die Komplexität marginalisierter Identitäten schaffen und eine alternative Bildsprache anbieten. Ihre Porträts untersuchen die Möglichkeiten von Schönheit und Geschichtenerzählen in einem politischen Umfeld durch Gesichter. Die Arbeiten von Moshtari Hilal wurden in Deutschland, Afghanistan, Dänemark, Schweden, den USA und Kanada gezeigt und auch in lokalen und transnationalen Publikationen wie The Carton, OOMK, Missy Magazine, das Kursbuch und Das Wetter veröffentlicht.

Christiane Hutson wurde als junge Erwachsene Schwarze Hetera of Color in der Familiengründungsphase sichtbar krank. Vor diesem Hintergrund gaben ihr die Überlegungen aus der Postkolonialen Theorie, dem Disability Justice Aktivismus, den Queer und Gender Studies, sowie aus den Disability Studies Bezugsrahmen, Referenzpunkte und Perspektiven an die Hand, die sie auf zweierlei Weise nutze: Zum einen (rein praktisch) um ihre erste Schwangerschaft durchzusetzen. Zum anderen um den Erfahrungen be_hinderter und kranker People of Color einen Ort geben zu können, an dem diese Erfahrungen mitgeteilt / miteinander geteilt werden können. Um diesen Ort geht es Christiane Hutson, wenn sie in ihren Artikeln, Vorträgen, Lehrveranstaltungen und Workshops die Verwobenheit von Rassismus und Ableism veranschaulicht.

Zuher Jazmati ist Aktivist, Campaigner und DJ. Er ist in Berlin geboren und ist in Saudi Arabien aufgewachsen. Er hat in Marburg und Kairo seinen B.A. gemacht und an der London School of Economics (LSE) seinen M.Sc. in Empires, Colonialism and Globalisation absolviert. Zur Zeit ist er Campaigner bei der deutsch-syrischen NGO Adopt a Revolution und Vorstandsmitglied bei TakeOver – Verein für intersektionale Kampagnenarbeit. Seine Spezialgebiete sind (die Intersektionen von) antimuslimischer Rassismus, Queerfeintlichkeit, Dekolonisierung und koloniale Kontinuitäten.

Katja Kinder ist Schwarze deutsche Erziehungswissenschaftlerin. Sie ist stellverstretende Geschäftsführerin der RAA Berlin und ist Mitbegründerin von ADEFRA. Freiberuflich ist sie u. a. seit über 20 Jahren als Empowerment- Trainerin und transkulturelle Konfliktmediatorin mit einer Schwarzen intersektional-feministischen und rassismuskritischen Perspektive tätig.

Saideh Saadat-Lendle leitet den Antidiskriminierungs- und Antigewaltbereich der Lesbenberatung Berlin e.V. – LesMigraS. Sie ist Psychologin, Diversity-Trainerin und freiberufliche Dozentin zu den Schwerpunkten Mehrfachdiskriminierung, Rassismus, Geschlecht/Gender, sexuelle Lebensweisen, sowie Sprache und Diskriminierung.

Saboura Naqshband studierte Arabistik, Politikwissenschaft und Sozial- und Kulturanthropologie in London, Kairo und Berlin. In Berlin und bundesweit ist sie als Antidiskriminierungs- und Empowerment-Trainerin tätig, v.a. für  Vereine von und für LSBTI*Q-Geflüchtete und Migrant*innen. Sie arbeitet v.a. zu den Themen (anti-muslimischer) Rassismus, Muslimischer Feminismus und Religion, Gender und Sexualität und übersetzte Lana Sirris 2017 erschienenes Buch „Einführung in islamische Feminismen“ ins Deutsche.

Onur Suzan Nobrega  PhD, lehrt und forscht am Institut für Soziologie, Schwerpunkt Kultur und Migration der Goethe-Universität Frankfurt. Sie promovierte am Goldsmiths, University of London in Medien und Kommunikation mit einer Arbeit zum Thema »Postmigrantisches Theater und kulturelle Vielfalt in den Künsten« (»Postmigrant Theatre and Cultural Diversity in the Arts: Race, Precarity and Artistic Labour in Berlin«). Zuvor arbeitete sie u.a. an der Humboldt Universität Berlin, University of the Arts London und Izmir University of Economics. Vor und neben der Wissenschaft arbeitete sie als Journalistin, Tourmanagerin für das Musikprojekt Brothers Keepers, Kuratorin am Ballhaus Naunynstrasse, und als Organisatorin und Dozentin u.a. für das Community College der Kunsthalle Mannheim.

Rena Onat ist Kunst- und Medienwissenschaftlerin und interessiert sich für Queer of Color Kritik in der visuellen Kultur. Sie positioniert sich als türkeistämmige Femme of color und arbeitet zurzeit an ihrer Doktorarbeit zum Thema „Strategien des Widerstands, des Empowerments und des Überlebens in den Werken queerer Künstlerinnen of Color im deutschen Kontext”. Sie ist Lehrbeauftragte an der Alice-Salomon-Hochschule Berlin und war bis Mai 2019 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Medienwissenschaft an der HBK Braunschweig und davor wissenschaftliche Mitarbeiterin im Helene-Lange-Kolleg Queer Studies und Intermedialität an der Uni Oldenburg.

Isidora Randjelović ist Dipl. Sozialpädagogin und Sozialarbeiterin. Sie ist Leiterin des feministischen Romnja* Archiv RomaniPhen. Sie schreibt über Verflechtungen im Schnittpunkt von race und gender so wie Bewegungen und Selbstorganisation und engagiert sich in der IniRromnja. Isidora Randjelović ist Lehrbeauftragte an der Alice-Salomon Hochschule Berlin und Mitglied des Vorstands von RomaniPhen e.V.

Kategorien Allgemein

»Passing it On« – Winter School

15./16. November 2019

In Kooperation mit dem Nachbarschaftshaus Urbanstraße

Die Winter School bildet den Abschluss des Fortbildungs- und Empowermentprojektes »Passing it On«. Der Fokus des Projektes liegt auf der Verknüpfung von Theorie und Praxis und hierbei insbesondere auf der gemeinsamen Erarbeitung von individuellen und kollektiven Politiken des Handelns innerhalb marginalisierter Communities in Geschichte und Gegenwart.

In der zweitägigen Winter School werden Aktivist*innen und Expert*innen aus Politik, Kunst, Kultur und Wissenschaft den historisch informierten Raum, der im Rahmen von »Passing it On« in Ansätzen geschaffen wurde, weiter vertiefen und in vier Panels bisherige Kernthemen sowohl interdisziplinär als auch generations- und community-übergeifend mit den Teilnehmenden diskutieren.

Auf welche Formen von Bündnissen und solidarischem Handeln können wir zurückgreifen? Wie lassen sich Leerstellen und Überschreibungen sowohl in hegemonialen als auch in marginalisierten Diskursen, Narrativen und Bewegungsgeschichten sichtbar machen und wie können wir damit umgehen? Welche Gemeinsamkeiten und Widersprüche finden sich im Kontext politischer Bewegungen und in kollektiven Findungsprozessen? Wie können wir Strategien des “Gegen-Erzählens” und des Empowerments teilen und weiterentwickeln?

Die sind einige Punkte, über die in der Winter School gemeinsam nachgedacht werden sollen. Ein wichtiges Anliegen ist es uns dabei, kritisch informierte Formen des Austausches und des Lernens zu finden, deren Impact nachhaltig weiter wirken kann.


PROGRAMM

FREITAG, 15. NOVEMBER, 17:00 – 20:00

17:00: Einführende Worte/Vorstellung des Projektes »Passing it On«:

Nicola Lauré al-Samarai und Iris Rajanayagam (xart splitta).

17:15: Keynotegespräch: Bewegungsgeschichte*n – Dokumentation, Archivierung und Weitergabe.

Mit: Saraya Gomis, Katja Kinder, Nicola Lauré al-Samarai und Iris Rajanayagam.

19:00: Raum für Austausch und Vernetzung


SAMSTAG, 16. NOVEMBER: 9:00 – 20:30

9:00: Einlass/Anmeldung

9:30: Begrüßung(Dt.): Nicola Lauré al-Samarai, Iris Rajanayagam

10:00: Panel I (Dt.) – Akademisierung von Wissen – Von theoriearmer Praxis zu praxisarmer Theorie?:

Onur Suzan Nobrega, Nicola Lauré al-Samarai, Isidora Randjelović.

Moderation: Iris Rajanayagam

 

11:30: Kaffeepause

 

11:45: Panel II (Dt.) – Bündnisse I: Damals und heute – Kontinuitäten, Unterschiede, Brüche:

Jihan Jasmin Dean, Christiane Hutson, Saideh Saadat-Lendle.

Moderation: Nicola Lauré al-Samarai

 

13:30-14:30: Mittagspause

 

14:30: Panel III (Eng.) – Bündnisse II: “Von Beziehungsarbeit und Koalitionsarbeit”:

Edna Bonhomme, Clementine Ewokolo Burnley, Katja Kinder.

Moderation: Nicola Lauré al-Samarai

 

16:00: Kaffeepause

 

16:15: Panel IV (Dt.) – (Neue) Formen der basispolitischen Arbeit:

Moshtari Hilal, Zuher Jazmati, Saboura Naqshband, Rena Onat.

Moderation: Iris Rajanayagam

 

18:30: Abschluss

19:30: Ausklang und Beisammensein mit Snacks und Getränken

 

Informationen zu den Referent*innen


Anmeldung

Um uns die Planung zu erleichtern bitten wir um eine Anmeldung unter folgendem Link: www.eventbrite.de/e/passing-it-on-winter-school-registrierung-75641123637 . Eine Teilnahme ohne Anmeldung ist jedoch möglich!

 

Sprachen

Mit Ausnahme des Panels Nr. III wird die gesamte Winter School auf deutscher Lautsprache stattfinden. Für das englische Panel wird es Simultanübersetzung in deutsche Lautsprache geben. Es tut uns leid, dass wir keine DGS-Übersetzung anbieten können.

 

Kinderbetreuung

Wir können für den 16.11. ab 12h Kinderbetreuung anbieten. Bitte teilt uns bei Bedarf eine Woche vor der Veranstaltung unter contact@xartsplitta.net folgende Informationen mit:

· Anzahl der Kinder

· Alter der Kinder

· Bevorzugtes Pronomen der Kinder

· Ggf. Allergien oder Lebensmittelunverträglichkeiten

· Sonstige für die Betreuung relevante Informationen

 

Essen

Wir freuen uns über ein vegan/vegetarisches Mittagessen von Amma Catering

 

Veranstaltungsort

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Nachbarschaftshaus Urbanstraße statt.

Anschrift: Urbanstraße 21, 10961 Berlin. Das Nachbarschaftshaus ist zum größten Teil Rollstuhlgerecht. Es werden nur die Rollstuhlgerechten Räume verwendet. Eine Rollstuhlgerechte Toilette ist vorhanden.

 

Näheres zu Anfahrt: www.nachbarschaftshaus.de/kontakt/anfahrt/

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Konzeption und Leitung: Iris Rajanayagam & Nicola Lauré al-Samarai

Mitarbeit: Fallon Tiffany Cabral und Zara Zandieh sowie die »Closer Reading«-Gruppe

Nähere Informationen zum Projekt unter: www.xartsplitta.net/passing-it-on/


»Passing it On« wird von der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert.

 

 

In Kooperation mit dem Nachbarschaftshaus Urbanstraße.

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