Film–Workshop mit Elliot Blue für Trans*, Inter & Non-Binary Personen

Samstag, 22. Juni 2019 & Sonntag, 23. Juni 2019
jeweils 11:00 -17:00 Uhr

 

Bildquelle: anthologyfilmarchives.org/collections/reference-library/stills/683

Die Teilnehmer*innen werden in diesem Workshop mit Elliot Blue die Grundlagen der technischen und kreativen Strukturierung von Filmen durch die Erstellung von 1-2 Minuten filmen erlernen. Dabei wird sich auch mit dem Equipment vertraut gemacht und gelernt wie Bilder und Geräusche hergestellt werden können und wie all dies schlussendliche als fertiges Projekt zusammengeschnitten wird. Der Workshop ist für Anfänger*innen.


Wir haben 8-10 Plätze in dem Workshop, wenn Du teilnehmen möchtest, melde Dich bitte bis zum 14.06. an unter contact@xartsplitta.net.
Der Workshop ist ausschließlich für Trans*, Inter und Non-Binary Personen und BIPoCs werden bei der Anmeldung bevorzugt. Deswegen schreibe uns bitte bei Deiner Anmeldung ein paar Zeilen über Dich.

Der Workshop wird in englischer (und/oder deutscher) Lautsprache stattfinden und ist kostenlos, wenn Ihr könnt freuen wir uns jedoch über eine Spende.

Im Anschluss an den Workshop wird eine Filmvorführung stattfinden, diejenigen von euch die möchten, können da ihre Kurzfilme zeigen – dies ist jedoch kein Muss für eine Teilnahme am Workshop.

Wir bemühen uns sehr alles für den Workshop zur Verfügung zu stellen, bisher fehlen uns aber noch mobile Schnittplätze. Wenn du also einen Laptop mit Adobe Premiere CS6 und/oder DaVinci Resolve zum Schneiden der Filme mitbringen kannst, wären wir sehr dankbar (es wäre toll, wenn Du das schon im Zuge der Anmeldung mithinzufügen kannst – Danke!).

Elliot Blue ist interdisziplinärer Künstler*, mit einem Tätigkeitsschwerpunkt auf Filmemachen und Lichtgestaltung. Elliot hat 3 Jahre Film- und Bewegungsdesign und ein Jahr lang Kamera und Licht für den Film studiert und arbeitet nun als freiberufliche*r Filmemacher* und Lichttechniker* für verschiedene Organisationen und Unternehmen in ganz Berlin.
Seit 2016 gibt Elliot auch Film-workshops für Personen jeden Alters und vorzugsweise für Menschen, die Marginalisierung erleben. Elliot glaubt, dass das Erzählen der eigenen Perspektive in der lokalen Medienlandschaft ein Schlüssel zur Selbststärkung und -bestimmung ist.

Filmvorführung mit Elliot Blue & den großartigen Filmemacher*innen des Workshops

Sonntag, 23. Juni 2019
Einlass: 19:00 Uhr, Beginn: 19:30 Uhr

Elliot Blue macht auch eigene Filme (www.facebook.com/Blue.Elliot/). Einige dieser Filme thematisieren Schwarzes und Queeres Empowerment, auf eine teilweise sehr starke, teilweise sehr verletzliche Art und Weise. Die Filme haben durch ihre Teilnahme an verschiedenen Filmfestivals in ganz Europa internationale Anerkennung erhalten und “Home?” wurde auch in den USA im Rahmen einer Universitätsvorlesung gezeigt.
Neben dem Selbstausdruck hat Elliot auch ein anderes Ziel für die Filme: Elliot hofft, dass sich die Menschen, die sich in den Filmen wiedererkennen, gehört, gesehen und geschätzt fühlen.

Mit diesem Worten möchten wir Euch alle nach dem Workshop herzlich einladen zu hören und zu sehen, was Elliot und die Teilnehmer*innen des Workshops zu sagen und zu zeigen haben.

Wir werden mit den Filmen der Workshopteilnehmer*innen beginnen – wenn sie diese den mit uns teilen möchten und weitermachen mit Elliots Filmen:

‘The Shore’, 2017, 1’57”, englische Lautsprache.

‘Black is Me’, 2017, 3’46”, keine Lautsprache.

‘Home?’, 2018, 17’43”, englische Lautsprache mit deutschen Untertiteln.

Auf Grund des kleinen Raumes, bitten wir um Pünktlichkeit.

Elliot Blue ist ein nicht-binärer Filmemacher* und Lichtdesigner*, mit einem Bachelor in Film- und Bewegungsdesign (2016), als auch einen Bachelor in Kamera and Licht für den Film (2017). Seitdem arbeitet Elliot als Lichttechniker* und Lichtdesigner* in diversen Theatern rund um Berlin (Dock11, Uferstudios, Theaterdiscounter) und als freiberuflicher* Filmemacher*.
Außerdem gibt Elliot Film-Workshops. Denn für Elliot ist dieses Wissen zu teilen eine Möglichkeit Menschen, die wenig bis keine angemessene Repräsentation in der Medienlandschaft erfahren, zu helfen sich zu stärken und der Machtdynamik einer Gesellschaft zu begegnen, die über sie, aber nicht mit ihnen spricht und sie damit versucht zum Schweigen zu bringen, etwas entgegenzusetzen.
Deshalb ist es wichtig, sich selbst auszudrücken, auch wenn es keine weitere Person zu sehen bekommt und es nur für einen selbst ist.

Dissolving Territories Teil II

4+ Flughafen

Mittwoch, 22. Mai 2019, 19h, @ aquarium am Südblock

Gastgesprächspartnerin: Nahed Awwad

© Google Maps

Flughäfen werden oft als sogenannte nicht-Orte umschrieben. Doch was genau bedeutet dies?

Kein Flughafen der Welt kann heutzutage ohne eine Armada von Menschen, die hinter, vor und unter den Kulissen des regulären Flughafenbetriebs schuften, funktionieren. Flughäfen sind mittlerweile kapitalistische (privat) unternehmen, die nicht nur die Mobilität von Millionen von Menschen ermöglichen, sondern auch den Lebensunterhalt von Millionen von Menschen erwirtschaften. In vielen Orten sind Flughäfen wichtige Arbeitgeber*innen, die zehntausende von Menschen beschäftigen. Für sie ist der Flughafen weder ein

Durchgangstor noch ein Transitort ist: er ist ein Fixpunkt in ihrem Leben.

Doch nicht alle, die Flughäfen als Teil ihres Arbeitsalltags zählen, dürfen diese durch die gläsernen und futuristischen Eingänge schreiten, durch die reisende den Ort betreten und erfahren. Menschen, die im Niedriglohnsektor in Flughäfen arbeiten, beschreiten diesen durch zahllose Hintertüren, durch die sie auch wieder lautlos verschwinden sollen. hierzu gehören auch tausende von tamilischen Arbeiter*innen.

Sie sind heute als Putzkräfte, Gepäckabfertiger*innen oder Sicherheitsbeamt*innen in Flughäfen weltweit beschäftigt. ihre Hautfarbe oder vermeintliche Herkunft wurde zu ihrer uniform. Viele von ihnen sind ehemalige Asylbewerber*innen, die der rassistischen Verfolgung und dem Völkermord an dem tamilischen Volk in Sri Lanka mit Flugzeugen entkommen sind. Sie arbeiten heute oft genau an den Orten, an denen sie damals als reisende ohne Retourticket ankamen.

Was bedeutet es wenn Menschen, die damals Flughäfen betraten, um nirgends anzukommen, heute die reisen mobiler, privilegierter Staatsbürger*innen ermöglichen? Wenn Flughäfen nicht-Orte sind, sind sie dann nicht-Menschen?

Im Rahmen der Veranstaltung zeigen wir Ausschnitte aus dem Film »5 Minutes from Home« von Nahed Awwad: www.nahedawwad.com/5-minutes-from-home/

Die Veranstaltung findet in englischer Lautsprache statt. Der Veranstaltungsort ist barrierefrei.

Nahed Awwad ist eine unabhängige Filmemacherin; sie hat mit bekannten palästinensischen Filmemacher*innen, lokalen palästinensischen Fernsehsendern und später internationalen Netzwerken zusammengearbeitet. Im Jahr 2004 erhielt sie ihr Filmdiplom von der Europäischen Filmhochschule in Dänemark und hat acht Dokumentarfilme zwischen Experimental-, Kurz- und Spielfilm veröffentlicht. Awwads Filme wurden auf verschiedenen internationalen Filmfestivals gezeigt, darunter das HotDocs Filmfestival, Kanada 2013, das Dubai International Film Festival 2012, das Vision du Reel Film Festival, Nyon, Schweiz 2005 und 2008 und das Cannes Film Festival 2008 (Cinema Sud). Im Jahr 2009 erhielt sie den International Trailblazer Tribute -Middle East Trailblazer in MIPDOC.

»Dissolving Territories« Teil II wird gefördert von der Berliner Landeszentrale für politische Bildung.


Im zweiten Teil von »Dissolving Territories« werden aus einer dezidiert tamilischen Perspektive unterschiedliche Fragen im Kontext der gewaltvollen Vertreibung von Staatsgebieten und der Schaffung von neuer sozialen Landschaften, Infrastrukturen und Kommunikationskanäle beleuchtet und diskutiert. «Dissolving Territories« bemüht sich in der Bearbeitung und Analyse dieser Fragen gezielt eelam-tamilische Stimmen und Ansätze in den Mittelpunkt zu rücken; Stimmen und Lebenswelten, die seit jeher von ungehört bleiben. Mit dieser Reihe wollen wir Erinnerungskulturen und die Konstruktion von Narrativen durch die Linse eines tamilischen Standpunktes betrachten und damit den Versuch unternehmen, sowohl territorial und kulturgeographische Fragen zu erörtern, als auch lokale Mythen rund um die Themen Flucht und Widerstand in Deutschland zu dekonstruieren.

 

What’s Up With Class?!

Nicht: ​Race vs. ​Klasse
Sondern: ​Race und ​Klasse!

Mittwoch 15. Mai 2019
9:30h – 18:00h

Ort: Nachbarschaftshaus Urbanstraße, Urbanstraße 21, 10961 Berlin.
Anfahrt: www.nachbarschaftshaus.de/kontakt/anfahrt/

Wir möchten das Gespräch über Klasse zurückfordern, denn jedes Gespräch über Klasse ist nicht vollständig, wenn wir nicht auch über Race, Gender, Behinderung, sexuelle Orientierung, Nationalität und Migrationsstatus sprechen.  In dieser ganztägigen Veranstaltung soll es darum gehen, einen Raum für Austausch zu eröffnen, um das Thema  Klasse/Klassismus aus einer intersektionalen Perspektive anzugehen. In unterschiedlichen Inputs, Workshops und Gesprächsrunden soll eine Reihe von Themen behandelt werden, bei denen es  um das Ineinandergreifen von Race und Klasse geht; dabei werden weitere Diskriminierungs- und Unterdrückungskategorien  mitgedacht. Thematische Schwerpunkte wären:

★ Verknüpfung von Kolonialismus, Rassismus und Kapitalismus
★ Care-Arbeit
★ Reproduktive Gerechtigkeit
★ Öffentlicher Raum

Bei allen Unterthemen geht es insbesondere um Fragen von Partizipation, Aus- und Einschlüssen sowie Zugangsbarrieren im  Kontext von Race und Klasse.  Unser Anliegen ist es, gewöhnliche Gespräche zum Thema Klassismus explizit um die Kategorie Race/Migration zu erweitern.  Es geht uns darum zu verdeutlichen, wie in unterschiedlichsten Bereichen sowohl auf institutioneller als auch auf struktureller  und alltäglicher Ebene Race und Class als soziale Kategorien miteinander verwoben sind.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation von xart splitta, dem Center for Intersectional Justice und dem Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung und wird zusammen mit dem Nachbarschaftshaus Urbanstraße (NHU) durchgeführt.

Sie findet im Rahmen des Shared Spaces Verbundprojekts der Heinrich-Böll-Stiftung statt.

Ablauf

9:30 – 10:00  Anmeldung

10:00 – 10:10  Begrüßung von xartsplitta und Center for Intersectional Justice (CIJ)

10:10 – 11:10  Erzählungen über Klasse mit
★ Emine Aslan
★ Sandra Selimović (Schauspielerin, Regisseurin und Sängerin)
★ Tuğba Tanyılmaz & Ed Greve (i-Päd und Migrationsrat Berlin)

11:15 – 12:00  Input zur Geschichte von Klasse, Migration, (Post)Kolonialismus und Rassismus mit Sinthujan Varatharajah

12:00 – 13:00  Mittagessen

13:00 – 14:30  Care-Arbeit
★ Input von Collectif 360° und Diskussion
★ Paralleler Workshop durchgeführt von Tuğba Tanyılmaz & Ed Greve

14:35 – 16:05  Reproduktive Gerechtigkeit
★ Input von Dinah de Roquet-Bons (Transgender Europe, Int. Committee on the Rights of Sex Workers in Europe & Global Network of Sex Work Projects) und Diskussion
★ Paralleler Workshop durchgeführt von Aylin Turgay (Alice-Salomon-Hochschule)

16:10 – 17:40  Öffentliche Räume
★ Input von Céline Barry (Each One Teach One und Kampagne “Ban Racial Profiling”) und  Diskussion
★ Paralleler Workshop durchgeführt von Saboura Naqshband (Berlin Muslim Feminists) & Amina Aziz (Podcasterin “Mit freundlichen Grüßen”)

17:40 – 18:00  Abschluss

19:00  Filmvorführung von “Remue-Ménage Dans La Sous-Traitance”

Kurzbeschreibung zum Film:
März 2002, Paris. Reinigungskräfte, die in Accor-Hotels arbeiten, streiken. Die meisten Streikenden  sind Frauen westafrikanischer Herkunft und kämpfen zum ersten Mal in ihrem Leben für ihre Rechte.  Der Film, der über einen Zeitraum von 4 Jahren gedreht wurde, skizziert verschiedene Kämpfe, bei  denen mit wenigen Ressourcen, aber einem zähen Willen, kollektiv organisierte Individuen das  Gesetz der Unterwürfigkeit, das in der Welt der Arbeit, insbesondere in der Arbeit unter Vertrag  genommen wird, durchbrechen.

**Wir weisen darauf hin, dass im Rahmen der Veranstaltung Foto-, Ton- und Filmaufnahmen für Veröffentlichungen der  Veranstalter*innen gemacht werden können.

Die Teilnahme zur Veranstaltung ist kostenfrei.
Anmeldung zur Veranstaltung ist erforderlich. Hier geht’s zur Anmeldung.

Programmflyer hier