kommunizieren wagen

wir freuen uns sehr: das magazin kommunizieren wagen ist da!

herausgegeben vom kollektief umkrempeln – ein projekt von xart splitta e.V.
erschienen im verlag w_orten und meer – verlag für antidiskriminierendes handeln
www.wortenundmeer.net

magazin, geheftet, DIN A4, 60 seiten, 4-farbig
preis: 6,20
issn: 2366-0678
erschienen im januar 2016

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infos zum heft:

irgendwie klappt es nie. in communities zu kommunizieren. und zwischen unterschiedlichen gruppen schon mal gar nicht. und selbst in langjährigen nahen kontakten gibt es ständig missverständnisse. dann doch lieber ganz aufhören zu kommunizieren…? und in dem versuchen, mit anderen verbindungen herzustellen ist vielleicht die leitung zu sich selbst abgebrochen.

in „kommunizieren wagen“ finden sich innere und äußere dialoge, schreibübungen und ambivalenzen, anregungen für gespräche und wut, inspirationen für wortungen und hadern mit diskriminierungen, gedichte, hosentaschencollagen und empowerment. alles dazu, wie kommunizieren versucht und verändert werden kann. und das in und trotz und mit unterschiedlichen machtverhältnissen und sozialen positionierungen. mit allem zweifeln und mutigsein, allen abgebrochenen satzanfängen und dem wagnis, kommunizieren immer wieder neu zu gestalten.

kollektief umkrempeln ist ein zusammenschluss von aktivis_tinnen, die lust haben, sich übers kommunizieren auszutauschen. und ihre gedanken, annäherungen und ideen dazu zu teilen. die personen des kollektivs sind in bezug auf rassismus und beHinderung privilegiert und handeln gender-nicht-konform.

ab sofort bestellbar unter: http://wortenundmeer.net/produkt/kommunizieren-wagen-kollektief-umkrempeln-hg/

ein paar ausgewählte seiten zum anschauen:

 

 

verhältnisse schaffen!

verwandtschaftsverhältnisse und soziale bezüge neu- und umbenennen

kennst du das auch? du erzählst freundix von deinem letzten besuch bei deiner schwester und ihren kindern: es war total blöd, wie deine schwester beim ausflug anderen gesagt hat ‚mein bruder‘ (also du) und die kinda dich immer ‚tante‘ genannt haben. du bist nicht schwester oder bruder oder tante oder onkel. du willst nicht mutter werden oder vater, sondern   ———–   und dann ist da so eine wortleere.

das wollen wir ändern! wir wollen mit euch zusammen neue oder schon gefundene formen finden, diskutieren, mit uns und euch teilen! wir möchten soso gerne wörter, die einfach sind zu sagen und/oder einfach zu schreiben oder mit denen x sich nicht strange und uncool fühlt oder benennungen die lust machen und anwesend!

zum start hier ein paar sätze zum reinfüllen und ausprobieren, gerne auch nur einzelne, wenn ihr ideen habt oder auch schon formen, die ihr benutzt:

 

ich bin nicht schwester oder bruder, ich bin ________________

 

ich bin nicht tochter oder sohn, sondern _________________

 

ich bin nicht vater oder mutter, mama, mutti, papa, ich bin _________________

 

ich bin nicht tante oder onkel, sondern __________________

 

nicht nichte, neffe, cousine, cousin, sondern __________________

 

noch mehr wichtige andere formen für euch? teilt mit uns, probiert aus, schickt uns eure ideen an

contact@www.xartsplitta.net

wir stellen sie ins netz, als anregung für uns und andere, zum weitadiskutieren und ausprobieren, zum verändern und da sein! yeah!

 

sprache

ist living

mit_teilung

handeln, immer wieder neu immer wieder anders

hegemonial

zurichtend

diskriminierungen und privilegierungen aus_drückend (für mich: mich einzwingend in zweigenderungen und meine weißen und ableistischen privilegierungen entnennend)

 

und dabei immer wieder

auch

möglichkeit

aus_druck zu suchen

vermittlung zu ver_suchen

kontakt

kommunikation

 

sprache ist immer auch handlung

ob ich spreche oder ob ich nicht spreche

ob ich schweige und wegsehe

ob ich mitlache oder nicke

ob ich laut über andere hinwegrede

wenn privilegierte diskriminierte als zu emotional zu aggressiv herstellen und damit von den eigenen aggressivitäten ablenken

wenn priviligierte nicht zuhören wollen wenn diskriminierte sprechen

und immer weiter nicht zuhören, wenn diskriminierte darum bitten und fordern, dass bestimmte begriffe nicht benutzt werden

wenn ich nicht unterbreche, wenn diskriminierende sachen gesagt werden

wenn ich unterbreche oder zumache, wenn andere was sagen, was mich irritiert, ungewohnt ist, aus einer anderen perspektive

 

alles das sprachliche handlungen

und auch alle versuche ent-diskriminierenden sprechens, schreibens, zu_hörens, lesens:

alle neuen worte wie x-formen, sternchen, @-formen

wie trans_xende ausdrucksweisen: handlungen und nicht identitäten formulierend versuchen

und alles noch nicht gesagte und geschriebene, mit dem zwangszweigenderungen herausgefordert werden, mit dem interdependente positionierungen explizit und kritische ver_ortungen ausgesprochen werden

alle konkreten benennungen von sprechpositionen

und auflösungen universalisierender ‘wir’s’

alle entscheidungen diskriminierte stimmen zu hören, zu zitieren, zu autorisieren

und alle offenen fragen

 

sprache ist leben gestalten

ist handeln

ist möglichkeit

ist immer in bewegung

immer herausfordernd herausforderbar