Film: Der Kuaför aus der Keupstraße

Dienstag, 28. Februar, 19h

(2016, Regie: Andreas Maus) mit anschließender Diskussion

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Der Film erzählt die Geschichte des Nagelbombenanschlags vor einem türkischen Frisörsalon in der Kölner Keupstraße am 9. Juni 2004. Er konzentriert sich dabei auf die Folgen für die Opfer und ihre Angehörigen, gegen die als Hauptverdächtige jahrelang ermittelt wurde. Der Film rekonstruiert die Ermittlungen der Polizei anhand der Verhörprotokolle und es wird deutlich, dass als Täter für die Polizei vor allem die Opfer in Frage kamen. Ein rassistisches Motiv wurde weitestgehend ausgeblendet. Erst Jahre später wurde der Anschlag dem sogenannten Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) zugeordnet.
Auf eindrückliche Weise zeigt DER KUAFÖR AUS DER KEUPSTRASSE wie tiefgreifend der Bombenanschlag, aber auch die Verdächtigungen danach, das Leben im Kölner Stadtteil Mülheim erschüttert haben.
So wie in Köln wurden auch in den anderen Städten, in denen der NSU gemordet hat, zumeist die Angehörigen und ihr Umfeld verdächtigt. Der Film eröffnet die Diskussion über die Frage von strukturellem Rassismus in Deutschland aus der Perspektive der Betroffenen.
Wir zeigen den Film auch anlässlich des vom 17.-21.05. in Köln stattfindenden Tribunals „NSU-Komplex auflösen“. Mehr Infos zum Tribunal: http://nsu-tribunal.de/
Eintritt auf Spendenbasis

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