vergangene veranstaltungen ent2genderung

archiv der veranstaltungsreihe

 

dienstag, 07. & 14. märz, 18-21h

experimentierwerkstatt non-binär schreiben und sprechen

alle formen, die ich kenne rufen immer wieder weiblichkeit und männlichkeit auf. wie kann ich mich ausdrücken, wenn ich mich als non-binär, gender non-conforming verstehe? welche ansprachen wünsche ich mir für mich und für gruppen? welche veränderungen würde das bedeuten, für mich und für andere? was gibt es da für ideen und ansätze? welche bedürfnisse habe ich in welchen situationen?

die experimentierwerkstatt lädt dazu ein verschiedene formen kennenzulernen, neu zu entwickeln, sich den eigenen bedürfnissen nach non-binären ausdrucksweisen vorsichtig anzunähern und sprachhandlungen auszuprobieren. dazu gehört auch die frage, wie trete ich (sprachlich) in welchen kontexten auf, was argumentiere ich wo und wie (in meinen communities, auf ämtern, krankenkassen, herkunftsfamilien, arbeitsplätzen usw.).

bringt eure ideen, fragen, vorstellungen, wünsche mit oder schickt sie vorher an: lann@xartsplitta.net. infos zu lann: xartsplitta.net/menschen-bei-xart-splitta/

 

samstag, 01. april, 16h bis 18:30h

non-binärer literatursalon

an dem nachmittag wollen wir bei tee und keksen in eine gemütliche lese-literatur-atmosphäre eintauchen und uns darauf einlassen, dass prosatexte und lyrik den raum genderqueeren. wir hören uns gegenseitig zu beim vorlesen von erzählungen oder ausschnitten aus romanen, die wir als non-binär gelesen haben oder die wir – vorlesend oder zuhörend – so neu und verändert genderqueeren. unser wunsch nach einem solchen literarischen vorlese-zuhörtreffen ist angetrieben von fragen, wie neue sprachformen neue perspektiven eröffnen und wie dies einfluss auf handlungen, wahrnehmungen und erzählstränge hat.
wir freuen uns über eine kurze mail an contact@xartsplitta.net als voranmeldung. bringt gerne texte mit, die ihr teilen, vorlesen, lesend genderqueeren wollt. vorlese-, kuchen- und geldspenden sind willkommen, aber kein muss.

 

donnerstag, 18. mai, 20h

infoaustausch nichtbinäre vornamens- und personenstandsänderung

ich bin nicht-binär und will, dass mein vorname rechtlich anerkannt wird – welche optionen habe ich dafür? was sind vor- und nachteile der verschiedenen optionen? und was hat anderen nichtbinären leuten geholfen, wenn sie verfahren der vornamens- und personenstandsänderung durchlaufen? welche umgangsstrategien gibt es damit umzugehen, dass personen von denen mensch dabei abhängig ist davon ausgehen, dass es nur zwei geschlechter gibt? wenn dich diese oder ähnliche fragen zum thema vornamens- und personenstandsänderung beschäftigen komm supergerne zu unserem infoaustausch!
wir wollen einen raum gestalten, in dem wir rechtliche und finanzielle grenzen wahrnehmen. und gleichzeitig empowernde, vernetzende, lösungsorientierte möglichkeiten vorstellen und gemeinsam diskutieren!
wir freuen uns über eine kurze mail an contact@xartsplitta.net als voranmeldung. wenn ihr eine oder mehrere konkrete frage/n habt, schickt sie gerne gleich per mail mit. dann können wir versuchen, darauf innerhalb unseres inputs einzugehen.

mit sannik ben und lian (infos zu den beiden hier weiter unten)

 

samstag, 27. mai, 14-18h

empowermentworkshop nichtbinäre vornamens- und personenstandsänderung

identifizierst du dich als nichtbinär und fragst dich, wie du den prozess der vornamensänderung für dich möglichst empowernd gestalten kannst? wir als personen, die den workshop anbieten fragen uns das auch – den workshop zu machen ist teil unserer eigenen auseinandersetzungen dazu. wir haben gemerkt, dass wir uns orte wünschen, an denen wir als nichtbinäre personen empowernd über vornamens-/personenstandsänderung nachdenken können. der workshop soll so ein raum sein, in dem es möglich ist, anwesend zu sein mit den befürchtungen und wünschen, die mit dieser auseinandersetzung zusammenhängen können. wir wollen gemeinsam ideen sammeln, wie du vorgehen könntest und strategien entwickeln, was du brauchst, um (nicht) handeln zu können.

wenn ihr wollt, könnt ihr vor dem workshop kurz über die frage nachdenken und_oder schreiben: ich fühle mich nach dem workshop empowert, wenn…
zu beginn des workshops könnt ihr, wenn ihr möchtet gerne teilen, wie es für euch war, darüber nachzudenken – aber nur, wenn ihr möchtet!

mit sannik ben und lian (infos zu den beiden hier weiter unten)

 

sonntag, 28. mai, 13-15h

vernetzungstreffen trans*-finanzierungsstrukturen

wir wünschen uns solidarische finanzierungsstrukturen für die übernahme von rechtlichen und medizinischen kosten für alle! wie könnten solche strukturen aussehen? kennt ihr bereits möglichkeiten, wie trans*-leute gelder für zum beispiel ops bekommen können, wenn die krankenkasse nicht zahlt? wir würden uns sehr freuen, bei diesem treffen bestehendes wissen zusammen zu bringen und gemeinsam ideen zu entwickeln, für anti-rassistische, anti-ableistische und ent2gendernde finanzierungsstrukturen! mit diesem treffen machen wir einen (möglichen) anfang und freuen uns, wenn ihr dabei seid!

mit sannik ben und lian (infos zu den beiden hier unten)

zu lian und sannick-ben:

lian
ich heiße lian und habe vor kurzem als weiße, nicht-binäre person meinen vornamen nach dem transsexuellengesetz (tsg) geändert. manche dinge, die ich in diesem kontext gelernt habe, möchte ich teilen und gemeinsam mit anderen personen politisch nutzbar machen. dabei ist es mir wichtig, meine erfahrungen als spezifische erfahrungen einer weißen person, die momentan nicht behindert wird zu verstehen.

sannik ben
ich heiße sannik und_oder ben. ich identifiziere mich als nicht-binär und stecke noch im verfahren der vornamens- und personenstandsänderung nach dem transsexuellengesetz (tsg). bei mir lief einiges nicht so reibungslos. gleichzeitig habe ich relativ viel handlungsspielraum, da ich, wenn ich möchte, männlich eingelesen werde. außerdem kann ich weiße, bildungs- und ablebodied-privilegien nutzen. durch meinen eigenen prozess und austausch mit anderen personen habe ich in bezug auf namensänderung viel gelernt, das ich mit anderen teilen möchte.