Online reading and discussion group: Queer of Colour Critique

Foto von Büchern, die im Lesekreis besprochen werden, Stiften, Bildern und anderen Gegenständen

With Rena Onat and Saida-Mahalia Saad

May 31th – October 25th 2021

*This reading circle will take place in spoken German. The final event with Chandra Frank and Gayatri Gopinath however, will take place in spoken English. Pls. find further information here.*


Buntes Foto von Büchern, die im Lesekreis besprochen werden, von Stiften, Bilder und anderen Materialen
© Rena Onat und Saida-Mahalia Saad

An fünf aufeinanderfolgenden Terminen möchten wir uns mit verschiedenen theoretischen Ansätzen der Queer of Colour Critique auseinandersetzen.

Queer of Colour Critique bedeutet erstmal recht allgemein eine kritische Perspektive von als ‚queer‘ und ‚of Colour‘ positionierten Personen. Zwar gibt es keine einheitliche Gruppe von ‚Queers of Colour‘ – der Begriff bezeichnet eine Vielzahl von unterschiedlichen Identitäten und Erfahrungen und aktuell wird deswegen auch eher von QTIBIPoCs (QueerTransInter*Black and Indigenous People of Colour) geschrieben. Es gibt aber die Gemeinsamkeit, sowohl von Rassismus als auch von Homo- und/oder Transfeindlichkeit betroffen zu sein, also Mehrfachdiskriminierung zu erleben. Das bedeutet auch, dass es geteilte Erfahrungen und geteilte Widerstands-, Überlebens- und Empowermentstrategien gibt. Queer of Colour Critique richtet sich beispielsweise gegen Rassismus und Weißsein als Status Quo auch innerhalb politischer Bewegungen, wie der Frauenbewegung, der Homosexuellen-/Queeren-Bewegungen, Subkulturen und Szenen. Sie ermöglicht außerdem ein Sprechen über die eigenen Erfahrungen mit Homo- und Transfeindlichkeit in der Gesellschaft und teilweise auch in den eigenen Communities. Gerade das ist schwer, auf Grund der vielen rassistischen Stereotype, die wir nicht bedienen wollen.

Wir meinen mit Queer of Colour Critique aktivistische, theoretische und künstlerische Positionen. Einige der Theorien, die von QTIBIPoCs veröffentlicht wurden, wollen wir euch im Lesekreis vorstellen und mit euch diskutieren, weil wir denken, dass sie uns Worte geben für das, was wir selbst erleben und uns inspirieren und stärken können. Die Texte, die wir lesen wollen, sind von José Esteban Muñoz, Sara Ahmed, Gloria Anzaldúa, Riley Snorton und Jin Haritaworn. Zu unserer Session zu Gloria Anzaldúa haben wir Maque Pereyra als weiteren Gast eingeladen, da sie in ihrer künstlerischen Arbeit viele Bezüge zu Gloria Anzaldúa macht und wir gerne mehr darüber hören wollen. Für den Abschlusstermin im Herbst haben wir Chandra Frank und Gayatri Gopinath für ein gemeinsames Gespräch über Queer Diaspora und Archive eingeladen.

Fragen, die uns beschäftigen und über die wir gemeinsam nachdenken wollen, sind: Wie können wir es schaffen, dass Wissenschaft und Wissen, die QTIBIPoCs betreiben und hervorbringen, zurück in die Communities gelangen? Welche Bedeutung können auch unser Erfahrungswissen und unsere politische Praxis für diese Theorien und Konzepte haben? Inwieweit können diese Theorien auch im Sinne bell hooks als “Liberatory Practice” und “Healing Theory” verstanden werden? Und nicht zuletzt: Was machen wir damit, dass viele der Theorien aus den USA kommen und auf Englisch sind?

Wir wollen uns der Theorie aus der Perspektive unserer gemeinsamen Freund*innenschaft heraus annähern. Dinge, über die wir gerne sprechen, unsere persönlichen Erfahrungen als queere BIPoC Personen in Deutschland, sowie politische Praxis möchten wir mit Theorie verknüpfen. Wir möchten einen Raum schaffen, indem wir uns austauschen, bereichern und Theorie nicht nur als ‚akademisch produziert und nutzbar‘ verstehen können. Unsere Freund*innenschaft ist demnach ein wesentlicher Bestandteil unserer Gespräche über Theorie.

Die gemeinsamen Gespräche werden von Rena Onat und Saida-Mahalia Saad angeleitet und finden ab dem 31. Mai online jeweils am Montag statt. Die Termine können einzeln oder zusammen besucht werden. Texte werden vorab verschickt. Das Lesen dieser ist nicht die Voraussetzung für eine Teilnahme.

Der Lese- und Gesprächskreis richtet sich ausdrücklich an Personen, die sich als Schwarze Menschen, Indigenous oder People of Colour identifizieren. Die Bereitschaft, sich mit BIPoC Queer- und Trans*themen auseinanderzusetzen ist Voraussetzung für die Teilnahme am Kurs. Das Angebot findet bewusst außerhalb eines akademischen Settings statt und richtet sich explizit auch an Personen, die sich nicht innerhalb von akademischen Kreisen und Theorien bewegen. Grundlage für die Treffen ist eine gegenseitige Anerkennung unterschiedlicher Formen des Wissens und eigener Erfahrungen. Die (englischen!) theoretischen Texte, die für die jeweiligen Treffen gelesen werden können, werden dementsprechend immer von Rena Onat und Saida-Mahalia Saad aufbereitet und in eigenen Worten als Input dem Austausch vorangestellt.

Programm des Lesekreises

Montag, 31. Mai, 18-20h: José Esteban Muñoz – Disidentification

Als erstes wollen wir mit euch über das Buch “Disidentification – Queers of Color and the Performance of Politics” (1999) von José Esteban Muñoz sprechen. Der Begriff Disidentification ist erstmal etwas abstrakt. Er bezeichnet jedoch eine Erfahrung, die viele von uns kennen, nämlich in verschiedenen Räumen immer nur mit einem Teil unserer Identität sein zu können, sich weder ganz zu identifizieren, noch sich gar nicht zu identifizieren. Etwas dazwischen. Muñoz ist Wissenschaftler in Performance Studies und erklärt Disidentification anhand verschiedener künstlerischer Arbeiten. Für ihn ist es gleichzeitig eine Überlebens- und Widerstandsstrategie und es kann zu etwas führen, was er “queeres worldmaking” nennt.

Montag, 28. Juni, 18-20h: Sara Ahmed – Orientierung und Queer Phenomenology

Sara Ahmed ist inzwischen sehr bekannt und wird viel diskutiert. Meistens geht es dabei viel um ihre Perspektiven auf Antidiskriminierung und Institutionenkritik oder um ihre Figur der “Feminist Killjoy”. Wir wollen mit euch darüber sprechen, was Sara Ahmed über Orientierung und Queere Phänomenologie zu sagen hat. Das ist ein theoretischer Ansatz, der nicht so einfach ist, nicht, weil Ahmed sich unnötig schwierig ausdrückt, sondern weil es komplexe Gedanken sind, die sie sich macht. Wir finden aber, dass es sich lohnt. Sie fragt danach, was es heißt, orientiert zu sein? Sie nimmt die Frage der Orientierung z.B. in sexueller Orientierung wörtlich. Aber sie fragt auch, was Orientierung und Orientalismus miteinander zu tun haben. Das Interessante an ihrem Ansatz ist, dass sie über strukturelle Machtverhältnisse nachdenkt, aber auch, wie diese Einfluss auf unsere Körper haben. Denn der Körper ist der Ausgangspunkt von Orientierung und Wahrnehmung.

Montag, 26. Juli, 18-20h: Jin Haritaworn & Riley Snorton – “Transnecropolitics”

In ihrem gemeinsamen Text reflektieren Jin Haritaworn und Riley Snorton über Politiken im Umgang mit dem Tod von Trans* Personen of Colour. Die Forderung, dass wir Platz für die Perspektiven von (lebenden) Trans* of Colour schaffen müssen, wird immer noch häufig abgewehrt als “PC that goes too far”, als politisch-korrekt was zu viel verlangt sei, wie Jin Haritaworn erklärt. Bei Veranstaltungen wie dem Transgender Day of Remembrance, bei dem an Opfer transfeindlicher Gewalt gedacht wird, sind es jedoch größtenteils Namen nicht-weißer Trans* Menschen, die verlesen werden. Wann bekommen also Trans* of Colour Aufmerksamkeit innerhalb von Queer und Trans Aktivismus? Was genau meint “Transnecropolitics”? Was können wir auch lernen über Politiken der Erinnerung und des Gedenkens?

Montag, 27. September, 18-20h: Gloria Anzaldúa – Borderlands
mit Maque Pereyra Queen of Yoggaton (wahrscheinlich auf Englisch)

Gloria Anzaldúas Buch “Borderlands / La Frontera” ist bereits von 1987. Sie ist eine Theoretikerin, die lange Zeit nur sehr wenig beachtet wurde, gerade auch innerhalb der Queer Theory. Dabei ist sie eine der ersten, die dazu geschrieben hat. Sie schreibt ausgehend von ihrer Erfahrung als queerer Chicana, aufgewachsen im “Borderland” zwischen den heutigen USA und Mexico. Sie schreibt über koloniale Grenzziehungen aber auch über Grenzen durch den Körper, durch Sprache sowie über Spiritualität. Bereits mit der Form ihres Textes leistet Gloria Anzaldúa Widerstand gegen das, was sie kritisiert, indem sie vermeintliche Gegensätze zusammenbringt: Sie mischt geschichtliche und theoretische Ausführungen mit Gedichten, kombiniert ihr Erfahrungswissen mit Wissen zu Geschichte, Ethnologie, präkolumbianischer Mythologie und Politik. Sie schreibt einzelne Wörter oder ganze Passagen auf Spanisch – wohlwissend, dass ein Teil der englischsprachigen Leser*innen diese Textteile nicht verstehen wird. Anzaldúa teilt mit uns nicht nur ihre Analysen und Erfahrungen sondern viele Visionen und Utopien.

Maque Pereyra studierte Psychologie in La Paz, Bolivien und absolvierte den MA Solo Dance Authorship am HZT Berlin. Sie ist Tänzerin, Performerin, DJ, Psychologin und bietet ganzheitliche Bewegungstherapie im Casa Kuà an. In ihren Performances arbeitet sie mit indigen-futuristischen Perspektiven und hatte u.a. Auftritte in den Sophiensälen oder im Haus der Kulturen der Welt in Berlin. Außerdem hat sie die Praxis Yoggaton entwickelt, die sie in Workshops und über YouTube-Videos vermittelt. Mehr zu ihr auf yoggaton.com und instagram.

Montag, 25. Oktober, 18-20h: Diskussion mit Chandra Frank und Gayatri Gopinath

Pls. find further information here.

Informationen zur Anmeldung und Teilnahme

Der Lesekreis findet in deutscher Lautsprache statt, lediglich das Gespräch im Oktober mit Chandra Frank und Gayatri Gopinath erfolgt in englischer Lautsprache. Bei Bedarf kann aber auch auf Englisch gesprochen werden. Die Texte stehen leider nur auf Englisch zur Verfügung. Das Lesen der Texte ist keine Voraussetzung für die Teilnahme.

Anmeldungen bitte bis zum 26.05.2021 an: contact@xartsplitta.net

Es wäre toll, wenn ihr bei eurer Anmeldung zu folgenden Punkten etwas schreiben würdet:

  • An welchen Terminen ihr teilnehmen möchtet.
  • Warum ihr euch für die Teilnahme am Lesekreis entschieden habt.
  • Auf welche Weise ihr euch bisher mit Queer of Colour Politik und Communities oder anderen Themen des Lesekreises beschäftigt habt.
  • Was eure Erwartungen und Hoffnungen in Bezug auf den Lesekreis sind.

Der Link für die Teilnahme wird dir zugesandt, sobald wir deine Anmeldung bestätigt haben. Der Link gilt für alle Termine.


Rena Onat ist Kunst- und Medienwissenschaftlerin und interessiert sich für Queer of Colour Kritik in Kunst und in der visuellen Kultur. Ihr Doktorarbeit hat sie zum Thema „Orientierungen. Queere Künstler_innen of Color und Verhandlungen von Disidentifikation, Überleben und (Un-)Archiving im deutschen Kontext“ an der Universität Oldenburg geschrieben. Ein wichtiger Schwerpunkt der Arbeit liegt bei Antidiskriminierung im Kunst- und Hochschulkontext. Derzeit arbeitet sie als Frauenbeauftragte an der weißensee kunsthochschule berlin. Rena positioniert sich als deutschtürkische Femme of Colour und mag Pferde.

Saida-Mahalia Saad studiert Soziokulturelle Studien an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt Oder. Saida absolvierte den Bachelor in Kulturwissenschaften und ist gelernte*r Erlebnispädagoge*in. Saida arbeitet als Referent*in für politische Bildung mit den Schwerpunkten diskriminierungssensible Sprache, Rassismus, Empowerment, Gender und sexuelle Vielfalt. Zielgruppen umfassen dabei sowohl Schüler*innen, als auch Studierende, Lehrkräfte und Schulpädagog*innen. Bei xart splitta arbeitet Saida im Team des Lesekreises Queer of Colour Critique mit.


Diese Veranstaltung findet im Rahmen des, von der LADS geförderten Projektes #CommunitiesSolidarischDenken statt.

DISSOLVING TERRITORIES | cultural geographies of a new eelam III.I

Close-up of river water shows mountain-like wave formation

Part III

**All events will take place online**

We are pleased to be able to continue our series »Dissolving Territories | cultural geographies of a new eelam« this year, with a third season after a one-year break due to Corona.

»DISSOLVING TERRITORIES« deals with issues of exile, displacement and statelessness from a specifically Eelam-Tamil perspective. This series seeks to bring these realities and lived experiences into focus; lifeworlds that have consistently  been ignored, placed out of context and silenced both inside and outside of Germany. With this series we want to take a look at the everyday cultures of memory and resistance of Eelam-Tamils and attempt to discuss territorial and cultural geographic issues as well as deconstruct local myths around the issues of flight and resistance in Germany.

The third season of »Dissolving Territories« is dedicated to the aspect of solidarity between different oppressed and stateless peoples: we will bring together Eelam-Tamil and Kurdish perspectives and explicitly look for intersections in relation to experiences in (German) exile. Topics we willbe  addressing include:

  • 7+ Digital Landscapes
  • 8+ Fabrics and clothing
  • 9+ Births in exile

The series »Dissolving Territories« was jointly initiated and conceptualised by Iris Rajanayagam (xart splitta) and Sinthujan Varatharajah. For the third season, we are pleased to have Elif Küçük with us, who will be contributing to the series on both a conceptual as well as artistic level.


7+ Digital Landscapes

Wednesday, May 12th 2021, 7pm

Guest Speaker: Duygu Örs

**This event will take place online**

What role does the internet play in the context of statelessness and exile? How is social media used by stateless and exiled people? What potential does the internet hold for people who live physically separated from each other? What is the relationship between digital spaces and physical realities? And where are the potential limits of digitalisation?

In the first event of the third season of the series »Dissolving Territories«, we look at digital territories and developments in the context of statelessness and exile. In this context, we will speak with Duygu Örs. The event will be introduced with an opening talk by Sinthujan Varatharajah. This will be followed by a panel discussion with:

  • Sinthujan Varatharajah and Duygu Örs
  • Moderation: Iris Rajanayagam (xart splitta)

To receive an access link for the event, please register via the Bildungswerk Berlin of the Heinrich Böll Foundation.

Sinthujan Varatharajah is a political geographer, essayist and researcher based in Berlin. Varatharajah’s work focuses on geographies of power, displacement and statelessness. In 2020, Varatharajah was part of the 11th Berlin Biennale for Contemporary Art with the exhibition “how to* move an ark”. In spring 2022, Varatharajah’s first book will be published by Hanserblau.

Elif Küçük is a visual artist and art director from Berlin. She works with the means of photography and videography, digital illustration and animation. Her work focuses on visual explorations of tenderness, solidarity and resistance. Since October 2020, she has been working as an editorial designer at in the ze.tt department of ZEIT ONLINE.

The event will be held in German spoken language.


The event takes place in cooperation with the Bildungswerk Berlin of the Heinrich Böll Foundation and within the framework of the LADS-funded project #CommunitiesSolidarischDenken.

Realised with funds from the Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.

Afrofilm Screening #6 I Diasporic Realities

afrofilm#6

Thursday, April 22nd, 2021, 7.30pm

**The screening will take place online!**

afrofilm#6
Afrofilm #6

Welcome to the sixth screening of Afrofilm & Diasporic Realities!

Afrofilm is a self-organised monthly screening of films telling the lives and experiences of african and afro-descendant people from various geographical locations.
We will be showing films for us by us, which means that the screening is for a closed audience of African and Afro-descendent people.

There is a lot to know and learn from all of us and we think that films are a relevant and efficient way of making this possible.

This time our diasporic mix is poetic. We focus on artistic expression beyond live action film and for this, we will show you a music video, a dance film, a 2D animation and visual poetry coming from artists from Brasil, Canada, France and Germany.
After the screening of “Mar de Elas“, “Dein Brief“, “Black Soul” and “Black is me“, we will have a discussion round with two of the film makers centering the topic of artistic expression as a political tool and a Q&A.

This screening will take place online.
Please register via: afroscreening@tutanota.com
Afrofilm Screening is a safe space for Black people, please write a few words about yourself when you register – Thank you!

Logo Afrofilm

Find more Information about the Afrofilm screenings on Instagram: @afro.film.


This event takes place in cooperation with the project #CommunitiesSolidarischDenken.

Moving Into Sunlight: Decolonial Gestures, Embodied Archives

Friday & Saturday, March 12th & 13th 2021

A two-day event of live art performances and interventions that center body archives as sites of decolonial knowledge, resistance and self-empowerment for BIPoC, (post-)migrant, diasporic and queer communities in Berlin.

Gaphic Design by Imad Gebrayel

March 12th at xart splitta *online*

March 13th at Nachbarschaftshaus Urbanstraße *online*

Artists: Nathalie Anguezomo Mba Bikoro, Raju Rage + Nad MA, Nine Yamamoto-Masson, Sajan Mani + Aroh Akunth, a.s. sumukha

Curated by Kathy-Ann Tan in collaboration with xart splitta.

“When I speak of the erotic, then, I speak of it as an assertion of […] that creative energy empowered, the knowledge and use of which we are now reclaiming in our language, our history, our dancing, our loving, our work, our lives.” – Audre Lorde, “The Uses of the Erotic: The Erotic as Power”.

Audre Lorde writes of the erotic as a deeply motivational and empowering force that lives within the bodies of womxn of colour. In centering the knowledges, histories, laughter, struggles, resilience and power of queer and BIPoC lives, “Moving Into Sunlight” disrupts and explodes the western, colonial gaze that has, for centuries, collected, “studied”, dissected, racialised, sexualised and regulated these subjectivities. Our bodies are our archives. They hold, store, keep safe, react to and process experiences of trauma, joy, shock, illness, excitement, pain, etc. For postcolonial, migrant and diasporic subjects, the body becomes a primary site for resistance and empowerment, for self-representation and transformation, for immersive experiences of connection with the lives and legacies of those who came before. The fight for social justice, accountability and reparations is far from over, and this event invites artists, cultural workers, activists, scholars and all those who feel this speaks to them in one way or another, to come together in the spirit of sharing, care and collective strategy.

The event will be held in spoken English and German and entirely online. BIPoC and (post-)migrant residents from the neighborhood of the venues in Berlin-Kreuzberg/Neukölln are especially welcome. Please send an email to movingintosunlight@gmail.com by 10.03.2021 to register if you would like to attend. Please mention if you require sign language interpretation.


Schedule

March 12th 2021

6:00pm: a.s. sumukha short intervention
6.30pm: Sajan Mani + Aroh Akunth performance
7.30pm: a.s. sumukha short intervention
8.15pm: Nine Yamamoto-Masson video performance
9:15pm: a.s. sumukha short intervention
9.30pm: End

March 13th 2021

1.00pm: Welcome remarks by Kathy-Ann Tan, Iris Rajanayagam and Bahar Sanli
1.30pm: Nathalie Anguezomo Mba Bikoro performance
2.30pm: break
3.00pm: Raju Rage + Nad MA performance
4.00pm: Break
4.30pm: Group sessions with facilitators on Zoom
5.30pm: Break
6.00pm: Q&A discussion and collaborative documentation
7.00pm: Wrap up and conclusion


Artists

Anguezomo Mba Bikoro merges archeology, sonic radio, writing, textiles, sculpture, live art performances, film & archives for immersive installations. The work analyses processes of power & science fictions in historical archives critically engaging in migrational struggles and colonial memory. The artist creates environments for alternative narratives and future speculations of colonial resistance movements led by African women of the German diaspora and indigenous communities. Sedimented in narratives of testimonial Black queer experiences of sonic nature archives, revolt, queering ecologies and postcolonial feminist experiences towards new monuments which reacts to the different tones of societies shared between delusions & ritual. The work offers complex non-binary readings pushing  new investigations about the architectures of racisms in cities, the archeologies of urban spaces & economies of traditional systems by exposing the limitations of technologies as functional memory records.

Photo credit: Roland Bisse Essomba 2018 RAVY Festival Goethe-Institute Yaoundé, Cameroon

“Where Is Your Fire?”
what to say to you now in the soft afternoon air as you hold us all in a single death i say “where is your fire?”

i say where is your fire?
you got to fight it and pass it on
you got to find it and pass it on from you to me from me to her from her to him from the son to the
father from the brother to the sister from the daughter to the mother from the mother to the child
i say where is your fire?
i say where is your fire?
can’t you smell it ?
coming out of our past
the fire of living not dying
the fire of loving not killing
the fire blackness not gangster shadows
where is our beautiful fire that gave
light to the world?

Excerpt from “Catch the Fire” by Sonia Sanchez

Anguezomo Mba Bikoro presents “Where Is Your Fire”, a mourning ritual drawing on archival material of Black Abolitionist women retracing the story of a lost 19 th century court case of the murder of a Herero Princess and a stolen African German theatre script. The artist follows the multiple routes of Black Feminist writers interlaced through fictions of botanical colonial fictions transmitting testimonies of anti-colonial struggles and warnings in the mythical spirit of Drexciyan uprising.


Photo credit: Billie Clarken Photography

Sajan Mani is an intersectional artist hailing from a family of rubber tappers in a remote village in the northern part of Keralam, South India. His work voices the issues of marginalized and oppressed peoples of India, via the “Black Dalit body” of the artist. Mani’s performance practice insists upon embodied presence, confronting pain, shame, fear, and power. His personal tryst with his body as a meeting point of history and present opens onto “body” as socio-political metaphor. Several of Mani’s performances employ the element of water to address ecological issues particularly related to the backwaters of Kerala, as well as to the common theme of migration. His recent works consider the correspondence between animals and humans, and the politics of space from the perspective of an indigenous cosmology. Aroh Akunth is a Dalit-Queer Interdisciplinary artist currently based between Göttingen and Delhi. They hold a Bachelor’s in Social Sciences and are currently pursuing their Master’s in Modern Indian Studies. They are also the founder of Dalit Art Archive and Dalit Queer Project initiatives that center the narratives of their communities. As an artist, they are interested in exploring Caste and Queerness as worlds through their experiments with words, sound, visuals, and performance.

Aroh Akunth is a Dalit-Queer Interdisciplinary artist currently based between Göttingen and Delhi. They hold a Bachelor’s in Social Sciences and are currently pursuing their Master’s in Modern Indian Studies. They are also the founder of Dalit Art Archive and Dalit Queer Project initiatives that center the narratives of their communities. As an artist, they are interested in exploring Caste and Queerness as worlds through their experiments with words, sound, visuals, and performance.

“Shambuka” is a performance piece that locates the continuing legacies of Hindu Epics and Caste Apartheid within the politics of the Indian Subcontinent in the 21st Century. Over the years murder of Shambuka, has been of academic interest to Anti-Caste scholars like Ambedkar and progressive artists alike. Where Eklavya was penalized for dreaming as an Avarna person, Shambuka paid the price for succeeding in a Caste society. The performance encourages people to think of the ways in which Caste supremacy informs and interacts with Identities we embody and what it means for peoples whose bodies are marked by Caste to be stuck in a metaphorical loop.


Raju Rage is a tender Taurean. They are also an artist and creative educator working with healing and care processes and practices. Raju uses tools of transformation and resilience in the face of predation and extractivism of hetero and homo normative cistems.
@Raju_Rage

Nad MA is a truly sensual Scorpio. They practice with corporeality and the politics of the body as a massage therapist, body piercer, shibari teacher, drag king and workshop facilitator. They are also interested in spirituality and healing of all beings.
@Nadnadius

Transistence: against bodies* we love
A participatory live stream drag – care – exchange with Raju Rage and Nad MA, two gender non conforming bodies, excavating what lies beneath the aesthetic and performance of drag, exploring non/sexual intimacy and erotic power beyond womanhood. Introducing alter-ego’s ‘Lola Love’ and ‘Hugo’, through the digital realm, we invite you to engage with us in solidarity, in acts of collective care.


Nine Yamamoto-Masson is a French-Japanese artist, theorist, writer, researcher, and translator. In academic research, artistic and activist practice, her work analyses the gendered necropolitics of (neo)coloniality with regard to the legacies of European and Japanese colonialism how they presently manifest as configurations of power and economies of knowledge that exert violence on bodies and futures. She studies the modes of organisation of networked resistance, and the workings of resistant memory challenging hegemonic dominant narratives, focusing on the role of art and inter-diasporic, internationalist, inter-generational solidarities. She is a PhD candidate at the University of Amsterdam.

“Nobody Died” traces the friction of different forms of confrontations over the grieving of lives that are systematically devalorised and violently harmed or taken, in the context of how racialised and gendered violence accumulates in individual and collective bodies, itching under the inflamed scars like glowing constellation maps that reach forward and back through time and across the globe, across generations. It incorporates a video an installation of collages and drawings based on photographic documentation of the tense changes (and corresponding messaging) at street-level in NYC in spring/summer 2020, where the artist was stranded due to Covid, being like so many forced to improvise mourning rituals to honour the dead in the face of an ever-intensifying white supremacist hierarchy of emotions. The video reading Is a Film a Bone (2020) is part of a ritual. It is about the labour of mourning, about how to do right by the dead, about the battles to reclaim the past and reappropriate the future. It is about the hidden wormholes connecting the different space-times the artist is entangled in. It is about how to live with fire, and its role in midwifing a new world.


Image: Green Tara. Credits: a.s. sumukha

a.s. sumukha is a poet, scholar and activist.


BROWN KARMA * BLACK DHARMA (2021) 
Sensing, reading and speaking against the grain, a.s. sumukha commits model minority suicide. Recalling the solidarity between Black civil rights movements in the US and anti-caste resistance in India, it turns towards ‘Black dharma’, an emergent strain of North American Buddhism which yokes together reformist post-Vedic practices with the Black Radical Tradition. Thus, a.s. sumukha considers different relations of power without domination, which it brings to bear upon a reading of Lorde’s erotic as power.


Facilitators

Photo Credit: Zara Zandieh

Iris Rajanayagam is a historian (MA Humboldt University Berlin). She works on post- and decolonial theories, intersectionality, politics of memory and social change; She is director of the organisation xart splitta and lecturer at the Alice Salomon University of Applied Sciences Berlin. Besides this Iris Rajanayagam is board member of the Migrationsrat Berlin and was active in the Caravan for the Rights of Refugees and Migrants for many years.


Rena Onat is a gender equality officer (Frauen*beauftragte) and an art and media scholar. She is currently working on her doctoral thesis on artwork by QTIBIPoC artists in the German context, highlighting expressions of queer of color critique in and through art and visual culture. She is a turkish-german femme of color who likes horses.


Yergalem Yagi Taffere has many irons in the fire. If she could, she would be in a different place every weekend, listening to the important stories of different people and their own diasporic realities of life. She is a director, photographer, performer and DJ. She is currently working on “Yagi’s Kaleidoscope”.


May Zeidani Yufanyi is a social scientist; in her work at Inssan e.V. she deals with antidiscrimination and postcolonial migration societies in Europe, asylum and migration policies. As a Person of Colour and migrant with Muslim and Jewish roots in Palestine and Europe, intersectional approaches play a central role in her work.


Magnus Elias Rosengarten is a writer and artist, currently based in Berlin. In his work he explores bodies and narrative—via text, performance, moving image, and the disembodied voice—that move and continuously manifest throughout the global Diasporas. He studied at Humboldt University in Berlin and completed his Graduate degree in Performance Studies at New York University, Tisch School of the Arts.


Sophya Frohberg is a curator and researcher based in Berlin. Her work attends on visibility of Black, queer and intersectional contemporary art, as well as radical decolonial practices within cultural institutions. She currently researches ways of responsible, non-hierarchal curating with her working group CCC – Curating Through Conflict with Care.


Curator

Kathy-Ann Tan is a Berlin-based curator, writer and independent scholar of visual art and performance, postcolonial and decolonial theory, and gender/queer studies. She is interested in alternative models of art dissemination, exhibition-making and institution-building that are attuned to issues of social justice in the contemporary moment. Her ongoing project decolonialartarchives aims to collaboratively build a forum for artists, curators and cultural workers to develop ways of interrogating colonial narratives.


Programme Flyer

Leaflet page I
Leaflet page II

Supported by Funds from the IMPACT-Funding 2021 program of Berlin’s Senate Department for Culture and Europe

The event is taking place within the framework of the project #CommunitiesSolidarischDenken, funded by the LADS.

Afrofilm Screening #4 I Diasporic Realities

Thursday, January 28th, 2021, 7.30pm

**This screening will take place online.**

Welcome to the fourth screening of Afrofilm & Diasporic Realities!

Afrofilm is a self-organised monthly screening of films telling the lives and experiences of African and Afro-descendant people from various geographical locations.
We will be showing films for us by us, which means that the screening is for a closed audience of African and Afro-descendent people.

There is a lot to know and learn from all of us and we think that films are a relevant and efficient way of making this possible.

Join us for the screening of Timmi Kwaku Davis short films ONT EST ENSEMBLE and MON PAYS to then end the evening with a discussion round to share and create knowledge on Black realities we weren’t yet familiar with and not least to connect with each other.

ONT EST ENSEMBLE
Country: Germany – Hamburg
Date of Prod: 2015
Genre: Fiction/Drama
Length: 13:27 min.
Format: 16:9
Language: French/German – EN Sub.
Director: Timmi Davis

MON PAYS
Country: Senegal – Dakar
Date of Prod: 2018
Genre: Fiction/Drama
Length: 18 min.
Format: 16:9
Language: French – EN – Sub.
Producer: Kwaku&Aman
Director: Timmi Kwaku Davis
Skriptwriter: Emanuel Aman Tessema


Timmi Davis was born on April 7th 1982 in Hamburg. The Afro-German director dedicated himself to film in 2007. He made his first experiences at the company FUFFIEFILM as an editor of music videos and documentaries in the German hip-hop music scene. As a camera assistant and cameraman he was later involved in over 300 short films, feature films and commercial productions of international greats. Out of enthusiasm to realize his own visual and narrative ideas, he starts shooting and producing music videos and short films himself in 2010.Timmi Davis wants to use his films to draw attention to the fact that Black people in Germany are marginalised and discriminated against.


This screening will take place online.
Please register via: afroscreening@tutanota.com

Find more Information about the Afrofilm screenings on Instagram: @afro.film.


This event takes place in cooperation with the project #CommunitiesSolidarischDenken.