sprachliches politisches handeln gestalten

die reihe hat im ersten halbjahr 2017 stattgefunden.

eine eigene sprache zu finden ist antidiskriminierendes empowerment. zu verstehen wie macht- und gewaltvoll sprachliche handlungen sind, kann helfen diskriminierung besser zu verstehen. und neue interventionen zu finden. ich kann mir sprache aneignen. ich kann mich sprachlich ausdrücken – auch wenn sprache so grundlegend gewaltvoll ist. gerade die so unverbrüchlich scheinenden sprachnormen verunmöglichen häufig meine eigene wahrnehmung von grundlegender struktureller gewalt. die sich auch über sprache ausdrückt, verfestigt, verstetigt. viele soziale bewegungen und antidiskriminierender aktivismus starten mit einer infragestellung von sprachnormen – suchen neue begriffe, kritisieren herkömmliche ausdrucksweisen – und manche dieser kämpfe sind jahrzehnte alt und doch immer wieder neu.

die reihe lädt ein, verschiedene aspekte zu sprache und gewalt zu verstehen, neue empowernde sprachhandlungen auszuprobieren, sich auszutauschen und sich sprache als handlungsform anzueignen.

xartsplitta.net/sprach_handeln

 

vergangene termine der reihe:

ab montag, 06. märz, 18-20h, 5 termine:

kurs antidiskriminierend sprachhandeln

der kurs bietet übungs- und diskussionsraum, um sich mit gewaltigem sprechen und schreiben zu beschäftigen und neue handlungsformen auszuprobieren. fragen, die wir diskutieren und zu denen wir ein verändertes sprechen/schreiben ausprobieren sind u.a.:

  • wie kann ich mich ausdrücken, ohne immer wieder geschlecht aufzurufen/mehrere geschlechter mit zu benennen?
  • wie denke ich über meinen eigenen namen und die pronomen, die ich benutze, nach? wie spreche ich andere an, von denen ich die namen und pronomen nicht weiß?
  • wie kann ich mich sensibilisieren dafür, wann sprache mir selber und anderen menschen gewalt antut, wann meine sprachhandlungen rassistisch sind oder menschen beHindern oder verRücken?
  • wie kann ich mich sprachlich nicht diskriminierend ausdrücken, ohne unverständlich zu sein? ist das überhaupt möglich: sprache ohne gewalt? welche rolle spielt bildungshintergrund und medien in meinen sprachlichen ausdrucksweisen?
  • wie kann ich argumentieren, wenn andere meine ausdrucksweisen schwierig finden? was ist mir wichtig an sprachlichen anti-diskriminierenden handlungen und wie kann ich es vermitteln?

der kurs soll lust machen sprache als handlungsform zu erleben und kreativ sprachliche ausdrucksweisen und argumentationen auszuprobieren. bringt eure fragen und wünsche gerne mit.

18-20h an diesen 5 montagen: 6.3., 13.3., 27.3., 3.4., 24.4.
fragen und anmeldung an: lann@www.xartsplitta.net. infos zu lann: xartsplitta.net/menschen-bei-xart-splitta/

 

samstag & sonntag, 22. & 23. april, 10-17h:

wochendworkshop
politische sprachveränderungen wagen

der kurs bietet die möglichkeit sich intensiv mit sprache als eigenem politischem handlungsinstrument zu beschäftigen: wie spreche und schreibe ich? welche personen benenne ich wie in welchen kontexten? wie kann ich respektvoll über andere sprechen, mit anderen sprechen? wie kann ich genderqueere und non-binäre personen benennen? wie kann ich gegen rassistische sprachverwendungen in den medien argumentieren, wie meine sport- und politgruppe, meinen freun_dinnenkreis für die macht von sprachformen sensibilisieren? wie verändere ich formulare, wie spreche ich den wunsch nach sprachveränderungen in welchen situationen an? wie argumentiere ich und wie gehe ich mit der abwehr um, die sprachveränderungen mit sich bringen? wie kann ich romane anders und neu lesen, zeitungsartikel nicht-diskriminierend (vor)lesen, neue texte, briefe und emails schreiben? das wochenende bietet möglichkeiten viel auszuprobieren und zu diskutieren, neue sprachhandlungen zu wagen und zu reflektieren, sich zu verbünden und sich gegenseitig zu feedbacken.
fragen an: lann@www.xartsplitta.net. infos zu lann: xartsplitta.net/menschen-bei-xart-splitta/

 

kommunikationsworkshop zu kritik üben – hören und ausdrücken

montag und dienstag, 12. & 13. juni 2017, jeweils 18-21 uhr (die 2 abende gehören zusammen)

was brauche ich um kritik hören zu können? wann und warum kritisiere ich eigentlich? wie und in welchen situationen kann ich kritik in einer zugewandten, offenen respektvollen form ausdrücken? wann erlebe ich kritik als committment?
in diesem workshop wollen wir uns anhand von schreibübungen und diskussionen ideen dazu annähern, wie wir in unseren unterschiedlichen privaten, aktivistischen, politischen kontexten formen einer konstruktiven auseinandersetzung finden könnten. auf der grundlage von vorgegebenen kommunikationssituationen denken wir über unsere konfliktmuster, -rollen und -vorstellungen nach und sammeln unterschiedliche mögliche handlungsformen.

workshop mit ja’n und lann: http://www.xartsplitta.net/menschen-bei-xart-splitta/

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