Afrofilm Screening #3 I Diasporic Realities

Donnerstag, 17. Dezember 2020, 19.30h

**Das Screening wird online stattfinden!**

Willkommen zur dritten Vorführung von Afrofilm & Diasporic Realities!

Afrofilm ist eine selbstorganisierte monatliche Vorführung von Filmen, die das Leben und die Erfahrungen von afrikanischen und afro-descendent Menschen aus verschiedenen geographischen Regionen erzählen. Wir werden Filme für uns selbst zeigen, was bedeutet, dass die Vorführung für ein geschlossenes Publikum für afro und afro-descendent Menschen ist.

Es gibt viel zu wissen und von uns allen zu lernen, und wir denken, dass Filme ein relevanter und effizienter Weg sind, dies zu ermöglichen.

Seid dabei bei der Vorführung von Denise Ekale Kum Jahreszeiten Kurzfilm Tetralogie und beendet den Abend gemeinsam mit uns in einer Diskussionsrunde, um Wissen über Schwarze (Lebens)Realitäten, mit denen wir noch nicht vertraut sind, zu teilen, um uns auszutauschen und um miteinander in Verbindung zu treten.

WINTERSONNENWENDE (2014, 6:43min)
Ein junger Mann wacht mitten im Wald auf, orientierungslos, verloren. Von Angst übermannt rennt er schließlich davon. Doch dann ertönen nach kurzer Zeit Schritte, laut und schwer, ihm dicht auf dem Fersen… Wintersonnenwende zeigt und interpretiert Angst, die sich gegen sich selbst richtet, Träume, Verhalten und Sein steuert.

NATSU NO TAKARAMONO (DE: Schätze des Sommers, 2017, 14:40min)
Ein kleines Schwarzes Mädchen zieht durch die uniformierten Menschenströme der Megastadt Tokio. Sie wandert durch Parks und Tempelanlagen, drückt ihre Nase gegen die Fensterscheibe einer Tierhandlung, geht zur Dämmerung ans Meer. Und hin und wieder verbeugt sie sich und hebt vom Boden glitzernde Bruchteile des Weggeworfenen auf. Denn ihre stille Wanderung folgt einem Ziel – einen verloren geglaubten Schatz wiederzuerlangen.

RESPRINGENDO (2019, 25:36 min)
Zwischen Lehrbüchern zu Jazzmusik, Schmutzwäsche und Pommes liegt Suza, achtzehn, und will nicht mehr raus. Ihre einst geliebte Gitarre, ein Erbstück ihres Vaters, ist nun Sinnbild ihrer Unzulänglichkeit. Doch Isolation ist eine Herausforderung, wird man belagert durch eine hysterische Mutter, einen gewieften Erpresser als besten Freund und einen seltsamen alten Typen, der ausgerechnet vorm Fenster Beschimpfungen schreit.

Denise Ekale Kum ist eine autodidaktische Filmemacherin aus Berlin, die bereits in Kamerun, Brasilien und Japan lebte. Neben visuell starken Musikvideos arbeitet Denise aktuell am Abschluss ihrer Jahreszeiten Kurzfilm Tetralogie und an ihrem ersten Langfilmprojekt.

Das Screening wird online stattfinden.
Bitte meldet euch an unter afroscreening@tutanota.com

Mehr Informationen über Afrofilm screenings sind auf Instagram zu finden: @afro.film.


Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Projektes #CommunitiesSolidarischDenken statt.

Online-Präsentation „The Living Archives“

Zur Dokumentation: The Living Archives – Fatima El-Tayeb

Zur Dokumentation: The Living Archives – Encarnación Gutiérrez Rodríguez

Zur Dokumentation: The Living Archives – Panelgespräch

Credits: bureau zanko

Donnerstag,  19.11.2020, 18h

The Living Archives ist eine online Plattform, die der Dokumentation, Archivierung und Bereitstellung von in BIPoC Communities entstandenen Inhalten und Wissen dient. Überdies soll die Seite als Lernportal für diese Communities genutzt werden, um dieses Wissen zu teilen und zu ergänzen. In dieser Veranstaltung wird das Projekt erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Wir freuen uns auf ein Grußwort von Peggy Piesche (Bundeszentrale für politische Bildung – Diversität, Intersektionalität und Dekolonialität  – D.I.D.) und auf zwei eröffnende Impulsvorträge von Fatima El-Tayeb (University of California, San Diego) und Encarnación Gutiérrez Rodríguez (Justus-Liebig-Universität, Gießen). Im Anschluss kommen wir im Rahmen der Vorstellung von The Living Archives mit Arike Oke (Black Cultural Archives, London), Tayo Awosusi-Onutor (RomaniPhen Archive, Berlin), und Nicola Lauré al-Samarai (Historikerin, Autorin, Kuratorin) ins Gespräch.

Ziel des Projektes ist es gebündelt Inhalte und Wissen, welches innerhalb von BIPoC Kontexten generiert wird/wurde, festzuhalten und zugänglich zu machen.
xart splitta versteht The Living Archives als „Resistant Knowledge Project“ (Patricia Hill Collins- dt.: „Widerstands Wissensprojekt“). Archivierung und Dokumentation werden in diesem Kontext als dekoloniale Handlungen verstanden – Konzepte und Praktiken des Archivierens werden hier in Hinblick auf deren kolonialen, rassistischen und heteronormativen Entstehungskontext neu- bzw. umdefiniert und als Mittel des „Gegenerzählens“ verwendet.

Erste Inhalte für die Seite werden sich zunächst aus der laufenden Arbeit xart splittas sowie vor allem aus Texten, Gesprächen und  Inhalten speisen, die im Rahmen des Projektes “Passing it On” entstanden sind. Ein Projekt, welches 2019 von xart splitta unter der Leitung von Nicola Lauré alSamarai und Iris Rajanayagam durchgeführt wurde und in dessen Kontext die Idee für die online Plattform entstand.

Überdies sollen weitere Inhalte im Austausch mit unterschiedlichen Einzelpersonen und Communities generiert werden. The Living Archives bleibt so ein stetiges Work-in-Progress und wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteur*innen bei der weiteren Gestaltung und Entwicklung der Seite.

Programm

18:00: Grußwort Peggy Piesche (Bundeszentrale für politische Bildung – Diversität, Intersektionalität und Dekolonialität  – D.I.D.)

18:15: Vorstellung The Living Archives mit Iris Rajanayagam und Juliana Kolberg (xart splitta)

18:30: Impulsvorträge: Fatima El-Tayeb und Encarnación Gutiérrez Rodríguez

19:15-20:45: Panelgespräch mit Arike Oke, Tayo Awosusi-Onutor und Nicola Lauré al-Samarai. Moderation: Iris Rajanayagam

Die Veranstaltung findet in deutscher und englischer Lautsprache statt.

Anmeldungen bitte bis zum 17.11.2020 an: contact@xartsplitta.net

Die Zugangsdaten zur Veranstaltung werden am 18.11.2020 an alle angemeldeten Personen verschickt.

Der Link zur Seite wird ab dem 19.11.2020 unter www.xartsplitta.net verfügbar sein.


The Living Archives wird gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb.


Referent*innen

Arike Oke ist die Direktorin des Black Cultural Archives, in London.  Sie ist seit über 15 Jahren im Bereich des Erinnerungskultur und Heritage tätig. Sie war u.a. am Projekt “Connecting Histories” in Birmingham, UK sowie am Aufbau des Archivs der “Wellcome Collection” tätig und hat den ersten Black History Month in Hull mitveranstaltet. Sie ist Vorstandsmitglied der strategischen Initiative “Unlocking Archives” der National Archives, Richmond, UK und ist Fellow des Programms “Museums and Resilient Leadership” des Arts Council England. https://blackculturalarchives.org/

Tayo Awosusi-Onutor ist Sängerin, Autorin, Regisseurin, Politische Aktivistin, Mutter und lebt in Berlin. Sie bezeichnet sich selbst als Afro-Sintezza. Ihre Musik interpretiert siein Englisch, Deutsch und Romanes. Außerdem leiht sie ihre Stimme Film und TV als Synchronsängerin und -sprecherin. Tayo studierte Germanistik und Multimedia. Sie ist Vorstandsmitglied von RomaniPhen e.V. und Mitglied der IniRromnja. Sie beschäftigt sich mit den Themen Bildung, Geschichte und Bürgerrechtsbewegung.
2017 veröffentlichte sie die Dokumentation „Phral mende – Wir über uns. Perspektiven von Sinti und Roma in Deutschland.“ Tayo engagiert sich darüber hinaus politisch in verschiedenen Communities
of Colour. Weitere Informationen finden sich unter www.tayo-online.de und www.romnja-power.de

Encarnación Gutiérrez Rodríguez ist Professorin für Soziologie an der Justus-Liebig-Universtität, Giessen. In Lehre und Forschung beschäftigt sie sich mit Fragen der globalen Ungleichheiten und deren lokalem Ausdruck insbesondere in Deutschland, Spanien und Großbritannien. Ihr Interesse gilt außerdem den (post)marxistischen und dekolonialen Perspektiven auf feministische und queere Epistemologie und deren Anwendung in den Bereichen Migration, Arbeit und Kultur. Derzeit arbeitet sie über affektive Arbeit/Materialitäten, institutionellen Rassismus, rassistischen Kapitalismus und die Kolonialität der Migration. Sie ist u.a. Mitglied des Beirats von “Wagadu. A Journal of Transnational Women’s and Gender Studies” und der Forschungsgruppe Migration und Menschenrechte. Sowie Herausgeberin der Reihe Anthem Studies in Decoloniality and Migration.

Nicola Lauré al-Samarai ist Geschichts- und Kulturwissenschaftlerin. Zu ihren Interessenschwerpunkten gehören Schwarze und Diaspora-Studien, Critical Race Feminism(s), Konzepte von Kreolisierung und Poetiken der Beziehung sowie dekolonisierende Erinnerungs- und Kulturpolitiken im Kontext von Intersektionalität und Erfahrung. Sie arbeitet als Autorin, Lektorin, Vermittlerin und Kuratorin. Sie war u.a. an folgenden Projekten beteiligt: Labor 89: Andere Perspektiven auf die Wendezeit (2019/2020), Grenzgänger*innen: Schwarze und Osmanische Präsenzen in der Metropole Berlin um 1700 (2018/2019), Decolonize ’68 (2018), conzepte. Neue Fassungen politischen Denkens (2010/2011), Homestory Deutschland. Schwarze Biografien in Geschichte und Gegenwart (2005–2012).

Fatima El-Tayeb ist Professorin für Literatur und Ethnic Studies an der University of California, San Diego. In ihrer Arbeit widmet sie sich der Dekonstruktion von strukturellem Rassismus im „farbenblinden“ Europa und zentriert Widerstandsstrategien unter rassifizierten Communities. Neben zahlreichen Artikeln publizierte sie UnDeutsch. Die Konstruktion des Anderen in der postmigrantischen Gesellschaft (transcript 2016), Anders Europäisch. Rassismus, Identität und Widerstand im vereinten Europa (University of Minnesota Press 2011) und Schwarze Deutsche. Der Diskurs um „Rasse“ und nationale Identität 1890– 1933 (Campus 2001).

In.Solidarity – Rückblicke, Einblicke und Ausblicke auf Communityzusammenarbeit

Zur Dokumentation: The Living Archives

Freitag, 20.11.2020, 10-17h

Im Rahmen der Veranstaltung „In.Solidarity“ beschäftigen wir uns aus einer communityübergreifenden Perspektive und auf verschiedenen Ebenen mit dem Thema Solidarität. Wir werden das Thema aus einer historischen Perspektive betrachten, die gegenwärtige Situation beleuchten und mögliche Zukunftsvisionen entwerfen.

Einen Fokus legen wir auf das widerständige Moment communityübergreifender Solidarität. Diese wollen wir anhand geschichtlicher Verwobenheit und entlang von gemeinsamen und geteilten Kämpfen nachvollziehen. In diesem Kontext gehen wir der Frage nach, welche Möglichkeiten Solidarität bietet, um Machthierarchien abzubauen und „Teile und Herrsche“-Mechanismen entgegenzuwirken.

Gleichzeitig werden wir uns mit Machthierarchien und diskursiven Leerstellen innerhalb unserer Communities auseinandersetzen und dabei – neben kollektiven Erinnerungen – auch spezifische (historische) Erfahrungen einzelner Communities in den Blick nehmen. In diesem Zusammenhang wenden wir uns den Themen Community Organising, mediale (Unter-/Miss-) Repräsentation von Communities, Konflikte und Marginalisierung(en) und (gemeinsame) Wissensproduktion zu.

Zum Auftakt der Veranstaltung geben Vanessa E. Thompson, Tayo Awosusi-Onutor und Ed Greve in einem eröffnenden Panel einen Rückblick auf Kämpfe rassifizierter Communities in Deutschland und diskutieren die Entwicklungen der vergangenen 10 Jahre bis heute.

In vier darauffolgenden parallelen Workshops gibt es die Möglichkeit, sich gemeinsam mit Aktivist*innen und Wissenschaftler*innen mit unterschiedlichen Dimensionen communityübergreifender Solidarität auseinanderzusetzen.

In einem Abschlusspanel werden die Inhalte der Workshops zusammengeführt und Ideen für alternative Zukunftsvisionen ausgetauscht.

Programm:

10:00: Grußwort: Iman Attia (xart splitta) und Karim El-Helaifi (ndo)

10:30-12:15: Panelgespräch: „Gemeinsame Geschichte_n – damals und heute…?“ mit Vanessa E. Thompson, Tayo Awosusi-Onutor und Ed Greve. Moderation: Fatima El Sayed

12:15-13:15: Pause

13.15-15:30: Vier parallel stattfindende Workshops:

Workshop 1: Comm.Unity Organising – Strategien, Möglichkeiten und Herausforderungen

Workshop 2: Re.Presentation – Solidarität und mediale Repräsentation

Workshop 3: Know.Ledge – Wissensproduktion und Wissenstransfer

Workshop 4: Com.Petitions & Con.Flicts – Solidarischer Umgang mit Konflikten und Konkurrenzen

15:30-15:45: Pause

15:45-16:15: Lesung des Migrantenstadls

16:15-17:00: Abschlusspanel:„Solidarische Visionen für morgen” mit Emine Aslan, Thu Hoài Tran, Sarah Ahmed und Danna Bader. Moderation: Iris Rajanayagam

Workshopbeschreibungen:

Workshop 1: Com.Unity Organising – Strategien, Möglichkeiten und Herausforderungen
Moderation: Emine Aslan

Dieser Workshop bietet die Möglichkeit, sich mit Strategien, Möglichkeiten aber auch Herausforderungen des Community Buildings auseinanderzusetzen. Dabei soll der Begriff „Community“ an sich unter die Lupe genommen werden. Was heißt für uns als Individuen „Community“ oder in unserer Arbeit Community-nah/Community-orientiert tatsächlich und wie gehen wir im Rahmen der Entwicklung von Identität und Zugehörigkeit mit dem Spannungsfeld Fremdmarkierung und Selbstpositionierung um? Es wird danach gefragt, wie Spaltungsversuche und „Divide and Rule“-Mechanismen identifiziert und ihnen entgegengewirkt werden kann. Nicht zuletzt könnte im Kontext dieses Workshops auch das Thema „Safer Spaces“ angeschnitten und darüber nachgedacht werden, inwieweit eine kritische Betrachtung dieses Konzepts wichtig für ein erfolgreiches und nachhaltiges Community Building ist.

Workshop 2: Re.Presentation – Solidarität und mediale Repräsentation
Moderation: Thu Hoài Tran

Dieser Workshop setzt sich einerseits mit der Repräsentation bestimmter Communities in den Medien auseinander und geht der Frage nach, warum einige Communities stärker sichtbar sind als andere und wie der Unter- oder Missrepräsentation solidarisch entgegengewirkt werden kann. In diesem Zusammenhang werden praktische Beispiele und Handlungsoptionen vorgestellt und darüber diskutiert, welche Möglichkeiten es gibt, gemeinsame Themen zu setzen und marginalisierte Perspektiven in medialen Räumen sichtbar zu machen.

Workshop 3: Know.Ledge – Wissensproduktion und Wissenstransfer
Moderation: Sarah Ahmed

In diesem Workshop wird die communityübergreifende und kollaborative Wissensproduktion und deren Transfer in den Blick genommen. Dabei werden wir uns mit folgenden Fragen beschäftigen: Welche communityübergreifenden Wissensbestände gibt es schon? Wie sind sie entstanden? Wie können marginalisierte Perspektiven und Erfahrungen den dominanten Diskurs irritieren? Wie können wir gemeinsam Geschichte(n) schreiben, ohne diskursive Dominanzen zu reproduzieren?

 

Workshop 4: Com.Petitions & Con.Flicts – Solidarischer Umgang mit Konflikten und Konkurrenzen Moderation: Danna Bader

Auch wenn Communities für viele von uns Orte sind, in denen wir uns sicher fühlen können, sind diese „Räume“ nicht selten auch Orte, in denen Konflikte und Konkurrenzen stattfinden. Dies gilt sowohl innerhalb von spezifischen Communities als auch zwischen unterschiedlichen Communities. Das durch intersektionale Diskriminierung und gesellschaftliche Marginalisierung herbeigeführte, permanent erhöhte Stresslevel und die existenziellen Ängste, die damit zusammenhängen, tragen dazu bei, dass solche Konflikte und Konkurrenzen zusätzlich befördert werden. Hinzu kommen vermeintlich oder tatsächlich gegensätzliche Interessen und Prioritäten. In diesem Workshop wollen wir uns konkret mit den Themen Konflikte und Konkurrenzen beschäftigen. Wie können Konflikte adressiert werden, ohne zu eskalieren? Wie kann das Potential von Konflikten konstruktiv genutzt werden? Wie können wir trotz dieser Konflikte solidarisch sein? Und schließlich: inwieweit ist auch Scheitern notwendig, damit wir uns als Communities gemeinsam weiterentwickeln können?

Zur Lesung des Migrantenstadls

Vom Blog zum Buch zur Performance. Seit nunmehr 9 Jahren denken, schreiben, kuratieren und gestalten Tunay Önder und Imad Mustafa gemeinsam unter dem Label migrantenstadl. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit setzen sie sich mal kritisch-analytisch, mal dadaistisch-künstlerisch mit gesellschaftlichen Fehlentwicklungen auseinander: Allzu deutschen Zuständen, Rassismus-, Integrations- oder Heimatdiskursen setzen sie aktuelle Berichte aus der Peripherie, Wörterayntöffe und Manifeste entgegen, die eine postmigrantische Gesellschaft von unten entwerfen, in der die Perspektiven marginalisierter Menschen Hauptsache sind und nicht Beiwerk. http://dasmigrantenstadl.blogspot.com/

Anmeldung:

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist nur mit vorheriger Anmeldung möglich. Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt.

Anmeldungen bitte bis zum 16.11.2020 an unter In.Solidarity_xartsplitta@neue-deutsche-organisationen.de

Bitte bei der Anmeldung angeben:

Vorname Nachname, ggf. Organisation (für die Ihr tätig seid), Nummer des Workshops, an dem Ihr teilnehmen möchtet.

Wichtiger Hinweis: Die Workshops sind als Safer Space konzipiert und nur für BIPoC zugänglich. Die Panels sind für alle Interessierten geöffnet.

Die Veranstaltung findet online und in deutscher Lautsprache statt. Die Zugangsinformationen verschicken wir am 19.11.2020 an alle angemeldeten Personen.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit den neuen deutschen organisationen und im Rahmen des Projektes #CommunitiesSolidarischDenken statt und wird gefördert du die Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung und die Stiftung Mercator.

Gefördert von:


Workshopmoderator*innen

Credits: Maria von Usslar

Sarah Ahmed studierte Islamwissenschaften und Arabistik an der Universität Wien. Ihre Forschungs- und Lehrtätigkeiten liegen in Feldern und Schnittstellen der Black Feminist Studies, Critical Race Theories, Diaspora und Religion, mit besonderem Fokus auf Rassismuskritik, Migrationsforschung und Black Europe. Sarah gibt zudem Trainings zu den Themen Empowerment und Critical Whiteness.
Seit 2020 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Uni Bremen im Fachbereich Erziehungs- und Bildungswissenschaften tätig. Auch bearbeitet Sarah Ahmed die Thematik des Rassismus sowie die Frage von Identität und Zugehörigkeit von BIPoC in Kurzgeschichten, Gedichten, Spoken Word-Auftritten und in Form von Videoinstallationen.

Emine Aslan schließt derzeit ihre Masterthesis zu „Silencing von muslimischen Frauen in feministischen Diskursen“ ab. Emine engagiert sie sich seit über sieben Jahren in anti-rassistischen und aktivistischen Kontexten und setzt hierbei den Fokus auf Empowerment-Arbeit und intersektionale Lebensrealitäten. Emine hat in den letzten Jahren mehrere Kampagnen zu den Überschneidungen von Rassismen und Sexismen mitinitiiert sowie zahlreiche Workshops und Vorträge zu diesen Themen gehalten. Für die Online-Kampagne #ausnahmslos wurde Emine mit dem Clara Zetkin Preis für politische Intervention ausgezeichnet. In Online- sowie Printmedien veröffentlichte Emine zahlreiche Artikel zu unterschiedlichen Diskriminierungsformen. In wissenschaftlichen Veröffentlichungen beschäftigte Emine sich bisher insbesondere mit Wissensproduktionen aus soziologischer und postkolonialer Perspektive. Aktuell lebt und Emine in Frankfurt am Main und ist dort als wissenschaftliche Mitarbeiter*in tätig.

Danna Bader: MA interkulturell Konflikt Management, “Gender Relations in Conflict Zones, Experiences of Israeli and Palestinian Women”. Danna Bader ist eine systemische Beraterin, und arbeitet als Supervisorin, Organisationsentwicklerin und Coach. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Diversität bewusste Arbeit, Anti Diskriminierung, Anti rassistische Arbeit und Konfliktbearbeitung.  Danna hat langjährige Berufserfahrung im Kontext zivilgesellschaftlicher Organisationen und in der politischen Bildung, unteranderen auch in Führungspositionen, Projektmanagement, Entwicklung und Durchführung von Bildungskonzepten, qualitative Forschung, Leitung internationaler Konferenzen, Projektfinanzierung, und Projektplanung. Sie hat mehrere pädagogische Materialen konzipiert, entwickelt und mit vielfältigen Zielgruppen durchgeführt. https://praxisreflexion-berlin.de/

Thu Hoài Tran: Sozialwissenschaftler*in, Theaterschaffende*r & Bildungsvermittler*in, forscht und arbeitet zu Themen der Migration, Empowerment und Intersektionalität. Tran ist Vorstandsmitglied von TakeOver. – ein Verein zur intersektionalen Kampagnenarbeit. Darüber hinaus ist Tran Teil des bildungsLab, einen Zusammenschluss von migrantischen Frauen und Frauen of Color, die Theorie vermitteln, produzieren und in die hegemonial pädagogischen und künstlerischen Konzepte intervenieren. Tran schreibt und publiziert Beiträge u.a. über die Notwendigkeit einer Dekolonialisierung des Stadttheaters. In der aktuellen Spielzeit wird Thu Hoài Tran gemeinsam mit Elisabeth Kuzel eine Hausproduktion mit dem Titel WomxnofColor am Berliner Ringtheater realisieren. Das intersektionale Performance Projekt unternimmt den Versuch, Widerstands- und Solidaritätspraxen in der rassistisch sexistischen Gesellschaft performativ zu erproben.
 
 
Referent*innen

Credits: Chanel Kah Yin Liang @chakahlia

Ed Greve ist politischer Referent im Migrationsrat Berlin mit Schwerpunkt Antidiskriminierung, Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit. Er ist außerdem als Bildungsreferent und Trainer im Projekt i-PÄD – Intersektionale Pädagogik tätig. Inhaltliche Schwerpunkte sind u.a. LSBTIQ-Rechte, Barrierefreiheit, machtkritische Bildung. www.migrationsrat.de www.i-paed-berlin.de

Credits: Stephanie Ballantine

Tayo Awosusi-Onutor ist Sängerin, Autorin, Regisseurin, Politische Aktivistin, Mutter und lebt in Berlin. Sie bezeichnet sich selbst als Afro-Sintezza. Ihre Musik interpretiert sie in Englisch, Deutsch und Romanes. Außerdem leiht sie ihre Stimme Film und TV als Synchronsängerin und -sprecherin.
Tayo studierte Germanistik und Multimedia. Sie ist Vorstandsmitglied von RomaniPhen e.V. und Mitglied der IniRromnja. Sie beschäftigt sich mit den Themen Bildung, Geschichte und Bürgerrechtsbewegung. 2017 veröffentlichte sie die Dokumentation „Phral mende – Wir über uns.
Perspektiven von Sinti und Roma in Deutschland.“ Tayo engagiert sich darüber hinaus politisch in verschiedenen Communities of Colour. Weitere Informationen finden sich unter www.tayo-online.de und www.romnja-power.de

 
 
Credits: Alexander Vorbrugg

Vanessa E. Thompson ist wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Vergleichenden Kultur- und Sozialanthropologie an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder). Ihre Forschungs- und
Lehrschwerpunkte sind kritische Rassismus- und Migrationsforschung, Black Studies, intersektionale Ungleichheits- und Geschlechterforschung, postkolonial/dekolonial-feministische Theorien und Methodologien, Abolitionismus und transformative Gerechtigkeit. Sie engagiert sich in rassismuskritischen, abolitionistischen und intersektionalen Bewegungen und ist u.a. Mitglied in der Internationalen Unabhängigen Kommission zur Aufklärung der Wahrheit über den Tod von Oury Jalloh.

Das Migrantenstadl

Tunay Önder verschuldete sich erfolgreich mit ihrem Studium der Soziologie, Politik und Ethnologie und ist seither als Arbeitsmigrantin zwischen verschiedenen Parallelgesellschaften wie Wissenschaft, Pädagogik und Theater tätig. Ihr Hauptinteresse gilt der herrschaftsfreien Migrationsgesellschaft und wie man sich ihr redend, schreibend und handelnd nähern kann. Auf der letzten Wiesbaden Biennale 2018 kuratierte und veranstaltete sie den Migrantenstadl als 10-tägiges Happening.

Imad Mustafa verschuldete sich nicht ganz so hoch. Mag Hip Hop und Umm Kulthoum, ebenso wie Politologie und Soziologie. Arbeitete u.a. als freier Autor und Redakteur für verschiedene Medien. Zur Zeit Lehrbeauftragter und Forscher an der Universität Erfurt. Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte: Protestforschung, Rechtspopulismus und Rassismus, Politischer Islam, Islam in Deutschland und deutschen Medien.

Afrofilm Screening #1 I Diasporic Realities

Thursday, October 8th, 2020

**The screening will take place on-site and online!**

 Welcome to the first screening of Afrofilm & Diasporic Realities!

Afrofilm is a self-organised monthly screening of films telling the lives and experiences of african and afro-descendant people from various geographical locations.
We will be showing films for us by us, which means that the screening is for a closed audience of African and Afro-descendent people.
There is a lot to know and learn from all of us and we think that films are a relevant and efficient way of making this possible.

Join us for the screening of Preta by Poliana Baumgarten and My Jewish Family by Yagi Taffere to then end the evening with a discussion round to share and create knowledge about Black realities we weren’t yet familiar with and to connect with each other.

Preta von Poliana Baumgarten:

**this movie will be shown in original language with german subtitles**

Zwischen 1550 und 1888 wurden während des Kolonialismus mehr als 3 Millionen Sklaven nach Brasilien gebracht. Heute leben in Brasilien mit 55 bis 57 Millionen Menschen die meisten Nachfahren von Afrikaner*innen außerhalb Afrikas. Das postkoloniale Laster liegt bis heute vor allem auf den Schultern Schwarzer Frauen*des Landes. Durch Colourism und die rassistischen, wie auch patriarchalischen Gesellschaftsstrukturen, werden stetig stereotypische Bilder auf sie projiziert, die es ihnen erschweren an der Gesellschaft teilzunehmen oder sie nachhaltig zu verändern. Schwarze Frauen* sind von der Wirtschaftskrise und dem Anstieg der sozialen Ungleichheit im Land am stärksten betroffen. PRETA ist eine Collage Schwarzer Frauen*. Von Haushaltshilfen über Köchinnen oder Anwältinnen sprechen sieben Schwarze Frauen* über ihre Lebensrealitäten und den Intersektionen von Diskriminierung in Brasilien.

My Jewish Family by Yagi Taffere:

Yagi Taffere’s “My Jewish Family” is about a Black Jewish family whose older members once immigrated to Israel from Ethiopia. Several members of the family talk about their realities, their dreams, those of their parents and what it means to live as a Black Jewish person in Israel.

The film is in English with English subtitles.

This screening will take place online.
Please register via: afroscreening@tutanota.com

Find more Information about the Afrofilm screenings on Instagram: @afro.film.


Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Projektes #CommunitiesSolidarischDenken statt.

It’s About Our Booties

Körperempowerment für queere, dicke_fette,
Schwarze Menschen/Indigene Menschen/People of Color, die behindert werden

August 2020 – Oktober 2020

In dieser Veranstaltungsreihe geht es um deinen Körper!

**Danke an Matthew Harrison für die Videos in Gebärdensprache!**

 

In acht Workshops werden unterschiedliche Programme für intersektionales Körperempowerment angeboten. Gemeinsam kann sich hier ausgetauscht und Strategien entwickelt werden, um sich körperlich positiv auf sich selbst zu beziehen.

Häufig sind Körper, die von der cis-binären Gendernorm abweichen Diskriminierungen unterschiedlicher Art ausgesetzt und haben kaum Zugang zu körperbezogenen Empowerment Angeboten, die sie mitdenken oder sogar in den Fokus rücken. Daher richten sich diese Workshops alle an queere Personen, vor allem hinsichtlich einer nicht cis-binären Gender Verortung.

Doch auch innerhalb queerer Communities finden sich Normierungen und Ausschlüsse, da auch diese meist von einer weißen, ableisierten und schlanken Schönheitsnorm dominiert wird und somit eine bestimmte (Körper)Ästhetik innehaben. It’s About Our Booties schafft Räume, in denen Diskriminierungen auch intersektional mitgedacht werden.

Alle Workshops sind kostenfrei. Wenn du kannst und magst – wir freuen uns immer über eine Spende. Mehr Informationen dazu findest du hier.


Was gibt’s zu beachten?

 

Finde deinen Workshop: Hier geht es um safer spaces! Bitte respektiere den Raum und schau in welchem Angebot du dich wiederfindest und in welchem nicht. Beispielsweise: Schwarze Menschen, Indigene Menschen und Personen of Color können selbstverständlich einen Workshop besuchen in dem auch weißen Personen willkommen sind. Wenn du allerdings nicht von Rassismus betroffen bist, bitte respektiere den safer space und melde dich zu einem der Workshops an, die für alle offen sind.

Außerdem: Wir wissen, dass dick_fett zu sein auch mit Behinderung(en) durch diese Gesellschaft einhergehen können. Wir möchten Raum schaffen für alle Auseinandersetzungsprozesse, Identifizierungen und Positionen, deswegen sind die Positionen dick_fett und behindert werden hier manchmal auch getrennt.
Bei Fragen/Unsicherheiten – wende dich gerne an uns!

Die Reihe richtet sich im Allgemeinen an Menschen, die mit einer cis-binären gender Identität brechen (wollen). Trans*, nicht-binär, genderqueer, genderfluid wären da einige zu nennende Identitäten. Die Reihe ist hier jedoch sehr offen gestaltet. Wir möchten Raum bieten in dem gender außerhalb der Norm gedacht, erlebt, ausprobiert und kreiert werden kann.

Es stehen DGS-Dolmetscher*innen bereit, schreib uns in deiner Anmeldung, wenn du eine Übersetzung in die Deutsche Gebärdensprache benötigst.

Alle Workshops werden online stattfinden.

Bitte melde dich an über contact@xartsplitta.net. Schreibe uns bitte ein wenig über dich selbst und deine Positionierung, an welchem Workshop du teilnehmen möchtest und welche Unterstützung du noch benötigst!

Wir freuen uns auf dich!


Hier kommst du zu den Workshops (die Workshops sind in chronologischer Abfolge, lass dich also nicht verwirren):

 

Workshop 1 – We are here to be alive! – Mit Ginnie Bekoe & Tsepo Bollwinkel – 15. & 16. August 2020

Workshop 4 – We are here to be alive! – Mit Ginnie Bekoe & Tsepo Bollwinkel – 22 & 23. August 2020

Workshop 2 – Do it the Body positiv Way! – Mit SchwarzRund – 05. & 06. September 2020

Workshop 7 – Refraim Fat-Reclaim Movement – Mit Mäks – 12. & 13. September und 03. & 04. Oktober 2020

Workshop 6 – BLACK ENERGY – With Paula Azeviche and Ford Kelly – 19th & 20th of September 2020

Workshop 5 – Do it the Body positiv Way! – Mit SchwarzRund – 26. & 27. September 2020

Workshop 3 – Do it the Body positiv Way! – Mit SchwarzRund – 10. & 11. Oktober 2020

Workshop 8 – Dein Körper_Deine Sexualität! – Mit Nino Mar Seliz – 17. & 18. Oktober 2020


In Kooperation mit:                                     Gefördert durch:

                  und