Team und Beitragende

Team

Projektleitung:

Iris Rajanayagam ist Historikerin (MA Neuere/Neueste Geschichte, Universität zu Köln/Humboldt-Universität zu Berlin/University of Dar es Salaam). Sie arbeitet u.a. zu postkolonialen Theorien. Ihr Fokus liegt hierbei insbesondere auf koloniale Kontinuitäten in der deutschen bzw. europäischen  Migrations- Flüchtlings- und Asylpolitik, Intersektionalität sowie rassismus- und diskriminierungskritischer Theorie und Praxis. Sie ist Mitbegründerin der Radiosendung „Talking Feminisms“ bei Reboot.fm und war viele Jahre bei The Caravan for the Rights of Refugees and Migrants aktiv. Von 2013 bis 2016 war sie Teil des Redaktionsteams der Zeitschrift “Leben nach Migration” des Migrationsrates Berlin.  Zudem lehrt und forscht sie an der Alice Salomon Hochschule Berlin im Bereich „Rassismus und Migration“ und arbeitet als Programmleitung bei xart splitta.

 

Projektmitarbeit:

Fallon Tiffany Cabral ist Politikwissenschaftlerin (Diplom Politikwissenschaft, Geographie und Friedens- und Konfliktforschung, Philipps-Universität Marburg/ Universidad de Granada) und promoviert zur Schnittstelle von Familien- und Rassismusforschung (Pädagogische Hochschule Freiburg/Alice Salomon Hochschule Berlin). Sie arbeitet als Dozentin und Beraterin mit den Schwerpunkten Rassismus, Empowerment, sowie Gender und Postcolonial Theory. Zu ihren Zielgruppen gehören Studierende, Schüler*innen, Sozialarbeiter*innen, Lehrkräfte und Pädagog*innen. Bei xart splitta arbeitet sie im Programmteam des Symposiums „Neue Perspektiven auf … Erinnerung(en).Narrative.Zukunft“ mit.

Zara Zandieh arbeitet als freischaffende Filmemacherin und Kamerafrau, unterrichtet Filmemachen und gibt Workshops aus postkolonialer, queer-feministischer Perspektive. Ihre Filme wurden auf internationalen Filmfestivals gezeigt. Derzeit arbeitet sie mit Iris Rajanayagam bei xart splitta. Zara ist Meisterschülerin der Kunst und Medien der Universität der Künste Berlin, hat an der Filmschule filmArche Kamera studiert und bei LesMigraS im Empowermentbereich für LSBT*I*Q gearbeitet. 2008 war sie Mitorganisatorin und Programmiererin des Filmfestivals SECOND TAKE – Gender and Society in Cinema in Kabul.


Beitragende:

Mahdis Azarmandi hat ihre Promotion am National Centre for Peace and Conflict Studies der University of Otago in Aoteroa, Neuseeland abgeschlossen. Sie hat einen Masterabschluss in Peace, Conflict and Development des UNESCO Chair in Philosophy for Peace der Univesität Jaume I sowie einen Bachelorabschluss in Politikwissenschaften, Judaistik und Englisch. Ihre Forschungsinteressen liegen in den Bereichen Rassifizierung und Antirassismus, Feminismus, Critical Whiteness Studies und Erinnerungspolitik sowie Kolonialisierung und Dekolonialisierung. Azarmandi war eine der Organisatorinnen der Decolonize the City!-Konferenz in Berlin im Jahr 2012.

Macarena Gómez-Barris ist Kulturkritikerin und Autorin. Sie ist Gründerin und Leiterin des Global South Center, einerZentrum für kritische Auseinandersetzung, ästhetische Praxis und experimentelle Formen des sozialen Lebens. Zurzeit ist sie Vorsitzende des Department of Social Science and Cultural Studies in Brooklyn, New York. Macarena beschäftigt sich mit dem kulturellen Gedächtnis, Race, Queer- und Dekoloniale-Theorien und dem Umdenken im Anthropozän. Sie ist Autorin des kürzlich erschienenen Buches “The Extractive Zone: Social Ecologies and Decolonial Perspectives”, das das soziale Leben durch fünf extraktive Szenen des ruinösen Kapitalismus auf indigenen Territorien theoretisiert (Duke University Press, 2017). Sie ist auch Autorin von “Beyond the Pink Tide: Art and Politics in the Américas” (UC Press, 2018, in Vorbereitung), “Where Memory Dwells: Kultur und staatliche Gewalt in Chile” (UC Press, 2009) und gemeinsam mit Herman Gray Mitherausgeberin  von “Towards a Sociology of a Trace” (University of Minnesota Press, 2010). Macarena ist Autorin zahlreicher Essays in Kunstkatalogen, darunter Arbeiten über Laura Aguilar, Julie Mehretu, Cecilia Vicuña und Carolina Caycedo sowie von Fachzeitschriften. Macarena war 2014-2015 Fulbright-Stipendiatin in der Abteilung für Soziologie und Gender in FLACSO Ecuador, Quito.

Manuela Bauche rekonstruiert Geschichte. Sie ist Historikerin und hat zur Geschichte des deutschen Kolonialismus geforscht und veröffentlicht. Ihre Dissertation Medizin und Herrschaft. Malariabekämpfung in Kamerun, Ostafrika und Ostfriesland (1890–1919) erschien 2017 im Campus-Verlag. Als Referentin für politische Bildung hat sie zudem Projekte zur Auseinandersetzung mit Kolonialgeschichte geleitet, als Aktivistin engagiert sie sich für eine aktive Erinnerung an deutschen Kolonialismus, u.a. mit www.kolonialismusimkasten.de. Derzeit forscht sie am Museum für Naturkunde Berlin über die Geschichte naturkundlicher Expeditionen im Kalten Krieg.

Natalie Bayer ist seit 2018 Leiterin des Friedrichshain-Kreuzberg Museums, Berlin. Zuvor war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin für Migration, neue Methoden und Format am Münchner Stadtmuseum. Sie ist Mitglied von „kritnet – Netzwerk für kritische Migrations- und Grenzregimeforschung“, Beirätin und Beraterin für Kulturprojekte. Neueste Publikation: Bayer, Natalie/Kazeem-Kaminski, Belinda/Sternfeld, Nora (Hg.) (2017): „Kuratieren als antirassistische Praxis“. Berlin/Boston: Walter de Gruyter. Demnächst reicht Natalie Bayer ihre Dissertation „Migration on Display ein. Eine wissensanthropologische Studie zum kulturpolitischen Migrationsdiskurs im Museum“ an der Georg-August-Universität Göttingen ein. Ihre Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte sind Stadt, Rassismus, Geschichtspolitiken und Migrationsgeschichte.

Clementine Ewokolo Burnley lebt als Wahl-Berlinerin in der Stadt, in der auch ihr erster Roman Scatterchild spielt. Geboren in der ehemaligen deutschen Kolonie Kamerun und aufgewachsen in Großbritannien, beschäftigt sich die Autorin und Medienwissenschaftlerin in ihrer Arbeit mit den Themen Verlust, Überleben und Interkulturalität. Sie hat u.a. veröffentlicht bei edition assemblage, Teamangelica Press, im Versal Journal, in The Feminist Wire und im Parabola Magazine. 2017 war sie nominiert für den Bristol Short Story Prize und Finalistin für das Miles Morland Stipendium. Sie twittert unter @decolonialheart.

Nikita Dhawan, M.A. M.A. (Mumbai), Dr. phil. (Bochum), ist seit 2014 Professorin für Politische Theorie mit thematischer Akzentuierung im Feld Frauen- und Geschlechterforschung an der Universität Innsbruck bis 2016 war sie Direktorin des Frankfurt Research Center for Postcolonial Studies am Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Transnationaler Feminismus, Globale Gerechtigkeit, Menschenrechte sowie Demokratie und Dekolonisierung.

Shanice Dover ist Diplomjournalistin, Marketingexpertin und Social Media Editorin für gal-dem – ein Online- und Printmagazin und kreatives Kollektiv, bestehend aus über 70 Frauen und nicht-binären People of Colour, das im September 2015 gegründet wurde.

Athena Farrokhzad wohnt und arbeitet in Stockholm. Sie ist Dichterin, Literaturkritikerin, Übersetzerin, Dramatikerin und lehrt kreatives Schreiben. Nach mehreren Jahren der Zusammenarbeit in Lyrikprojekten und internationaler Kooperation veröffentlichte sie 2013 ihren ersten Lyrikband, „Vitsvit“ im Albert Bonniers Verlag. Das Buch dreht sich um die Themen Revolution, Krieg, Migration und Rassismus und wie diese Erfahrungen das Leben verschiedener Familienmitglieder bestimmen. „Vitsvit“ wurde in mehrere Sprachen übersetzt und auch zu einem Theaterstück gemacht. Im selben Jahr wurde ihr erstes Theaterstück, Päron, am Ung Scen/Öst uraufgeführt.

Diane Izabiliza studiert Soziokulturelle Studien an der Europa Universität Viadrina, in Frankfurt/Oder. Sie ist Absolventin des Bachelorstudiengangs Soziale Arbeit an der ASH Berlin und gelernte Erzieherin. Zu ihren Studienschwerpunkten gehören, Gender, Rassismusforschung, postkoloniale Theorien, Intersektionalitätsforschung und kritische Migrationsforschung. Sie arbeitet als studentische Mitarbeiterin im Praxis Forschungsprojekt „Passkontrolle! Leben ohne Papiere in Gescheite und Gegenwart“. Zuvor war sie im Praxis Forschungsprojekt „Erinnerungsorte. Vergessene und verwobene Geschichten“ tätig. Von 2011 bis 2016 war sie Gründungsmitglied im Jugendnetzwerk „Ruanda Connection“.

Olga Gerstenberger ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „Passkontrolle! Leben ohne Papiere in Geschichte und Gegenwart“ und Lehrbeauftragte an der Alice Salomon Hochschule. Zuvor war sie Koordinatorin im Projekt „Erinnerungsorte. Vergessene und verwobene Geschichten“. Sie studierte Politikwissenschaft an der Universität Bielefeld und hat einen vom DAAD geförderten Master in „Ideology and Discourse Analysis“ (University of Essex). Nach Abschluss ihres Studiums unterrichtete sie an der Freien Universität Berlin, sowie der Alice Salomon Hochschule im Bereich der rassismuskritischen Migrationsforschung/historisch-politischen Bildung und war in unterschiedlichen Film- und Bildungsprojekten, vor allem bei der Initiative with WINGS and ROOTS, aktiv.

Ayşe Güleç ist als forschende Aktivistin und Kulturarbeiterin in selbstorganisierten Initiativen in den Bereichen Migration, Postkolonialismus, Anti-Rassismus und Kunst wie z.B. in der Initiative „6. April“ und dem Tribunal „NSU-Komplex auflösen” aktiv. Sie war als Community Liaison im Artistic director office der documenta 14 in Kassel tätig. Sie studierte Sozialpädagogik an der Universität Kassel und begann ab 1998 im Kulturzentrum Schlachthof im Bereich Migration und (inter-)kulturelle Bildung zu arbeiten. Sie entwickelte den documenta 12 Beirat und war in Folge dessen die Sprecherin. Sie wurde Mitglied der Maybe Education Gruppe der dOCUMENTA (13) und bildete einen Teil der Kunstvermittler*innen aus.

Noa K. Ha ist gelernte Landschaftsgärtnerin und studierte Landschaftsplanerin. Nach ihrer Promotion in Architektur an der TU Berlin ging sie als Post-Doc ans dortige Center for Metropolitan Studies. Sie ist Vorstandsmitglied im Migrationsrat Berlin-Brandenburg e.V., engagiert sich im asiatisch-deutschen Netzwerk korientation e.V. und in der Critical Ethnic Studies Association (CESA). Ha arbeitet und forscht an den Schnittstellen zwischen Postkolonialismus, Rassismus, Feminismus, Migration und Stadt. Sie war eine der Organisatorinnen der Decolonize the City!-Konferenz in Berlin in 2012.

Rajkamal Kahlon. In den Werken der amerikanischen Künstlerin Rajkamal Kahlon erleben wir eine Autopsie, eine Sezierung der visuellen Hinterlassenschaften des Imperiums. Der Körper – verletzt und transformiert – ist ein immer wiederkehrendes Motiv in Kahlons Werk. Politischen und intimen Formen der Gewalt ausgesetzt, wird der Körper auch zu einem Raum der Transformation und des Widerstands. Ihre Arbeit verwandelt die Grenzen der politischen Erfahrung in eine emotionale Arena, die sich zwischen Wut, Trauer, Rache und Humor bewegt.

Emily Ngubia Kessé hat bisher unter anderem an der Humboldt-Universität zu Berlin geforscht und unterrichtet und hat als Teil des Schwarzen Literatur- und Medien-Archivs EOTO gewirkt. Als promovierte Neurowissenschaftlerin mit soziopolitischem Fokus arbeitet Emily Ngubia innerhalb und außerhalb der Universität gegen rassistische_sexistische Praxen der Wissens- und Geschichtsherstellung, und hat an zahlreichen Diskussionen über institutionelle Veränderungen an deutschsprachigen Universitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz teilgenommen. Besonders wichtig ist es ihr dabei, junge Schwarze Menschen und Student*innen of Colour in ihrer akademischen Laufbahn zu empowern.

Anna Kim, geboren 1977 in Südkorea, lebt und arbeitet in Wien und Berlin. Letzte Veröffentlichungen: „Anatomie einer Nacht”“(2012), „Fingerpflanzen“ (2017) und „Die große Heimkehr“ (2017). Für ihr Werk erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien, zuletzt den Literaturpreis der Europäischen Union 2012.

Denise Garcia Bergt und Jennifer Kamau (International Womens Space) sind beide in der Organisation International Women’s Space aktiv, eine in Berlin ansässige feministische politische Gruppe von Migrant*innen und geflüchteten Frauen*, sowie Frauen* ohne diese Erfahrungen. Sie sind gemeinsam aktiv im Kampf gegen Rassismus, Sexismus und anderen intersektionalen Machtstrukturen.

Garunya Karunaharamoorthy studierte Franko-Deutsche und Europastudien in Berlin (FU), Paris (Sciences-Po, Sorbonne-Nouvelle) und London (LSE) und erwarb ein Diplom in Tamil (TBV) sowie in Karnatischer Musik (OFAAL). Sie ist ausgebildete Bharatanatyam Tänzerin. Garunya arbeitet als leitende Herausgeberin beim Lexxion Verlag und als Lehrerin bei der Tamilischen Bildungsvereinigung e.V. in Berlin.

Philip Kojo Metz. Nach dem Studium der Fotografie studierte Philip Kojo Metz Bildhauerei an Akademie der bildenden Künste in München und schloss als Meisterschüler ab. In den Jahren nach der Akademie erlangte er zahlreiche nationale und internationale Förderungen und Stipendien und ist inzwischen in internationalen Ausstellungen vertreten. Sein Projekt „Adler Afrika“, aus dem die hier vorgestellte Arbeit stammt, fand in den letzten Jahren international Beachtung. Sein zentrales Thema ist in diesem Arbeitszyklus, vor einem authentischen Hintergrund die Geschichte Deutschlands in verschiedenen afrikanischen Ländern zu erforschen – sozusagen einem „verborgenen“ Teil der deutschen Geschichte.

Sunanda Mesquita ist bildende Künstlerin, Community Organiser, Kuratorin und Mitbegründerin von WE DEY x SPACE in Wien, Österreich. (we-dey.in)
Derzeit studiert sie an der Akademie der bildenden Künste Wien Video und Videoinstallation. In ihrer künstlerischen Praxis konzentriert sie sich auf die Möglichkeiten einer radikalen, utopischen, queeren, feministischen Kollektivität von Schwarzen Menschen und People of Colour und die Themen Community, Solidarität und Zugehörigkeit.

Sita Ngoumou ist praktizierende Frauenärztin im Saarland und seit 2007 parallel als bildende Künstlerin tätig. Sie ist in Yaoundé (Kamerun) aufgewachsen, Tochter eines kamerunischen Vaters und einer deutschen Mutter. Ihre Bilder erzählen Geschichten, die u.a. von Identität und Transkulturalität handeln. Dafür bedient sie sich verschiedener Techniken. Sie bevorzugt die Malerei und das Zeichnen, verwendet aber auch Siebdruck, Collagen und digitale Bildtechniken.

Musa Okwonga ist Dichter, Journalist und Musiker. Er studierte Jura in Oxford, bevor er eine Laufbahn als Rechtsanwalt aufgab, um Dichter zu werden. Er gewann die WHSmith Young Writers Competition 1996 und schrieb zwei Bücher über Football, wobei das erste, A Cultured Left Foot, für den William Hill Sports Book of the Year Award 2008 nominiert war. Er schreibt für The Economist, The New York Times, The New Statesman, Al-Jazeera, Foreign Policy, and The Guardian. Musa Okwongas Musik wird gespielt von BBC Radio One, BBC6 Music und Xfm, das Q Magazine nannte den Sänger „a globe-trotting Mike Skinner“ und er ist eine Hälfte des future blues outfit BBXO. (Übersetzung Petra Gropp)

Moona Moon ist Diplom-Sozialpädagogin/Diplom-Sozialarbeiterin, Empowerment-Trainerin sowie Poetess und Schreib-Trainerin.

Rena Onat arbeitet zurzeit an ihrer Doktorarbeit zum Thema „Strategien des Widerstands, des Empowerments und des Überlebens in den Werken queerer Künstlerinnen of Color im deutschen Kontext“. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Medienwissenschaften an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Ihre Forschungsinteressen liegen an den Schnittstellen von Visual Culture Studies und Queer of Colour Critique.

Sharon Dodua Otoo schreibt Geschichten. Sie ist Schwarze Britin, Mutter, Aktivistin, Autorin und Herausgeberin der englischsprachigen Buchreihe ›Witnessed‹ in der edition assemblage. Ihre neueste Veröffentlichung „die dinge, die ich denke, während ich höflich lächle…“ und „Synchronicity. Zwei Novellen“ erschien 2017 in Fischer Verlag. Sie hat mit dem Text „Herr Gröttrup setzt sich hin«“ den Ingeborg-Bachmann-Preis 2016 gewonnen.

Peggy Piesche geboren und aufgewachsen in der DDR, ist eine Schwarze deutsche Literatur- und Kulturwissenschaftlerin und transkulturelle Trainerin für kritische Weißseinsreflexion in Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Seit 1990 ist sie in der Schwarzen (deutschen) Bewegung aktiv und Mitfrau bei ADEFRA e.V. (Schwarze Frauen in Deutschland) und seit 2016 im Vorstand von ASWAD (Association for the Study of the Worldwide African Diaspora). Ihre Forschungs- und Lehrtätigkeit liegt in den Feldern von Diaspora und Translokalität, Performativität von Erinnerungskulturen (Spatiality and Coloniality of Memories) sowie Black Feminist Studies, Critical Race und Whiteness Studies.

Raju Rage ist interdisziplinäre*r Künstler*in und Aktivist* in London. Raju Rage nutzt Kunst, Bildung und Aktivismus, um kreatives Überleben zu schaffen. Raju Rage beschäftigt sich mit der Überbrückung der Lücke zwischen getrennten/verbundenen Körpern, Theorie und Praxis sowie Ästhetik und Politik. Raju Rage konzentriert sich auf Widerstandstrategien und verwendet Skulptur, Textilien, Druck, Video und Ton. Raju Rage’s frühere Arbeiten in der Performancekunst beschäftigten sich mit Spannungen und Konflikten um die Vermittlung von Identität, wobei der Schwerpunkt auf der Erforschung, Konstruktion und Performativität von race, Ethnizität, Queerness und diasporische Kultur, Un/sichtbarkeit, Stereotypen, ethnischen Codes, Ideologien und Perspektiven über den geschlechtsspezifischen und rassifizierten Körper lag. Raju Rage ist Pädagog*in und Mitglied des Collective Creativity Arts. www.rajurage.com / qtipoccollectivecreativity.tumblr.com.

Isidora Randjelović. Studium der Sozialpädagogik/Sozialen Arbeit und jahrelange Tätigkeit als Sozialpädagogin im Bereich der Jugendhilfe und in der politischen Bildungsarbeit. Sie leitet das Feministische Romnja Archiv RomaniPhen in Berlin. Nebenberuflich lehrt sie an der Alice-Salomon-Hochschule zu Rassismus und Migration. Inhaltliche Arbeitsschwerpunkte und Publikationen fokussieren den Rassismus gegen Rom*nja und Sinte*zza sowie deren bürgerschaftliches Engagement und aktuelle soziale Bewegungen, Empowermentperspektiven, kritische Soziale Arbeit und feministische Analysen. Sie engagiert sich in der IniRromnja, einem Netzwerk Berliner Sinti- und Romafrauen*.

Emilia Roig ist Gründerin und Direktorin des Center for Intersectional Justice (CIJ) in Berlin. Sie promovierte an der Humboldt Universität zu Berlin und an der Science Po Lyon zum Thema strukturelle Diskriminierung in Frankreich und Deutschland aus einer intersektionalen Perspektive. Sie lehrte in Deutschland, Frankreich und USA zu Intersektionalität, Critical Race Theory und Postkoloniale Studien sowie Völkerrecht und Europarecht. Sie ist auch Dozentin im Social Justice Study Abroad Programm von DePaul University of Chicago. Von 2007 bis 2011 arbeitete sie bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Kambodscha, bei der International Labour Organisation (ILO) in Tansania und Uganda und bei Amnesty International in Deutschland.

Nicola Lauré al-Samarai ist Geschichts- und Kulturwissenschaftlerin und arbeitet als freie Autorin und Lektorin. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Schwarze und Diaspora Studien, Critical Race Feminism, kritische Museologie sowie marginalisierte Erinnerung und Postkolonialität. Sie partizipierte im Langzeit-Ausstellungsprojekt „Homestory Deutschland. Schwarze Biografien in Geschichte und Gegenwart“ (2005-2012), gab gemeinsam mit Kien Nghi Ha und Sheila Mysorekar die Anthologie „re/visionen: Postkoloniale Perspektiven von People of Color auf Rassismus, Kulturpolitik und Widerstand in Deutschland“ (2007) heraus und hat zu Schwarzer deutscher Geschichte, marginalisierten Erinnerungs- und Kulturpolitiken sowie zu repräsentationspolitischen Fragen veröffentlicht.

Bahar Sanli studierte Kulturwissenschaft und Kommunikationswissenschaft (MA) an der Humboldt Universität und an der Freien Universität Berlin. Sie arbeitet seit 2009 als Gemeinwesenarbeiterin im Nachbarschaftshaus Urbanstraße und baut u.a. gemeinsam mit Bewohner*innen, Initiativen und Organisationen Aktions- und Diskurs-Räume in der Nachbarschaft zu verschiedenen
(Stadtteil-)Themen wie Gentrifizierung, Armut, Rassismus, Migration und Inklusion auf. Ihr Ausgangspunkt ist das gründerzeitliche Altbaugebiet Graefe-Kiez in Kreuzberg. Seit 2009 unterrichtet sie Gemeinwesenarbeit an der Evangelischen Hochschule Berlin.

Talking Feminisms ist ein Team von Frauen* mit unterschiedlichen Hintergründen, vereint in der Idee des intersektionalen, queer-feministischen Empowerments; und viel Liebe zu Musik. http://reboot.fm/category/magazin-talk/talking-feminisms/

Tuğba Tanyılmaz ist Erzieherin und Sozialarbeiterin. Ihre Schwerpunkte sind diskriminierungsfreie Erziehung, Intersektionalität, Homo- und Transphobie, Krisenintervention und Konfliktmanagement. Sie arbeitete 4 Jahre bei GLADT e.V. und war als psychosoziale Beraterin/Sozialarbeiterin in einem Frauenhaus tätig. Als selbständige Bildungsreferentin bietet sie Workshops und Lehrveranstaltungen für Lehrer*innen, Eltern, Studierende, (angehende-) Pädagog*innen, Erzieher*innen und anderen Multiplikator*innen aus sozialen Berufen (zu den Themen: Gender, Homophobie, Transphobie, Sexualität, Identität, Rassismus, Diskriminierungen und Empowerment), an. Tanyılmaz ist Mitbegründerin der Initiative intersektionale Pädagogik (i-Päd) und aktuell Geschäftsleitung des Migrationsrats Berlin.

Fatima El-Tayeb ist Professorin für Literatur und Ethnic Studies an der University of California, San Diego. Sie arbeitet zu Rassismus in Europa, mit Fokus auf Widerstandstrategien rassifizierter Communitys, insbesondere solche, die eine intersektionale, queere Kunstpraxis mobilisieren. Sie hat drei Bücher und zahlreiche Essays zur Interaktion von „Rasse“, Geschlecht, Sexualität und Nation veröffentlicht, zuletzt „Undeutsch. Die Konstruktion des anderen in der postmigrantischen Gesellschaft“, Unrast 2016). Neben ihrer akademischen Arbeit ist sie in antirassistischen, migrantischen und queer of colour Zusammenhängen aktiv. Sie ist Mitbegründerin des Black European Studies Projekts (BEST) und Co-Autorin des „Films Alles wird gut“ (1997).

Ceren Türkmen ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Sie ist Soziologin und arbeitet, schreibt und doziert zur Geschichte der Arbeitsmigration in Deutschland, (historischer) Rassismus- und politische Migrationsforschung, Neomarxismus & Postkoloniale Kritik, Stadtsoziologie und Kapitalismusforschung. Seit Mitte der 1990er Jahre ist sie aktiv in MSOs und in der NSB. Sie ist Mitglied im politischen Sound-Art-Kollektiv Ultra-red.

Hengameh Yaghoobifarah, geboren 1991 in Kiel, studierte „irgendwas mit Medien“ (Medienkulturwissenschaft) und „mal was Exotisches“ (Skandinavistik) an der Uni Freiburg und in Linköping. Währenddessen und auch jetzt bloggte Yaghoobifarah und schrieb als freie*r Autor*in, unter anderem für die taz, SPEX und die an.schläge. Heute arbeitet Yaghoobifarah in der Redaktion des Missy Magazines und lebt in Berlin.

 

Musik:

Hoe__mies (Lucia Luciano & Gizem Adiyaman) ist ein Community Raum, der Hip-Hop-Parties organisiert, die sich explizit an Schwarze/ of Colour Frauen*, nicht-binäre- und Trans*Personen richten.

Ford Kelly
spielt eine Mischung aus Afrobeats Hiphop und Dancehall und all der Musik, die euch zum Schütteln, Jaulen und Beben bringt. In Berlin ansässig und als DJ tätig wird Ford eine ganze Reihe von diasporischen Bässen und Klängen auf die Tanzfläche bringen. Ford könnt ihr bei queeren und/oder BPoC Partys und Festivals in und außerhalb Berlins erleben. www.mixcloud.com/FordKelly/

 

Essen:

Jelnar Ahmad lebt seit fast drei Jahren in Berlin und hat eine lange Leidenschaft für Essen und Kochen. In den letzten Jahren verlagerte sich Jelnars Interesse jedoch vom bloßen Kochen zu Hause oder für Freund*innen in den öffentlichen Raum. Mit der Unterstützung von Freund*innen startete Jelnar ein kleines Projekt namens ShegelBait (was soviel wie hausgemacht auf Arabisch bedeutet) mit einem Fokus auf den sozialen Aspekt von Essen, hauptsächlich Erinnerungen, Emotionen und Geschichten, die wir alle mit Essen, hausgemachtem Essen verbinden. Durch dieses Projekt stellt Jelnar Essen für einige Veranstaltungen zur Verfügung, hat eine Weile auch Küfa gemacht, musste aber aus Zeitgründen aufhören. Letzten Monat startete Jelnar einen Blog, um persönliche Geschichten über Essen zu schreiben und zu teilen. Der Blog ist noch in den ersten Schritten mit nur zwei Beiträgen, aber es wird noch viel passieren. Der Blog ist unter folgendem Link zu finden: https://shegelbait.wordpress.com/