Verwobene Geschichten – Geteilte Erinnerungen

Mittwoch, 31.01.2018, 19h

Erzählungen zu marginalisierten Erinnerungen und Widerständen in Berlin

“Wir erzählen Berlin anders

mit Geschichte*n, die von Bewegung und Globa­lität handeln – und doch keine „Migrationsgeschichte“ // mit Geschichte*n, die verdrängt oder zum Schwei­gen gebracht werden – und doch keine ‘Opfer­geschichte’ // mit Geschich­te*n, die kon­kre­te Lebenswege be­leuchten – und doch keine Geschichte von ‘Einzelschicksalen’.

Wir erkunden Berlin anders

mit Orten, die geteilte Erinnerungen sichtbar machen, alltägliche Kämpfe ums Überleben ins Gedächtnis rufen und politisch­en Widerstand würdigen // mit Menschen, deren Wissen und Erfahrung, Perspektiven und Beiträge die Stadt prägen und verändern // mit Touren, die ver­schiedene Zeiten, Räume und Lebenswelten miteinander verbinden.” (von der Webseiten Verwobene Geschichte*n)

Eine szenische Vorstellung zum Projekt “Verwobene Geschichte*n” mit Diane Izabiliza, Olga Gerstenberger und Ozan Keskinkılıç.

Zu den Sprecher_innen:

Diane Izabiliza studiert Soziokulturelle Studien an der Europa Universität Viadrina, in Frankfurt Oder. Sie ist Absolventin des Bachelorstudiengangs Soziale Arbeit an der Alice Salomon Hochschule, Berlin und gelernte Erzieherin. Zu ihren Studienschwerpunkten gehören, Gender, Rassismusforschung, postkoloniale Theorien, Intersektionalitätsforschu ng und kritische Migrationsforschung. Sie arbeitet als studentische Mitarbeiterin im Praxis Forschungsprojekt „Passkontrolle! Leben ohne Papiere in Geschichte und Gegenwart“. Zuvor war sie im Praxis Forschungsprojekt „Erinnerungsorte. Vergessene und verwobene Geschichten“ tätig. Von 2011 bis 2016 war sie Gründungsmitglied im Jugendnetzwerk „Ruanda Connection“.

Olga Gerstenberger ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „Passkontrolle! Leben ohne Papiere in Geschichte und Gegenwart“ und Lehrbeauftragte an der Alice Salomon Hochschule. Zuvor war Sie Koordinatorin im Projekt „Erinnerungsorte. Vergessene und verwobene Geschichten“. Sie studierte Politikwissenschaft an der Universität Bielefeld und hat einen vom DAAD geförderten Master in „Ideology and Discourse Analysis“ (University of Essex). Nach Abschluss ihres Studiums unterrichtete sie an der Freien Universität Berlin, sowie der Alice Salomon Hochschule im Bereich der rassismuskritischen Migrationsforschung/ historisch-politischen Bildung und war in unterschiedlichen Film- und Bildungsprojekten, vor allem bei der Initiative with WINGS and ROOTS, aktiv.

Ozan Z. Keskinkılıç ist Politikwissenschaftler, Aktivist und politischer Bildner. Er studierte Internationale Entwicklung und Internationale Beziehungen in Wien und Berlin. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen Orientalismus, (antimuslimischer) Rassismus und Antisemitismus, Migration sowie deutsche Kolonialgeschichte und postkoloniale Erinnerungskultur. Von 2014-2016 forschte er im Praxisforschungsprojekt “Erinnerungsorte. Vergessene und verwobene Geschichten” schwerpunktmäßig zur Verschränkung deutscher Islam-, Kolonial- und Orientpolitik und wirkte an der Gestaltung der digitalen Stadttour “Koloniale Ordnungen” mit. Aktuell ist er Lehrbeauftragter im Arbeitsbereich Diversity Studies/ Rassismus und Migration an der Alice-Salomon-Hochschule Berlin und unterrichtet zu (Post-)Kolonialismus und kritischer Migrations- und Rassismusforschung. Aktuelle Publikation: ‘Der orientalische Mann‘ vor|nach Köln. Zur sexuell-kulturellen Dynamik des antimuslimischen Rassismus in der Fluchtdebatte.’ In: Yurdakul, G. et al. (Hg.) (2017): Witnessing the Transition. (twitter: @ozankeskinkilic)

Mehr Infos zum Projekt unter: http:// www.verwobenegeschichten.de /